Altensalzwedel

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Altensalzwedel
Koordinaten: 52° 46′ 11″ N, 11° 10′ 46″ O
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 16,11 km²
Einwohner: 189 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039035
Altensalzwedel (Sachsen-Anhalt)
Altensalzwedel

Lage von Altensalzwedel in Sachsen-Anhalt

Feldsteinkirche mit neuromanisch erneuerten Fenstern, Turm mit gotischen Schallöffnungen und backsteingerahmter Rundblende
Feldsteinkirche mit neuromanisch erneuerten Fenstern, Turm mit gotischen Schallöffnungen und backsteingerahmter Rundblende

Altensalzwedel ist ein Ortsteil des Fleckens Apenburg-Winterfeld im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altensalzwedel, ein stark deformiertes Angerdorf mit Kirche,[3] liegt rund neun Kilometer südlich von Salzwedel in der Altmark an der Purnitz, einem Nebenfluss der Jeetze. Die Bundesstraßen 248 und 71 führen westlich bzw. östlich am Ort vorbei.[4]

Nachbarorte sind Schieben im Westen, Amt Dambeck im Norden, Maxdorf im Nordosten, Saalfeld im Südosten und Hagen im Südwesten.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird Altensalzwedel als Antiqua Soltowedel[5] aufgeführt, das dem Kloster Dambeck gehörte.

Im Osten des Dorfes an der Purnitz stand eine Wassermühle, die bereits 1379 genannt wurde. Im Jahre 1954 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Glückliche Zukunft“.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 30. Juni 2009 war Altensalzwedel eine selbstständige Gemeinde, zu der die Ortsteile Hagen (am 20. Juli 1950[6] eingemeindet) und Saalfeld (am 1. Januar 1974 eingemeindet) gehörten.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen am 23. September 2008 die Gemeinderäte der Gemeinden Flecken Apenburg, Altensalzwedel und Winterfeld, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Apenburg-Winterfeld vereinigt werden. Die neue Gemeinde ist berechtigt, die Bezeichnung Flecken weiterzuführen. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.[7][8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 117
1774 093
1789 121
1798 128
1801 126
1818 125
Jahr Einwohner
1840 215
1864 267
1871 265
1885 272
1892 [0]269[9]
1895 263
Jahr Einwohner
1900 [0]268[9]
1905 267
1910 [0]279[9]
1925 298
1939 254
1946 393
Jahr Einwohner
1964 349
1971 369
1981 499
1993 449
2006 376
2007 365
Jahr Einwohner
2015 180[1]
2018 189[1]

Quelle wenn nicht angegeben bis 2006[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Altensalzwedel gehört zum Pfarrbereich Apenburg des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Im Jahre 1903 gehörten zur Pfarrei Altensalzwedel die Kirchengemeinden Alten-Salzwedel (eingepfarrt waren die Dörfer Saalfeld und Schieben), Maxdorf, Hagen und Quadendambeck.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedenkstein aus dem Jahre 1985 vor der Grundschule an der Dorfstraße 56 für den kommunistischen Reichstagsabgeordneten Artur Becker, der als freiwilliger Kämpfer für die spanische Republik 1938 ums Leben kam.
  • Die evangelische Dorfkirche Altensalzwedel ist ein stattlicher Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist eine der größten Landkirchen in der nordwestlichen Altmark.[11]
  • Der Friedhof liegt nördlich des Dorfes.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biogasanlage zur Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme
  • Die Milchhof GmbH & Co. KG Altensalzwedel beschäftigt sich mit der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Förderverein Freiwillige Feuerwehr Altensalzwedel e.V.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  2. Flecken Apenburg-Winterfeld (Hrsg.): Hauptsatzung Flecken Apenburg-Winterfeld. 2. Juli 2019 (beetzendorf-diesdorf.de [PDF; 100 kB; abgerufen am 11. September 2021]).
  3. a b c Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, S. 1888–1892, doi:10.35998/9783830522355.
  4. a b Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  5. Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 403 (uni-potsdam.de (Memento vom 15. Januar 2019 im Internet Archive)).
  6. Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).
  7. Altmarkkreis Salzwedel: Gebietsänderungsvertrag über die Bildung einer neuen Gemeinde aus dem Flecken Apenburg und den Gemeinden Altensalzwedel und Winterfeld zum 1. Juli 2009 mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 1. Januar 2009. In: Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2, 18. Februar 2009, S. 33–36 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 388 kB; abgerufen am 20. August 2021]).
  8. StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009
  9. a b c Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, DNB 578458357, OCLC 614308966, S. 123.
  10. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 96 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
  11. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 10.