Amadeu Antonio Stiftung

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Amadeu Antonio Stiftung
Logo der Amadeu Antonio Stiftung.svg
Rechtsform gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts
Gründung 1998
Gründer Anetta Kahane
Sitz Heidelberg / Berlin
Personen Anetta Kahane (Vorstand), sechsköpfiger Stiftungsrat
Aktionsraum Deutschland
Schwerpunkt Stärkung der Zivilgesellschaft gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus
Methode Projekte, Aktionen, Aufklärungsmittel
Angestellte 30 (2016)
Motto Ermutigen, Beraten, Fördern
Website amadeu-antonio-stiftung.de

Die Amadeu Antonio Stiftung ist eine als gemeinnützig anerkannte deutsche Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie wurde 1998 von Anetta Kahane gegründet und nach Amadeu Antonio Kiowa benannt, einem der ersten Todesopfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung 1990. Die Stiftung will die Zivilgesellschaft in Deutschland gegen Antisemitismus (auch in Form von Antizionismus), Rassismus und Rechtsextremismus stärken. Dazu unterstützt sie über 1000 lokale Initiativen und Projekte in Jugendkultur, Schulen, Opferschutz, Flüchtlingsinitiativen oder Demokratieprojekte finanziell, durch Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und kommunale Netzwerke. Ferner unterstützt sie Hilfsangebote für Aussteiger aus der Neonazi-Szene.

Leitung, Mitarbeiter, Partner

Stifter war Karl Konrad von der Groeben. Schirmherr ist Wolfgang Thierse, der frühere Präsident des Deutschen Bundestages.[1] Die Gründerin Anetta Kahane ist auch Vorstandsvorsitzende. Der Stiftungsrat besteht aus sechs Personen (Stand Juli 2016): Andreas Zick (Vorsitzender), Andrea Böhm, Stephan J. Kramer, Uta Leichsenring, Petra Lidschreiber und Christian Petry. Der Rat hat die Geschäftsführung inne, wacht über die Einhaltung des Stifterwillens, entscheidet in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und berät den Vorstand.[2] Die Stiftung wird von der Stiftungs- und Forschungsgruppe Modellprojekte GmbH (SFGM) verwaltet. Den Kreis der Freunde und Förderer der Stiftung vertritt Ria Gräfin von der Groeben. Zur Zeit beschäftigt die Stiftung 30 Personen haupt- oder nebenamtlich.[3]

Die Stiftung hat hunderte von Partnern in Deutschland, darunter viele kleine Projekte und lokale Initiativen. Es besteht eine strategische Partnerschaft mit der Freudenberg Stiftung und der Zeitschrift Stern. Die Stiftung unterstützt die Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Auf europäischer und internationaler Ebene arbeitet sie unter anderen mit dem WINGS-Netzwerk (Worldwide Initiatives for Grantmaker Support) zusammen.[4]

Einnahmen und Ausgaben

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Stiftung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Weitere Einnahmen erzielt sie durch Spenden, zu denen etwa die Zeitschrift Stern ihre Leser aufruft.[5] Von rund 1,65 Millionen Euro Einnahmen der Stiftung im Jahr 2014 stammten rund 721.000 Euro aus Spenden, rund 870.000 Euro aus staatlichen Zuschüssen und rund 66.000 aus sonstigen Einnahmen. Im gleichen Jahr wurden rund 1,54 Millionen Euro für den Stiftungszweck ausgegeben, davon rund 963.000 Euro für Honorare und Projektkosten sowie Projektförderung, der Rest für Personalkosten.[6]

