Alt Sührkow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Alt Sührkow führt kein Wappen
Alt Sührkow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alt Sührkow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 48′ N, 12° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 10 m ü. NHN
Fläche: 25,32 km²
Einwohner: 398 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17166
Vorwahl: 03996
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 003
Adresse der Amtsverwaltung: Von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Webpräsenz: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeister: Rainer Mucke
Lage der Gemeinde Alt Sührkow im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Alt Sührkow ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Alt Sührkow in der Mecklenburgischen Schweiz nahe der Stadt Teterow und in der geografischen Mitte des Bundeslandes hat für mecklenburgische Verhältnisse große Höhenunterschiede im Bodenrelief. Während der Westen des Gemeindegebietes am Abfluss des Teterower Sees in Richtung Peene nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt, erreicht die Haupt- Endmoräne im Osten im Hardtberg 122 m über NN. Alt Sührkow liegt im Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See und grenzt im Osten an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Ortsteile

Alt Sührkow, Bukow am Teterower See, Hohen Mistorf, Neu Sührkow, Pohnstorf,

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Ausgrabungen belegen, dass das Gebiet vor 5000 Jahren in der Jungsteinzeit und vor 2500 Jahren in der Bronzezeit schon besiedelt war.
Von 1249 bis 1314 wurden die Ortsteile, die slawischen Ursprungs waren, urkundlich erwähnt.

Sührkow taucht 1297 in einer Urkunde als Scurekendorp auf. Im Gebiet um den Hardtberg standen Anfang des 18. Jahrhunderts einige Glashütten, die dafür benötigte Holzkohle wurde aus den damals großen Eichenwaldbeständen gewonnen. Die Gemeinde wird heute von der Landwirtschaft und dem Tourismus geprägt.

Alt Sührkow wurde 1297 erstmals erwähnt als Besitz eines Ritters Friedrich Moltke.

Bukow: Hier wurde im Moor Torf gestochen, verfeuert in einer Ziegelei.

Hohen Mistorf wird geprägt durch die aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende romanische Dorfkirche aus Feld- und Backstein mit ihrem wuchtigen, niederigen Westturm.

Neu Sührkow wurde 1770 als Pertinenz (Teil eines Landgutes) erwähnt mit seinen verstreut liegenden Höfen.

Pohnstorf: Gut Pohnstorf war im Besitz Familien von Stahl (16. Jahrhundert), Wichert (1848), Moennich (ab 1869) und Wessel (ab 1896 oder 1899), die um 1900 das Mausoleum im Gutspark bauten. Das Gutshaus entstand durch Umbauarbeiten Mitte des 19. Jahrhunderts. Ab um 1810 wurde im Ort Kies abgebaut und Zement hergestellt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gotische Dorfkirche in Hohen Mistorf aus Backstein auf Feldsteinsockel; Chor vom 13. Jahrhundert mit kuppligem Kreuzrippengewölbe, Triumphbogen zum flachgedeckten Kirchenschiff vom 14. Jahrhundert sowie Westturm in der Breite des Schiffs mit Glockengeschoss vom 15. Jahrhundert und Walmdach.
  • Gutshaus in Alt Sührkow, klassizistischer eingeschossiger Putzbau, vermutlich aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Mittelrisalit und kleinem Turm.
  • Gutshaus in Hohen Mistorf
  • Gutshaus in Neu Sührkow
  • Gutshaus in Pohnstorf, zweigeschossiger, 11/13-achsiger Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Mezzanin-Geschoss, Souterrain und Mittelteil; heute Ferienwohnungen.
  • Mausoleum von um 1900 für den Unternehmer Heinrich Wessel im Park von Pohnstorf.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Verbindungsstraße von Teterow nach Neukalen. Vom sieben Kilometer entfernten Teterow bestehen Bundesstraßen-Verbindungen in alle Richtungen. Der Bahnhof im Ortsteil Hohen Mistorf liegt an der Bahnlinie Güstrow–Neubrandenburg und wurde 2003 stillgelegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alt Sührkow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).