Altenstein (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Stein zum Altenstein

Die Familie von Altenstein bzw. auch Stein zu Altenstein[1][2] war ein fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht mit Sitz auf Burg Altenstein in Altenstein (Unterfranken).[3][4]

Das Geschlecht ist nicht zu verwechseln mit einem gleichnamigen, aber wappenverschiedenen und nicht verwandten thüringischen Adelsgeschlecht Stein, dessen Stammsitz ebenfalls eine Burg Altenstein (in Bad Liebenstein im Thüringer Wald) war und das sich daher in einer Linie Stein zum Altenstein nannte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dye vom alten Steyn saßen auf einer der größten Burgen im Frankenland, dem Altenstein bei Ebern in Unterfranken. Die namensgebende Burg erhielten sie vom Hochstift Würzburg zu Lehen. Das Geschlecht bewohnte sie auch noch nach ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Erst 1703 siedelte die Familie in das neuerrichtete Schloss Pfaffendorf um. Das Geschlecht erlosch im Jahre 1878.

Die Herren von Altenstein gehörten vom 16. bis zum 18. Jahrhundert zur Reichsritterschaft im Ritterkanton Baunach, während des 17. und 18. Jahrhunderts zum Ritterkanton Gebürg, und während des 17. Jahrhunderts zum Ritterkanton Steigerwald des fränkischen Ritterkreises.

Nach Cord Ulrichs ist die Familie identisch mit den Stein zu Nord- und Ostheim.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Rot drei (2:1) silberne Hämmer. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken zwei rote Büffelhörner, die außen mit je drei oder vier gefiederten Pfeilen besteckt sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl vom Stein zum Altenstein (* 1770; † 1840), preußischer Politiker
  • Wilhelm von Stein unter Reichsacht in den Grumbachschen Händeln
  • Christian Adam Ludwig Freiherr Stein zu Altenstein, fuldischer Geheimer Rat und Hofmarschall; nach ihm ist das barocke Palais Altenstein in der Nachbarschaft der alten fürstlichen Residenz (Stadtschloss) in der Barockstadt Fulda benannt, das er um 1750 erworben und umgebaut hatte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Hupp: Münchener Kalender 1934. Verlagsanstalt München/Regensburg 1934.
  • Michael Mott: Ein Haus des Tanzes und der Arbeit / Hessische Landesbibliothek bezieht ehemaliges Palais Altenstein / Bauherr war ein Bruder des Fürstabts, in: Fuldaer Zeitung, 27. April 1995, S. 15 (Serie: DENK-mal!).
  • Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1.
  • Johann Gottfried Biedermann, Geschlechtsregister Der Reichsfrey unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken Löblichen Orts Baunach, 1747, S.13ff
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1856 S.652f, 1862 S.769f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenstein family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Stein zu Altenstein
  2. Sage: die Ritter von Altenstein
  3. Wappen am Altensteiner Schloss
  4. Geschichte von Altenstein (PDF)
  5. Cord Ulrichs: Vom Lehnshof zur Reichsritterschaft - Strukturen des fränkischen Niederadels am Übergang vom späten Mittelalter zur frühen Neuzeit. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07109-1, S. 209.