Bis 2016 förderte die Stiftung nach eigenen Angaben in ganz Deutschland über 1000 lokale Initiativen und Projekte in demokratischer Jugendkultur, Schulen, kommunalen Netzwerken, für Opferschutz und Opferhilfe und für Aussteiger aus der Naziszene finanziell, ideell und durch Öffentlichkeitsarbeit.[7] Die Stiftung sieht es als ihre wichtigste Aufgabe an, Projekte nicht nur zu fördern, sondern auch zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken und sie zu vernetzen. Die Projekte werden aus Spendenmitteln und den Erträgen des Stiftungskapitals gefördert. 2009 wurden etwa 600.000 von 900.000 Euro des Jahresbudgets für operative Projekte verwendet, die über Programme der Bundesregierung und anderer Stiftungen finanziert werden. Die Stiftung arbeitet operativ und überregional mit eigenen Projekten in der Kinder- und Menschenrechtsbildung, bei der Entwicklung und Fortbildung von Projekten gegen aktuellen Antisemitismus, in Kooperation mit antirassistischen Projekten gegen Alltagsrassismus und bei der Förderung und Vernetzung von Bürgerstiftungen, die sich für demokratische Kultur engagieren.

Projekte gegen Antisemitismus

Seit 2003 entwickelt und erprobt die Stiftung Konzepte gegen aktuelle Formen des Antisemitismus, die sie auf einer Website vorstellt. Seitdem veranstaltet sie mit vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen jährlich um den Jahrestag der Novemberpogrome 1938 herum bundesweite Aktionswochen gegen Antisemitismus.[8] 2008 organisierte sie die Ausstellungen Antisemitismus in der DDR und Das hat's bei uns nicht gegeben in über 250 Orten.[9]

Seit Januar 2015 ist die Stiftung Förderer und Kooperationspartner der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus in Berlin. Im Februar 2015 gründete die Stiftung zusammen mit Antisemitismusforschern das Netzwerk zur Erforschung und Bekämpfung des Antisemitismus (NEBA).[10]

Das Projekt ju:an (Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit) vermittelt Pädagogen und Fachkräften der offenen Jugendarbeit Beratung, Coaching und Fortbildung zur pädagogischen Bearbeitung von Antisemitismus und Rassismus. Es verbindet die Themen Antisemitismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit von Jugendlichen in verschiedenen Formen.[11]

Stiftungsmitarbeiter Jan Riebe untersuchte im Juli 2016 ein Seminar zur Lage Jugendlicher in Palästina an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim. Er kritisierte das Unterrichtsmaterial als einseitig antiisraelisch und teilweise antisemitisch.[12] In der Folge dieser und weiterer Kritik wurde das Seminar bis November 2016 eingestellt, die Dekanin des Fachbereichs trat zurück und die Amtszeit der bisherigen Hochschulpräsidentin wurde nicht mehr verlängert.[13]

Projekte gegen Rechtsextremismus

Mut gegen rechte Gewalt

Aus Anlass vermehrter Angriffe gegen Zuwanderer begann die Zeitschrift Stern im Jahr 2000 die Aktion Mut gegen rechte Gewalt, zunächst mit einer Reihe von Rock gegen Rechts-Konzerten. Dabei rief der Stern zu Spenden an die Amadeu-Antonio-Stiftung auf. Damit konnten diese und das Zentrum für demokratische Kultur des Kriminologen Bernd Wagner im Herbst 2000 das bundesweite Aussteigerprojekt Exit-Deutschland gründen. Im April 2003 entstand aus der Zusammenarbeit der Stiftung mit dem Stern das Internetportal mut-gegen-rechte-gewalt.de, das umfassende Informationen über Rechtsextremismus anbietet.[14] Die Träger erhielten für das Portal 2007 den alternativen Medienpreis.[15]

Die Stiftung trägt seit 2005 die Konzerte der Aktion „Laut gegen Nazis“ mit[16] und gab ein Hörbuch dazu heraus. Nachdem 2011 die Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bekannt geworden war, organisierte die Stiftung im Dezember zusammen mit Udo Lindenberg, Peter Maffay und anderen Musikern ein „Rock gegen Rechts“-Konzert in Jena.[17]

