Altenmarkt an der Alz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenmarkt a.d.Alz
Altenmarkt an der Alz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenmarkt a.d.Alz hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 26,11 km2
Einwohner: 4181 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 160 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83352
Vorwahl: 08621
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 111
Gemeindegliederung: 42 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 21
83352 Altenmarkt a.d.Alz
Webpräsenz: www.altenmarkt.de
Bürgermeister: Stephan Bierschneider (CSU)
Lage der Gemeinde Altenmarkt a.d.Alz im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
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Altenmarkt an der Alz (amtlich: Altenmarkt a.d.Alz) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Ihren Namenszusatz verdankt sie der Alz, Abfluss des Chiemsees und ein Nebenfluss des Inn, die durch das Gemeindegebiet fließt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenmarkt liegt am Zusammenfluss der Flüsse Alz und Traun. Entfernung zur Kreisstadt Traunstein ca. 18 km, zur Landeshauptstadt München ca. 82 km, nach Landshut ca. 91 km, nach Passau ca. 115 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Altenmarkt an der Alz hat 42 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Altenmarkt an der Alz erhielt seinen Namen nach der Gründung des nördlich in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen „neuen“ Marktes Trostberg vor etwa 750 Jahren. Er war jahrhundertelang eine von kleinem Handwerk geprägte Siedlung zu Füßen des Klosters Baumburg. Außerdem war Altenmarkt durch seine Lage am Übergang über die Alz, wo der Ort die Funktion eines Zoll und Handelsplatzes erfüllte, von Bedeutung. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Klosters. Um 1803 endete die Grundherrschaft des Klosters Baumburg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rabenden verlor im Zuge der Gemeindegebietsreform ihre Selbständigkeit und wurde am 1. Januar 1975 eingegliedert.[3]

Rathaus von Altenmarkt
Filialkirche St. Ägidius
Kirche in Rabenden

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 3313 Einwohner
  • 1987: 3151 Einwohner
  • 2000: 3970 Einwohner
  • 2005: 4257 Einwohner
  • 2010: 4297 Einwohner
  • 2015: 4181 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Stephan Bierschneider.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Oben in Rot auf grünem Dreiberg eine goldene Burg mit 2 Zinnentürmen und offenem Tore, durch das der Stamm einer über den Torzinnen sich ausbreitenden grünen Linde zu sehen ist. Unten im grünen von einem sich deichselförmig teilenden silbernen Fluss durchzogenen Felde schräggekreuzt ein römisches Feldzeichen, das oben mit einer goldenen Schwurhand besteckt ist und ein goldenes Faszenbündel mit dem Liktorenbeil; im oberen der dadurch gebildeten Winkel sitzt auf einer mit „S. P. Q. R.“ bezeichneten Tafel ein goldener römischer Legionsadler, beiderseits davon die Buchstaben L und VII.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1989 befindet sich das legendäre Café Libella im Ort.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchenwald-Gedenkstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Altenmarkt befindet sich westlich des Chorherrenstifts Baumburg an einem Berghang eine Gedenkstätte für Soldaten aus verschiedenen Epochen, die als Buchenwald-Gedenkstätte bezeichnet wird. Die Gedenkstätte liegt in der Nähe des Friedhofs der Gemeine Altenmarkt.

Entstanden ist die Gedenkstätte zunächst über einem Massengrab, in dem an Epidemien gestorbene bayerische, österreichische und französische Soldaten der Schlacht von Hohenlinden (Dezember 1800) bestattet worden sind. Das Chorherrenstift Baumburg wurde dabei als Lazarett genutzt, in das sich Verwundete aller beteiligten Armeen geflüchtet hatten. Aufgrund einer Typhusepidemie starben nach der Überlieferung mehr als 2000 Soldaten. Sie wurden im nahen Buchenwald in einem Massengrab beerdigt. Aufgrund der herrschenden Verwirrung wurden die Toten weder gezählt noch registriert, so dass unklar ist, wie viele Tote und wer in dem Grab bestattet wurde. Um die Erinnerung an dieses Grab wach zu halten, wurde im Jahr 1849 „auf einer Anhöhe“ über dem Massengrab an dieser Stelle eine Gedächtniskapelle im neuromanischen Stil erbaut. Weiterhin wurden an der Kapelle Gedenksteine für die Gefallenen des Krieges 1870/71 errichtet. Auch für die Toten des Ersten und des Zweiten Weltkriegs der Gemeinde wurde Gedenkkreuze errichtet. Jedes Jahr im Juni findet an der Gedenkstätte das sogenannte Buchenwaldgedenken statt.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben kleineren Handwerksbetrieben und dem Tourismus ist die 1945 gegründete Firma ALZMETALL – Werkzeugmaschinenfabrik und Gießerei – ein wichtiger Arbeitgeber in Altenmarkt.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 5, im produzierenden Gewerbe 688 und im Bereich Handel und Verkehr 172 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 232 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1338. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1573 ha, davon waren 1171 ha Ackerfläche und 402 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2014):[5]

  • zwei Kindergärten: Pfarrkindergarten mit 49 Kindern und „Traunspatz´n“ mit 79 Kindern
  • eine Grund- und Mittelschule mit 228 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenmarkt an der Alz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/171531&attr=OBJ&val=549
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  4. siehe Das Buchenwaldgedenken Seite auf dem Webauftritt der Gemeinde, abgerufen am 26. September 2015
  5. Gemeinde Altenmarkt: Zahlen und Fakten