Heimersheim (Alzey)

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Heimersheim
Stadt Alzey
Ehemaliges Gemeindewappen von Heimersheim
Koordinaten: 49° 45′ 48″ N, 8° 5′ 2″ O
Höhe: 224 m ü. NHN
Einwohner: 800
Eingemeindung: 22. April 1972
Postleitzahl: 55232
Vorwahl: 06731
Heimersheim (Rheinland-Pfalz)
Heimersheim

Lage von Heimersheim in Rheinland-Pfalz

Heimersheim ist ein 1972 eingemeindeter Stadtteil der Stadt Alzey.

Heimersheim liegt an einer Hangmulde, an einem Bach und die historische Mauritiuskirche (1479) auf einer Anhöhe. Der Ort mit seinen deutlich ablesbaren mittelalterlichen Dorfcharakter wird von rebenbewachsenen Hängen, dem „Sonnenberg“ eingerahmt. In Heimersheim bestehen heute noch über 30 fränkische Hofanlagen. Zu Heimersheim gehören die beiden Neubaugebiete „Am Weinheimer Berg“ und „Mauritiusstraße“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimersheim liegt im rheinhessischen Hügelland am Heimersheimer Bach in der Südwestecke von Rheinhessen, in drei Kilometer Entfernung von der Kreisstadt Alzey, inmitten eines Talkessels, der von Rebhängen und fruchtbaren Ackerfeldern umsäumt ist.

Durch den Ort fließt der Engbach, dessen Quelle in der Oberwiese, einer Anhöhe rechts der Straße Heimersheim-Weinheim liegt. Dieses kleine Gewässer nimmt dann seinen Weg in Richtung Albig, fließt südlich an Biebelnheim vorbei und mündet oberhalb von Bechtolsheim in die Selz, die bei Ingelheim in den Rhein mündet.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Heimersheim
Evangelische Kirche Heimersheim

Heimersheim wurde erstmals urkundlich im Jahre 771 in einer Schenkung an das Kloster Lorsch erwähnt.

Am 22. April 1972 wurde die Gemeinde Heimersheim in die Kreisstadt Alzey eingegliedert.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen ist nicht amtlich verliehen. Es zeigt das aus dem Jahr 1655 überlieferte Siegel des Gerichts in Heimersheim.

Die Bedeutung des Wappens ist noch heute nicht völlig geklärt, da es Beschreibungen aus der Entstehungszeit nicht gibt. Nach neuester Ansicht zeigt das Wappen neben dem Balken mit den Buchstaben HEY drei gebuckelte römische Schilde, die auf die drei römischen Legionäre und Märtyrer Mauritius, Kanditus und Exsuperius hinweisen, die gleichzeitig die Patrone der katholischen Pfarrkirche sind. Dieses Motiv verbinde sich im Wappen mit dem Hinweis auf den Ortsnamen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die romanische Mauritiuskirche von 1479 wurde mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den Jahren 2006 bis 2007 gesichert: Der Kirchturm war aus dem Lot geraten und drohte einzustürzen, die Wand des südlichen Seitenschiffs hatte sich gelöst und um 40 Zentimeter geneigt.

Etwa 800 Meter südlich des Ortes steht das „Wingertshaisje“, ein 1993 im Zuge der Weinbergsflurbereinigung errichteter 7 Meter hoher Weinbergs- und Aussichtsturm.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Alzey-Heimersheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) an. Für Verbindungen aus dem und in das Gebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbunds (RNN) kann auch dieser Tarif bis Alzey angewendet werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heimersheim (Alzey) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 168 (PDF; 2,6 MB)