Auf der Webseite Mut gegen rechte Gewalt veröffentlicht die Stiftung auch die bundesweite Statistik für Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland. Die Statistik wird ständig überprüft und aktualisiert. Sie führt mehr als doppelt soviele Todesopfer auf rechtsextreme Täter und Tatmotive zurück als die Bundesregierung.[18]

Gender

Gender und Rechtsextremismus gehört zu den Themenschwerpunkten der Stiftung.[19] Die gleichnamige Fachstelle erforscht neonazistische und rechtsextreme Geschlechtsbilder sowie Erziehungsideale. Vor allem die Rolle der Frau innerhalb des Neonazismus als Multiplikator und Türöffner in die Gesellschaft wird verstärkt beleuchtet, da Rechtsextremismus bisher primär als eine männliche Domäne wahrgenommen wird. Gleichzeitig werden Strategien für Pädagogen, Sozialarbeiter und Erzieher entwickelt, die diese in ihrer Arbeit mit rechtsextrem erzogenen Kindern und deren Eltern unterstützen sollen. Mit der pädagogischen Beratung geht auch eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit einher.[20]

Regionale Projekte

Das Stiftungsprojekt Kein Ort für Neonazis besteht seit 2009. Damit wird versucht, vor Landtags- und Kommunalwahlen die Problematik rechtsextremer Parteien in Landesparlamenten und Kreistagen bewusst zu machen, lokale Akteure dagegen zu vernetzen und lokalen Bürgerprojekten bei der Aufklärung über rechtsextreme Propaganda zu helfen.[21] Teil der Kampagne ist auch die Mobilisierung gegen regionale und bundesweite Neonaziaufmärsche, Konzerte und Veranstaltungen. 2008 arbeitete die Stiftung dabei erstmals mit dem Aktionsbündnis Brandenburg im Landkreis Barnim zusammen, 2009 in Thüringen, 2010/2011 in Mecklenburg-Vorpommern.[22]

Lola für Lulu ist ein langfristig angelegtes Projekt der Stiftung im Landkreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern). Es soll dort lebende Frauen und Mädchen für Rechtsextremismus und rechtsextreme Rollenbilder sensibilisieren, zu Widerspruch dagegen befähigen und für eine geschlechtergerechte demokratische Kultur aktivieren. Dazu gehören Workshops, Beratung und Förderung lokaler Projekte.[23]

Das Modellprojekt Region in Aktion reagiert auf Wahlerfolge rechtsextremer Parteien im ländlichen Raum, vor allem in Zossen (Brandenburg) und Vorpommern. Gesucht und erprobt werden Möglichkeiten, gerade dort die Zivilgesellschaft zu unterstützen und zu erweitern: etwa durch Kommunikationsprozesse, die die Akteure vor Ort miteinander vernetzen, mehr Personen für zivilgesellschaftliches Engagement gewinnen und die Kooperation zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft verbessern.[24]

Von 2001 bis 2006 setzte die Stiftung zusammen mit der Stiftung Demokratische Jugend das vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Fünfjahresprojekt CIVITAS um, das sich schwerpunktmäßig gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern richtete. 2002 ermöglichte die Stiftung dem „Netzwerk für Demokratische Kultur“ (NDK) in Wurzen (Sachsen) mit Spenden und Zuschüssen den Kauf eines Hauses, das zum Demokratiezentrum gegen rechtsextreme Tendenzen vor Ort ausgebaut und 2006 eröffnet wurde. Im selben Jahr veranstaltete die Stiftung mit afrodeutschen Musikern der Brothers Keepers eine Tour durch von Rechtsextremisten dominierte Orten, um in dortigen Schulklassen über Alltagsrassismus und rechte Gewalt zu diskutieren.[16] 2003 unterstützte die Stiftung die Gründung der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark (Brandenburg), die das Engagement für demokratische Kultur in ihrer Satzung festschrieb.[25]

