Altenhof (bei Eckernförde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenhof
Altenhof (bei Eckernförde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenhof hervorgehoben
Koordinaten: 54° 26′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Schlei-Ostsee
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 12,13 km2
Einwohner: 306 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24340
Vorwahl: 04351
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 004
Adresse der Amtsverwaltung: Holm 13
24340 Eckernförde
Website: www.amt-schlei-ostsee.de
Bürgermeister: Andreas Moll (KWA)
Lage der Gemeinde Altenhof im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Altenhof (niederdeutsch: Oldenhave und Olenhoff, dänisch neben Altenhof auch Celmerstorp) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Aschau (dänisch Askov; plattdeutsch: Aschow[2]), Kiekut (dän.: Kikud) und Schnellmark (dän.: Snelmark) liegen ebenso im Gemeindegebiet wie das Gut Altenhof. Fast die gesamte Gemeindefläche gehört zum „Landschaftsschutzgebiet Küstenlandschaft Dänischer Wohld“.[3]

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliger Bahnhof

Altenhof liegt südöstlich von Eckernförde an der Bundesstraße 76 sowie der Bahnstrecke Kiel–Flensburg und an der Eckernförder Bucht. Die Bedienung des Altenhofer Bahnhofs wurde 1987 eingestellt.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind insgesamt Altenhof (mit dem Gut Altenhof), Altenhof-Bahnhof, Aschau (mit Aschauhof und Kronsort), Grüner Jäger, Hofholz, Jordanschule, Kiekut, Schmeerhörn und Schnellmark.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Funde belegen eine Besiedlung des Gemeindegebiets in der Mittelsteinzeit. Aus der Jungsteinzeit sind Hügelgräber erhalten.

Der Ort wurde erstmals 1410 als Oldenhave (alter Hof) erwähnt. Altenhof entstand auf der Feldmark eines bereits 1295 erwähnten Dorfes Celmerstorp (auch: Selmerstorp, Selmsdorf, Seltendorf). Das Dorf Celmerstorp wurde noch 1609 erwähnt und ist erst Mitte des 17. Jahrhunderts aufgrund einer Pestepidemie aufgelöst worden.[4] Über mehrere Generationen bestanden also Altenhof und Celmerstorp nebeneinander. Am 21. April 1848 fand in Strandnähe Altenhofs und Sandkrugs das Gefecht bei Altenhof zwischen der Königlich Dänischen Infanterie und Truppen des v. d. Tann'schen Freicorps statt, an die heute noch ein Gedenkstein im Ortsteil Schmeerhörn (damals: Strandwache) erinnert.[5] Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Altenhofer Herrenhaus die Residenz des britischen Regional Commissioner (ab 1946) bzw. Land Commissioner (ab 1949) von Schleswig-Holstein; der Dienstsitz befand sich im sogenannten Somerset-House in Kiel.

Aschau, die Ansiedlung an der Eschen-Au (heute Kronsbek), wurde im Jahr 1506 erstmals urkundlich erwähnt. Als Gut hat es in den Jahren 1554 bis 1931 bestanden.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft KWA nach der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze und die SPD drei.

Seit der Kommunalwahl 2013 gingen von neun verfügbaren Sitzen in der Gemeindevertretung fünf an den Kommunalpolitischen Wählerverein Altenhof (KWA) und vier an die Altenhofer Bürgervereinigung (ABV).[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Rot im Zinnenschnitt schräglinks geteilt. Oben und unten jeweils ein schräggestelltes Eschenblatt in verwechselten Farben, das rechte gestürzt.“[8]

Der Inhalt des Wappens ist auf historische und sprachliche Gesichtspunkte abgestellt, und vereinigt – insbesondere in Gestalt der verwendeten Figuren – Hinweise sowohl auf den Ortsteil Altenhof als auch auf den Ortsteil Aschau. Das Gut Altenhof befindet sich seit Jahrhunderten im Besitz der adeligen Familie von Reventlow, heute durch Heirat Familie von Bethmann-Hollweg. Aus dem Reventlow'schen Familienwappen sind die Farben Rot und Weiß sowie der (schräge) Zinnenbalken entnommen. Die erste Wortsilbe im Ortsnamen Aschau bedeutet „Esche“ (= Asch). Als Aussageform eines „redenden“ oder „sprechenden“ Wappens enthält das Wappen je ein Eschenblatt. Die Gemeinde besteht aus zwei (Haupt)-Ortslagen, die jeweils durch ein Blatt dargestellt werden.

Patenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 besteht eine enge Patenschaft zu Altenhof am Werbellinsee, heute ein Teil der Gemeinde Schorfheide in Brandenburg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herrenhaus in Altenhof

Zu den Sehenswürdigkeiten in Altenhof gehört vor allem das Herrenhaus auf dem Gut Altenhof. In der Liste der Kulturdenkmale in Altenhof (bei Eckernförde) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Söhne und Töchter (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ortsnamen von Schleswig-Holstein (online auf heimatbund.de) (Memento vom 5. November 2013 im Internet Archive)
  3. Liste der Landschaftsschutzgebiete im Kreis Rendsburg-Eckernförde
  4. Verweise auf Altenholz und Celmerstorp
  5. G. L. Martens: Tagebuch eines Freiwilligen des v.d. Tann'schen Corps mit Special Karte des Gefechtes bei Altenhof, Hamburg 1848; Walter Wilde: Louise Aston - eine Frauenrechtlerin im Gefecht von Altenhof. In: Heimatgemeinschaft Eckernförde e. V.: Jahrbuch 2007, Seite 187 ff. mit Abb. der Martenschen Special Karte
  6. Amt Schlei-Ostsee: Altenhof (Memento des Originals vom 3. November 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amt-schlei-ostsee.de
  7. Sitzverteilung nach Kommunalwahl 2013 (Memento des Originals vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amt-schlei-ostsee.de
  8. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein