Am Ende ein Fest

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Filmdaten
Deutscher TitelAm Ende ein Fest
Originaltitelמיתה טובה
Mita Tova
ProduktionslandIsrael, Deutschland
OriginalspracheIvrit
Erscheinungsjahr2014
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieTal Granit
DrehbuchTal Granit,
Sharon Maymon
ProduktionLeon Edery,
Moshe Edery,
Osnat Handelsman-Keren
MusikAvi Belleli
KameraTobias Hochstein
SchnittEinat Glaser-Zarhin
Besetzung

Am Ende ein Fest (Originaltitel: מיתה טובה, Mita Tova) ist ein israelisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2014. Regie führte Tal Granit. Der Film lief am 24. September 2015 in den deutschen Kinos an.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yanas Mann hat Krebs in Endstadium, will nicht mehr leben, wird aber durch Gerätemedizin am Leben gehalten. Dr. Daniel ist eigentlich Veterinär und verfügt über medizinische Kenntnisse, wie Patienten schmerzlos sterben lassen könnte. Er will sich nicht strafbar machen, indem er selbst Hand anlegt. Also konstruiert Yehezkel eine Maschine, die vom Patienten ausgelöst die Substanzen in dessen Kreislauf injiziert. Um keine Beweise am Bett des Sterbewilligen zurückzulassen, weihen Yana, Dr. Daniel, Yehezkel und seine Frau Levana auch einen alten ehemaligen Polizisten ein. Am Krankenbett tragen sie alle Handschuhe. Yanas Mann stirbt friedlich.

Schon auf der Beerdigung von Yanas Mann haben verschiedene Trauergäste von Yehezkels Gerät erfahren. Einer von ihnen verfolgt Yehezkel hartnäckig, damit er seiner todkranken Frau mit seiner Maschine Sterbehilfe leistet. Doch Yehezkel will sich um seine Frau Levana kümmern, die langsam in der Demenz versinkt. Schließlich lässt er sich überreden. Die Frau stirbt in den Armen ihres Mannes.

Levana zeigt immer deutlichere Zeichen der Demenz. Sie vergisst Rezepte, legt ihre Handtasche in den Kühlschrank und lässt Kekse im Backofen verbrennen. Eines Morgens vergisst sie, Kleider anzulegen und geht nackt zum Frühstück. Als sie es bemerkt hat, will sie nicht mehr in die Öffentlichkeit gehen. Trotzdem kann Yehezkel sie zu einem abendlichen Spaziergang überreden. Als sie ein Gewächshaus betreten, sitzen dort ihre Freunde – alle splitterfasernackt. Eine ausgelassene Feier schließt sich an, die erst mit dem Auftritt eines Wachmannes endet.

Zelda hat das Pflegeheim verlassen und lebt in einem Kibbuz bei ihrem Neffen. Auch sie will nicht weiterleben. Ohne Yehezkel fahren sie zu dem Kibbuz. Als Zelda auf den Schalter von Yehezkels Maschine drückt, fällt der Strom aus. Yehezkel wird hinzu geholt. Nachdem das Licht ein zweites Mal verlosch, stirbt Zelda. Im strömenden Regen singen die Kibbuzmitglieder ein Trauerlied für Zelda.

Angesichts ihrer Demenzerkrankung will sich Levana mit Tabletten umbringen. Yehezkel kann sie noch einmal retten. In Verzweiflung zerstört er seine Maschine. Doch Levana bittet ihn, sie gehen zu lassen. Also greift Yehezkel wieder zum Schweißgerät. In Gegenwart ihrer Freunde verabschiedet Levana sich mit einer Videobotschaft von ihrer Tochter und ihrer Enkeltochter.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Mit viel schwarzem Humor greift die fürs große Publikum konzipierte Komödie aktuelle Tabuthemen im Umkreis von Alter, Demenz, Hinfälligkeit und einem selbstbestimmten Ende auf. Dabei lässt der Film im letzten Drittel jede Lustigkeit fahren und wird bitterernst. Philosophisch grundiert, gelingt dabei die Gratwanderung eines Films über den Tod, der das Leben und damit die Freiheit feiert.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Am Ende ein Fest. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2015 (PDF; Prüf­nummer: 152 518 K).
  2. Am Ende ein Fest. In: filmdienst.de. Filmdienst, abgerufen am 27. September 2018.