Stephan Kramer (Stiftungsrat) leitet seit Dezember 2015 das Amt für Verfassungsschutz Thüringen. Mit seiner Ernennung wollte die Landesregierung Thüringens unter Bodo Ramelow (Die Linke) die demokratische Kontrolle des Verfassungsschutzes stärken. Die Humanistische Union Berlin, die Naturfreundejugend und Initiativen für Opferangehörige des NSU kritisierten Kramers Amt als Zusammenarbeit der AAS mit dem Verfassungsschutz. Die AAS wies die Kritik zurück: Kramer sei lange vorher Stiftungsrat gewesen und es gebe keine institutionelle Zusammenarbeit.[26] Die Landesregierung gab der AAS im August 2016 die Trägerschaft für das neue Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft. Die Vergabe war umstritten, jedoch bestand keine Ausschreibungspflicht und die Informationspflicht wurde erfüllt. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft nach Prüfung einer Strafanzeige.[27] Die Alternative für Deutschland (AfD) Thüringen bekämpft das Institut und verglich es mit der Reichskulturkammer. Einzelne CDU- und SPD-Vertreter fürchteten, das Institut solle den Verfassungsschutz ersetzen. Der Institutsleiter und Sozialwissenschaftler Matthias Quent betonte dagegen, man werde rein empirisch arbeiten, niemand beobachten und vor allem Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in der Mehrheitsgesellschaft, aber auch Islamismus, Homophobie und Sexismus untersuchen.[28]

Internet

Von 2006 bis 2010 erstellte die Stiftung zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung Informationsseiten im Internet zum Thema Rechtsextremismus.[29]

Seit 2009 betreibt die Stiftung zusammen mit der Wochenzeitung Die Zeit das Internetportal Netz gegen Nazis. Das Projekt wurde vom Verlag der Wochenzeitung gegründet; der stellvertretende Chefredakteur der Zeit, Moritz Müller-Wirth, gehört zum Beirat.[30] Auf dem Portal gibt es eine Wissensdatenbank, Informationen über Aktivitäten von Neonazis im Internet und Beratungsangebote zum Umgang mit Rechtsextremisten. Im Oktober 2010 gründete die Stiftung zusammen mit über 60 Netzwerken gegen zunehmende Hassrede im Internet die Aktionswoche Soziale Netzwerke gegen Nazis.de.[31] Daraus entstand 2011 das pädagogische Projekt no-nazi.net.[32] Es soll Jugendliche gegen rechtsextreme Propaganda in sozialen Netzwerken sensibilisieren, Ideen für Gegenmaßnahmen sammeln und wirkungsvolle Gegenstrategien entwickeln.[33] 2012 gründete die Stiftung das Internetportal Fussball-gegen-Nazis.de gegen Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie im Fußball und in der Ultra-Bewegung.[34]

Seit der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 haben Hassrede und flüchtlingsfeindliche Angriffe in der Bundesrepublik Deutschland enorm zugenommen. Darum beteiligt sich die Stiftung an der im Dezember 2015 gegründeten Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums „Gemeinsam gegen Hassbotschaften“[35] und an der im Januar 2016 gegründeten „Initiative für Zivilcourage Online“ von Facebook, die Gegenrede fördern soll. Die Initiative ergänzt die Selbstverpflichtung von Facebook vom September 2015, in Deutschland strafbare und gemeldete Hassbeiträge binnen 24 Stunden zu prüfen und gegebenenfalls zu löschen.[36] Im Juni 2016 gab die Stiftung die von fünf Mitarbeitern verfasste Broschüre „Hetze gegen Flüchtlinge in sozialen Medien“ heraus. Diese erläutert verschiedene Möglichkeiten, Hassrede im Internet zu erkennen, zu melden und anzuzeigen, sich selbst davor zu schützen und darauf aufmerksam zu machen. Die Broschüre wurde vom Bundesjustizministerium und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.[37]

