Altensalzwedel

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Altensalzwedel
Koordinaten: 52° 46′ 11″ N, 11° 10′ 46″ O
Höhe: 29 m ü. NN
Fläche: 16,11 km²
Einwohner: 182 (Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039035
Altensalzwedel (Sachsen-Anhalt)
Altensalzwedel
Altensalzwedel
Lage von Altensalzwedel in Sachsen-Anhalt

Altensalzwedel ist ein Ortsteil des Fleckens Apenburg-Winterfeld im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Kirchdorf Altensalzwedel liegt rund neun Kilometer südlich von Salzwedel an der Purnitz, einem Nebenfluss der Jeetze. Die Bundesstraßen 248 und 71 führen westlich bzw. östlich am Ort vorbei.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altensalzwedel wurde ursprünglich als Angerdorf angelegt.[3] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird Altensalzwedel als Antiqua Soltowedel[4] aufgeführt, das dem Kloster Dambeck gehörte.

Im Osten des Dorfes an der Purnitz stand eine Wassermühle, die bereits 1379 genannt wurde. Im Jahre 1954 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Glückliche Zukunft“.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 30. Juni 2009 war Altensalzwedel eine selbstständige Gemeinde, zu der die Ortsteile Hagen (am 1. Juli 1950 eingemeindet) und Saalfeld (am 1. Januar 1974 eingemeindet) gehörten.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen am 23. September 2008 die Gemeinderäte der Gemeinden Flecken Apenburg, Altensalzwedel und Winterfeld, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Apenburg-Winterfeld vereinigt werden. Die neue Gemeinde ist berechtigt, die Bezeichnung Flecken weiterzuführen. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.[5][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 117
1774 93
1789 121
Jahr Einwohner
1798 128
1801 126
1818 125
Jahr Einwohner
1840 215
1864 267
1871 265
Jahr Einwohner
1885 272
1895 263
1905 267
Jahr Einwohner
1925 298
1939 254
1946 393
Jahr Einwohner
1964 349
1971 369
1981 499
Jahr Einwohner
1993 449
2006 376
2007 365

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedenkstein aus dem Jahre 1985 vor der Grundschule an der Dorfstraße 56 für den kommunistischen Reichstagsabgeordneten Artur Becker, der als freiwilliger Kämpfer für die spanische Republik 1938 ums Leben kam.
  • Die evangelische Dorfkirche Altensalzwedel ist ein stattlicher Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist eine der größten Landkirchen in der nordwestlichen Altmark[7]
  • Der Friedhof liegt nördlich des Dorfes.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biogasanlage zur Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme
  • Die Milchhof GmbH & Co. KG Altensalzwedel beschäftigt sich mit der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderverein Freiwillige Feuerwehr Altensalzwedel e.V.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde und Pfarrei Altensalzwedel gehören zum Pfarrbereich Apenburg des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Im Jahre 1903 gehörten zur Pfarrei Altensalzwedel die Kirchengemeinden Alten-Salzwedel (eingepfarrt waren die Dörfer Saalfeld und Schieben), Maxdorf, Hagen und Quadendambeck.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die aktuellen Einwohnerzahlen. In: Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf (Hrsg.): Findling: Amtsblatt mit Informationsteil. 10. Jahrgang, Nr. 2. Beetzendorf 3. Februar 2016, S. 15 (PDF; 4,7 MB [abgerufen am 25. Februar 2018]).
  2. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  3. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1888–1892.
  4. Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 403 (uni-potsdam.de).
  5. Gebietsänderungsvertrag. Bildung einer neuen Gemeinde aus dem Flecken Apenburg und den Gemeinden Altensalzwedel und Winterfeld zum 01.07.2009. In: Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Amtsblatt für den Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2. Salzwedel 18. Februar 2009, S. 33–36 (http://www.altmarkkreis-salzwedel.de/Portaldata/1/Resources/as_buerger/dokumente/Amtsblatt_Nr._02,_18.02.2009.pdf (Memento vom 14. November 2012 im Internet Archive) [abgerufen am 13. April 2018]). (PDF; 397 kB)
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  7. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 10.
  8. Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 96 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 27. Dezember 2017]).