Altmittweida

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altmittweida
Altmittweida
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altmittweida hervorgehoben
Koordinaten: 50° 58′ N, 12° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Verwaltungs­gemeinschaft: Mittweida
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 14,08 km2
Einwohner: 1932 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09648
Vorwahl: 03727
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 92
09648 Altmittweida
Webpräsenz: Gemeinde Altmittweida
Bürgermeister: Jens-Uwe Miether (Bürger für Altmittweida)
Lage der Gemeinde Altmittweida im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Frankenberg/Sa. Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild

Altmittweida ist eine Gemeinde in Waldhufendorfform im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. Sie liegt etwa einen Kilometer südlich der Stadt Mittweida.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Lichtenau, Claußnitz, Königshain-Wiederau und die Stadt Mittweida.

Kirche

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das langgestreckte Waldhufendorf Altmittweida wurde nach 1160 gegründet. Der Name bezeichnet eine Siedlung mitten in einer (Wald-)Weide. Der Zusatz Alt- wurde notwendig, als sich etwas später die Stadt Mittweida entwickelte[2].

Altmittweida gehörte bis Mitte des 19. Jahrhunderts anteilig zum Amt Rochlitz und zur Herrschaft Neusorge, welche ab 1610 zum Amt Augustusburg gehörte. Nach 1830 unterstand der Ort dem Amt Frankenberg-Sachsenburg[3] und 1856 dem Gerichtsamt Mittweida. Seit 1875 lag Altmittweida in der Amtshauptmannschaft Rochlitz. 1952 kam der Ort zum Kreis Hainichen, welcher 1994 im Landkreis Mittweida und dieser wiederum 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.[4]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1739 wurde die Barockkirche erbaut, nachdem ein Jahr zuvor der Vorgängerbau bis auf den Turm abbrannte. Die Turmkrone wurde 1743 fertiggestellt.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Altmittweida 1937 Einwohner.

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

Jahr Einwohner
1998 2.218
1999 2.228
2000 2.199
2001 2.171
2002 2.159
Jahr Einwohner
2003 2.146
2004 2.132
2005 2.100
2006 2.077
2007 2.081
Jahr Einwohner
2012 1.989
2013 1.961

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Teich

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 59,3 % (2009: 58,4 %)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,0 %
11,8 %
15,3 %
9,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+6,7 %p
-7,5 %p
-4,4 %p
-1,5 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2011 wurde Jens-Uwe Miether zum Nachfolger von Hans Steinhoff gewählt.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Altmittweida (2016)

Altmittweida liegt an der Bahnstrecke Riesa–Chemnitz und wird von Mittweida und Chemnitz aus mit stündlich verkehrenden Regionalbahnen der City-Bahn Chemnitz (Linie C14) bedient.

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Chemnitz-Ost an der Bundesautobahn 4 ErfurtDresden, sieben Kilometer südlich gelegen. Altmittweida besitzt einen Kindergarten (Kindergarten "Bienenkorb") und eine Grundschule

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundschule Altmittweida besitzt eine angrenzende Turnhalle, in der außer dem Schulsport auch noch Geräteturnen, Tischtennis und Volleyball stattfinden. In der Schule werden jeweils eine Klasse der Klassenstufen 1 bis 4 unterrichtet. Die Schule arbeitet eng mit dem Kindergarten zusammen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Krenkel (1926–2015), Philologe
  • Manfred Grätz (* 1935), Generalleutnant, Stellvertretender Minister für Nationale Verteidigung der DDR und Chef des Hauptstabes der Nationalen Volksarmee

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen II, Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, München 1998, ISBN 3-422-03048-4, Seite 4
  • Richard Steche: Altmittweida. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 14. Heft: Amtshauptmannschaft Rochlitz. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen, Berlin 2001, ISBN 3-05-003728-8, Band II, Seite 43f.
  3. Die Orte des Amts Frankenberg-Sachsenburg im 19.Jahrhundert im "Handbuch der Geographie"
  4. Altmittweida im Historischen Ortsverzeichnis Sachsen
  5. Geschichte der Kirche
  6. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  7. https://www.statistik.sachsen.de/wahlen/kw/kw2011/ERG14522010.htm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altmittweida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien