Altfranken

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Wappen von Altfranken
Wappen von Dresden
Altfranken
Ortschaft von Dresden
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Über dieses Bild
Koordinaten 51° 2′ 0″ N, 13° 38′ 45″ OKoordinaten: 51° 2′ 0″ N, 13° 38′ 45″ O.
Höhe 280 m ü. NN
Fläche 1,28 km²
Einwohner 1116 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 872 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1997
Postleitzahl 01156
Vorwahl 0351
Website www.dresden.de
Politik
Ortsvorsteher Hubertus Doltze
Sitzverteilung (Ortschaftsrat)
Freie Wählervereinigung Altfranken
6

Altfranken ist eine Ortschaft der Stadt Dresden in Sachsen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Altfranken liegt im Westen Dresdens zwischen Gompitz und der Freitaler Ortschaft Pesterwitz. Gemeinsam mit Gompitz bildet sie den statistischen Stadtteil Gompitz/Altfranken und innerhalb dessen den statistischen Bezirk 998 Altfranken. Altfranken gehört zum Ortsamtsbereich Cotta.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Altfranken
Reste der Toranlage des 1939 abgerissenen Altfrankener Schlosses

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altfranken als Aldin Vrankin in einer Urkunde von 1311 als Besitz des Domstifts Meißen. Der Ortsname bedeutet „Siedlung zu den alten Franken“, steht also entweder in Bezug zum Stammesnamen der Franken, was die vermutete Gründung durch fränkische Siedler nahelegt, oder leitet sich vom Personennamen „Frank(e)“ ab. Vermutet wird eine Beziehung zu der anhand von Flurnamen angenommenen Wüstung Franken zwischen Possendorf und Golberode.

Seit 1655 gehörte das Dorf dann zum Amt Dresden. Am 1. Januar 1997 wurde das zuvor selbständige Altfranken schließlich als erster Ort des Umlandes von Dresden als Stadtteil eingemeindet.

Im Schloss Altfranken wohnten im 19. Jahrhundert die Grafen von Luckner.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsächlich ernährten der Obstanbau und die Schafzucht die Bewohner des Dorfes im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Heute sind in Altfranken ein Möbelhaus, ein Autohaus und ein Hotel ansässig. Ansonsten ist die wirtschaftliche Bedeutung Altfrankens heute gering. Die Einwohner arbeiten größtenteils in Dresden und Freital.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte von Altfranken 1821

Altfranken ist gekennzeichnet durch zwei wichtige Verkehrswege: der B 173 und der A 17. Die A 17 führt direkt durch Altfranken, was allerdings durch den Tunnel Altfranken etwas abgemildert wird. Durch den Bau des Tunnels wurde eine weit sichtbare Schneise in den Luckner-Park gelegt, die inzwischen wieder mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt wurde.

Regelmäßige Busverbindungen bestehen mit der DVB-Linie 90 in das Stadtzentrum von Dresden. Am 29. November 2008 wurde die Neubaustrecke (Linie 7) der Straßenbahn Dresden vom Betriebshof Gorbitz über Altfranken/Gompitz nach Pennrich in Betrieb genommen.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Altfranken im Vordergrund (Pesterwitz in der Bildmitte)
Jahr Einwohner
1552 8 besessene Mann, 4 Inwohner
1764 8 besessene Mann
1834 266
1871 375
1890 256
1910 283
1925 262
1939 351
1946 353
1950 321
1964 280
1990 187
1991 272
1992 226
1993 215
1994 278
1995 303
1996 388
1998 738
2000 1.023
2001 1.050
2002 1.071
2003 1.093
2004 1.097
2005 1.131
2006 1.099
2007 1.107
2008 1.139
2009 1.137
2010 1.117
2011 1.115
2012 1.129
2013 1.116

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Altfranken. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1904, S. 1.
  • Friedrich August Leßke: Beiträge zur Geschichte und Beschreibung der Dörfer Ober- und Niedergorbitz, Wölfnitz, Pennrich, Naußlitz und Neunimptsch. Selbstverlag, Deuben 1896 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altfranken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien