Alsdorf (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Alsdorf
Alsdorf (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Alsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 6° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: 6,37 km2
Einwohner: 468 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54668
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 002
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Manfred Heinen
Lage der Ortsgemeinde Alsdorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Alsdorf ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsdorf liegt am Rand des Naturparks Südeifel. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Bahnhof Niederweis sowie Oberecken.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verstreute Funde aus der Jungsteinzeit lassen auf eine frühe, ungerichtete Besiedlung der Gemarkung schließen. Artefakte, unter anderem eine gut erhaltene Amphore, weisen auf eine römische Siedlung innerhalb der Grenzen der heutigen Ortschaft hin. In der Mitte des 8. Jahrhunderts (739/775) wird ein Erbteil in einem Ort, der als „Alctresdorf“ (in loco cognominato Alctresdorf) bezeichnet wird, der Abtei Echternach vermacht.

Bereits 1330 wird Alsdorf in der Taxa generalis als Pfarrort des Erzbistums Trier erwähnt und in der Folge von unterschiedlichen Lehensnehmern bewirtschaftet.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Alsdorf zur Propstei Echternach im Herzogtum Luxemburg. Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen die Region damals gehörte, besetzt. Unter der französischen Verwaltung gehörte der Ort von 1795 bis 1814 zum Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder. Um 1800 wurde Alsdorf Sitz einer Mairie.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde 1816 die aus der französischen Mairie entstandene Bürgermeisterei Alsdorf dem Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Im Jahr 1914 kam Alsdorf zur Bürgermeisterei Wolsfeld, (ab 1927 Amt Wolsfeld), 1970 zur Verbandsgemeinde Irrel und 2014 zur Verbandsgemeinde Südeifel.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Alsdorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 180
1835 278
1871 306
1905 301
1939 392
1950 362
Jahr Einwohner
1961 355
1970 378
1987 358
1997 383
2005 393
2015 468

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Alsdorf besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Alsdorf
Wappenbeschreibung:

„Unter blauem Schildhaupt, darin eine vierbogige Brücke in Silber, gespalten durch eine eingeschweifte rote Spitze, belegt mit einem silbernen Lindenblatt, rechts ein rotes Hochkreuz, links eine rote Kreuzblume.“[5]

Wappenbegründung:

Ein Kreuz in Form des Fraubillenkreuzes wird in der rechten Hälfte des Wappens dargestellt. Im linken Wappenbereich die Darstellung eines der beiden Akroterien, die jeweils auf der Spitze des West- und Ostgiebels aufrecht stehend, an der Pfarrkirche aufgesetzt wurden. Die Pfarrkirche erhebt sich auf dem höchsten Punkt des Ortes. Ihre dekorative Ornamentik ist weithin im Nimstal sichtbar. Die Kreuzblume in gotischer Maßwerkform mit Blatt- oder Blumenornament, die kreuzförmig um die senkrechte Mittelachse angeordnet ist, geht auf Naturmotive zurück. Eine vierbogige Brücke überspannt im Kopf des Wappens die Nims, welche lediglich durch eine blaue Grundfarbe angedeutet wird. Das im Wappen dargestellte Blatt der Winterlinde soll für den relativ hohen Anteil dieser Holzart im Alsdorfer Wald und für die teilweise geschützten Lindenalleen im Ortsbereich stehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alsdorf ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und verfügt über großflächige landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortslage von Alsdorf wurde bis in das Jahr 1988 von der normalspurigen, eingleisigen Eisenbahnstrecke Erdorf–Irrel–Igel (Nims-Sauertalbahn) tangiert. Alsdorf hatte nie einen eigenen Bahnhof, sondern wurde über den zwischen den Ortschaften Alsdorf und Niederweis gelegenen Bahnhof Niederweis bedient. Der Personenverkehr auf dem nördlichen Abschnitt der Strecke, in dessen Bereich auch Alsdorf lag, wurde 1968 eingestellt, die Einstellung des Güterverkehrs folgte genau 20 Jahre später, 1988. Die Gleisanlagen wurden in den Folgejahren abgerissen.

Der Bahnhof Niederweis, auf Alsdorfer Gemarkung gelegen, war schon einige Jahre vorher an einen privaten Käufer veräußert worden. Ein Anfang der 1950er Jahre von der Ortsgemeinde Alsdorf bei der damaligen Deutschen Bundesbahn beantragter Haltepunkt wurde nicht realisiert.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 257/E 29 (vormals E 42) verläuft oberhalb von Alsdorf und bildet die direkte Verbindung zwischen Echternach (Lux.) und Bitburg. Im Zuge der Baumaßnahme „Umgehung Ortslage Wolsfeld“ wurde auch die Anbindung von Alsdorf Ende 2008 verändert. Geplant ist bis Ende 2017 ein dreispuriger Ausbau der Bundesstraße 257 mit veränderten Anbindungen der Ortsgemeinde Alsdorf.[6]

Alte Friedhofskapelle und heutige Pfarrkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Bruchstein­kirche von 1472 hatte einen Vorgängerbau, der schon in der erwähnten Taxa generalis erwähnt wurde. Der Nachfolgebau wurde 1926 abgebrochen, der erhaltene Chor dient heute als Friedhofskapelle.

Seit 1904 dient die neoromanische Pfarrkirche St. Peter an der Hauptstraße in der Dorfmitte als Gotteshaus für die Gemeinden Alsdorf, Niederweis und Kaschenbach.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alsdorf (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 62 (PDF; 2,4 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  6. Christian Moeris: Engstellen der B 257 in der Südeifel werden verbreitert. In: Trierischer Volksfreund. 25. Februar 2016, abgerufen am 16. Juni 2016.