Altenbaindt

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Altenbaindt
Wappen von Altenbaindt
Koordinaten: 48° 29′ 51″ N, 10° 30′ 42″ O
Höhe: 485 m
Einwohner: 122 (30. Jun. 2014)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 89438
Vorwahl: 09075

Altenbaindt ist ein Ortsteil der Gemeinde Holzheim im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau. Der Ort wurde am 1. Oktober 1970 nach Weisingen eingemeindet[1], das am 1. Mai 1978 mit Eppisburg nach Holzheim eingemeindet wurde[2].

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt zwei Kilometer südwestlich von Holzheim an einer Talmulde des Weisinger Baches.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenbaindt wird erstmals 1345 als „Altenbiunt“ urkundlich genannt. Vermutlich wurde es als Ausbausiedlung von Weisungen aus angelegt. Bis 1345 besaßen die Herren von Burgau die Grundherrschaft im Ort, die sie an die Augsburger Familie Riederer verkauften. 1357 kam die Grundherrschaft an das Katharinenkloster Augsburg. Im 15. Jahrhundert wurde das Kloster zum alleinigen Grund- und Dorfherrn im Ort. Im Zuge der Säkularisation 1802/03 kam Altenbaindt an Bayern und wurde zum 1. Juni 1804 dem Landgericht Dillingen an der Donau zugeteilt.

Kirche St. Stephan

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich gehörte Altenbaindt zur Urpfarrei Holzheim. Im 14. Jahrhundert war der Ort aber bereits Sitz einer eigenen Pfarrei, zu der auch Teile von Weisingen (bis 1810) gehörte. Der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Stephan stammt aus spätgotischer Zeit. 1739 wurde er erhöht. 1784 wurde das Langhaus und der Chor neu errichtet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1840: 126 Einwohner
  • 1875: 149 Einwohner
  • 1939: 145 Einwohner
  • 1950: 198 Einwohner
  • 1961: 160 Einwohner[2]
  • 1970: 141 Einwohner[2]
  • 1980: 138 Einwohner
  • 2000: 141 Einwohner

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hgg. vom Landkreis Dillingen an der Donau, 3. neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 312–314.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 446.
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768 und 771.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenbaindt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien