Alviano

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alviano
Wappen
Alviano (Italien)
Alviano
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 35′ N, 12° 18′ O42.58333333333312.3251Koordinaten: 42° 35′ 0″ N, 12° 18′ 0″ O
Höhe: 251 m s.l.m.
Fläche: 23 km²
Einwohner: 1.468 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einw./km²
Postleitzahl: 05020
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055003
Volksbezeichnung: Alvianesi
Website: Gemeinde Alviano
Panorama von Alviano
Panorama von Alviano

Alviano ist eine Gemeinde in der Provinz Terni mit 1468 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Region Umbrien.

Geographie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Alviano in der Provinz Terni

Alviano liegt im südlichen Teil Umbriens an der Grenze zur Provinz Viterbo im Latium in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 822 GG.[2] Der Ort befindet sich auf der rechten Seite des Tibertals, auf halber Strecke zwischen Orvieto und Narni, in einer zerfurchten, von Erosion geprägten Hügellandschaft. Der Tiber selbst durchfließt das westliche Gemeindegebiet. In der Gemeinde liegt der 1963 im Auftrag der ENEL geschaffene Tiberstausee Lago di Alviano.[3] Der See ist Zentrum eines 1978 eingerichteten Naturschutzgebietes (Oasi di Alviano), das 900 Hektar[3] umfasst und viele Vogelarten beherbergt.

Ortsteile sind Alviano Scalo (auch Stazione di Alviano, 89 m, ca. 280 Einwohner) und Paolicchie (389 m, ca. 250 Einwohner). Der Hauptort Alviano hat ca. 380 Einwohner[4]

Nachbargemeinden sind Amelia, Civitella d’Agliano (VT), Graffignano (VT), Guardea und Lugnano in Teverina.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste befestigte mittelalterliche Ansiedlung geht auf das Jahr 933 zurück und wurde unter dem Namen "Albianum" erwähnt. Die Festung wurde von den Truppen Orvietos und Todis zerstört. Im 15. Jahrhundert war der Ort Lehen der Familie d’Alviano. Deren bekanntestes Mitglied war der Condottiere Bartolomeo d’Alviano, der das Castello im Stil der Renaissance wieder errichtete, und aus dem Ort das Zentrum eines kleinen Staates machte. Nach dem Aussterben der Familie Alviano kam das Lehen an mehrere Besitzer, und wurde 1654 von Olimpia Maidalchini, Ehefrau von Pamfilo Pamphilj, einem Bruder des Papstes Innozenz X., erworben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Burg Castello di Alviano
Die Kirche Chiesa dei SS. Pietro e Paulo
  • Der mittelalterlich geprägte Ort wird durch das Castello Doria Pamphili aus dem 15. Jahrhundert beherrscht. Die Burg hat einen quadratischen Grundriss mit vier runden Wehrtürmen. Die Kapelle der Burg ist mit Fresken, unter anderem von Giuseppe Bastiani (17. Jahrhundert) ausgestattet. Heute dient das Gebäude als Rathaus und besitzt ein Museum mit einer Dauerausstellung über die landwirtschaftlichen Traditionen der Gegend und über das Leben des Bartolomeo d’Alviano.
  • Chiesa Santa Maria Assunta, auch: Chiesa dei S.S. Pietro e Paolo – Dreischiffige Parochialkirche aus dem 15. Jahrhundert. Der Innenraum bewahrt ein Fresko von Giovanni Antonio da Pordenone (Madonna zwischen den Heiligen Gregor und Hieronymus und Pentesilea Baglione), sowie ein Gemälde von Nicolò Alunno (Mariä Himmelfahrt).
  • In Pupigliano sind Reste einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert vor Chr. erhalten.

Verkehr[Bearbeiten]

  • Alviano liegt mit dem Bahnhof Alviano Scalo (auch Stazione di Alviano genannt) an der Bahnstrecke Florenz-Rom.
  • Der nächstgelegene Anschlusspunkt an den Fernverkehr liegt in Attigliano. Hier befindet sich eine Anschlussstelle an die A1 (Autostrada del Sole). Sie liegt ca. 14 km entfernt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

In der Gemeinde geborene Personen[Bearbeiten]

  • Bartolomeo d’Alviano (1455–1515), Condottiere

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alviano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 17. November 2012 (italienisch)
  3. a b Umbria Online: Oasi naturalistica Lago di Alviano, abgerufen am 10. Juli 2015 (italienisch)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 10. Juli 2015 (italienisch)