Alsterfontäne

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Alsterfontäne

Die Alsterfontäne ist ein großer Springbrunnen auf der Binnenalster in Hamburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee zu der durchschnittlich 60 Meter[1] hohen Fontäne hatte Carlheinz Hollmann, als er 1986 aus einem Flugzeug den Springbrunnen auf dem Genfersee (den Jet d’eau) sah. Der Jet d’eau auf dem Genfersee, der der Alsterfontäne als Vorlage diente, befindet sich in der Innenstadt von Genf in einer der Hamburger Binnenalster sehr ähnlichen Stadtszenerie und gilt ebenfalls als ein Wahrzeichen der Stadt. Der Jet d’eau besteht seit 1885 und ist mit 140 m mehr als doppelt so hoch wie die Alsterfontäne.

Hollmann stellte sich vor, wie eine solche Fontäne auch den Hamburger Alstersee verschönern würde, und schlug seinen Einfall dem Bausenator Eugen Wagner vor, der ihn an Oberbaudirektor Egbert Kossak verwies. In der Baubehörde vor dem großen Stadtmodell Hamburgs erläuterte er seine Idee und überzeugte den Pfeife rauchenden Senator letztlich mit einem gebogenen Pfeifenreiniger als Modell der Fontäne. Schnell waren Unternehmen wie Blohm + Voss als Sponsoren gefunden, und so spritzt seit dem 18. April 1987, 12 Uhr, der Alsterspringbrunnen. Die Höhe ist allerdings durch das windige Wetter in Hamburg begrenzt.

Die Fontäne fand bei der Bevölkerung anfangs keinen großen Beifall, da die Binnenalster immer das „schlichte Wahrzeichen Hamburgs“ war. Mit der Zeit wurde die Fontäne aber Teil dieses Wahrzeichens.

Finanzierung und Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jährlichen Kosten von 60.000 Euro werden durch Firmen- und Privatspenden finanziert.

Die Pumpe befördert mit einer Leistung von 85 kW (114 PS) rund 170.000 Liter Wasser pro Stunde auf eine Höhe von 60 Metern. Die Pumpe verbraucht Strom in einem Umfang von rund 380.000 kWh pro Saison, was dem Jahresverbrauch von 100 Einfamilienhäusern entspricht. Die damit verbundene Einbringung von Luft-Sauerstoff hat inzwischen zu einer anerkannt deutlichen Verbesserung der Wasserqualität beigetragen.[2]

Im Winter wird aufgrund des Frostes jährlich zu Anfang November die Plattform, von der die Fontäne in die Höhe spritzt und auf der inzwischen auch mehrere Scheinwerfer installiert sind, die das hochspritzende Wasser abends beleuchten, abgebaut und über den Winter eingelagert, wobei meistens Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden. In der Weihnachtszeit wird sie durch eine andere Plattform ersetzt, auf der ein großer, mit Lichtern geschmückter Weihnachtsbaum inmitten der manchmal zugefrorenen Alster steht. Im Frühling wird dann die Fontäne wieder aufgebaut, so dass sie wieder von 9 bis 24 Uhr sprudelt.

Panoramablick von der Lombardsbrücke auf die Binnenalster. In der Mitte spritzt die 60 Meter hohe, abends angestrahlte Alsterfontäne.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte und Daten der Alsterfontäne
  2. ganz-hamburg.de: Die Alsterfontäne sprudelt wieder, 28. März 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alsterfontäne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 33′ 16,62″ N, 9° 59′ 41,83″ O