Ebenfalls im Juni 2016 warnte die Stiftung: Soziale Medien im Internet hätten Rechtsextremisten völlig neue Zielgruppen erschlossen. So erhielten lokale Gegner einer Flüchtlingsunterkunft über rechtsextreme „Nein-zum-Heim“-Seiten auf Facebook Zugang zu verschwörungstheoretischen Welterklärungsmustern, etwa zur These der Reichsbürgerbewegung von der „BRD GmbH“ oder der These einer „Migrationswaffe“, mit der kleine Eliten „das deutsche Volk“ angeblich gegen Einwanderer „austauschen“ wollten. Diese rechtsextremen Denkansätze trügen die Hetze gegen Flüchtlinge, hätten ihr enormen Zulauf verschafft und seien auch in das Parteiprogramm der rechtspopulistischen AfD eingedrungen.[38]

Opferschutz und Opferhilfe

Der Opferfonds Cura entstand aus der Aktion Cura, die seit dem Mordanschlag von Mölln 1993 zu Spenden für Opfer rechtsextremer Gewalt aufrief. 2004 übernahm die Stiftung seine Trägerschaft.[39] Der Opferfonds dokumentiert weit mehr Opfer rechter Gewalt als die Bundesregierung, unter anderem weil er nicht nur ausländische, sondern auch behinderte, obdachlose und sozial randständige Opfer einbezieht.[40]

2015 gründete die Stiftung die Aktion Schutzschild für Geflüchtete und Asylsuchende, die besonders in ländlichen Regionen Ostdeutschlands von rassistischer Hetze, Gewalt und Missachtung vieler ihrer grundlegenden Rechte bedroht sind. Die Aktion soll Selbstorganisationen von Zuwanderern und Geflüchteten stärken und ihre Alltagsprobleme und Perspektiven bekannter machen, damit kommunale Verantwortungsträger und Willkommensinitiativen sie gleichberechtigt einbeziehen. Das soll langfristig zur Integration Geflüchteter in die aktive Zivilgesellschaft beitragen.[41] Zusammen mit Pro Asyl erstellt die Stiftung seit 2015 eine Jahreschronik über flüchtlingsfeindliche Vorfälle in Deutschland.[42]

Auszeichnungen

Im September 2015 zeichneten der Landtag von Baden-Württemberg und die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg die Stiftung mit der Joseph-Ben-Issachar-Süßkind-Oppenheimer-Medaille aus.[43] Im November 2015 erhielt die Stiftung den Lothar-Kreyssig-Friedenspreis für ihr Engagement für Migration, Einwanderung und eine gelingende Willkommenskultur.[44], im Dezember 2016 den Bul le Mérite des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.

Seit 2007 vergibt die Stiftung zusammen mit der Dresdner Bank, der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Freudenberg Stiftung den Sächsischen Förderpreis für Demokratie.[45] Im Dezember 2015 vergab die Stiftung erstmals den von ihr ausgelobten Amadeu Antonio Preis. Preisträger waren die Bühne für Menschenrechte, die Antilopen Gang und das Zentrum für politische Schönheit.[46]

Angriffe und Vorwürfe gegen die Stiftung

Die Stiftung wurde im Januar 2016 in eine Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums eingeladen, die Facebooks „Initiative für Zivilcourage online“ beratend unterstützt.[47] Laut Presseberichten greifen Rechtsextremisten und Rechtspopulisten die Stiftung und einige ihrer Mitarbeiter seitdem verstärkt mit Diffamierungen, Hassrede und Einschüchterungsversuchen bis hin zu Gewaltaufrufen an.[48] Häufige Angriffspunkte sind die frühere Tätigkeit der Stiftungsgründerin Anetta Kahane für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR, ihre jüdische Herkunft und die Stiftungsbroschüre vom Juni 2016 zur Bekämpfung von Hassrede gegen Flüchtlinge im Internet.[49] Nach Angaben Kahanes nahmen die Angriffe infolge dieser Broschüre weiter zu.[50]

Darunter waren ein Aufruf des rassistischen Anonymous.Kollektiv zu einer DDoS-Attacke auf die Stiftungswebseiten, diffamierende Falschbehauptungen im rechtspopulistischen Magazin Compact und antisemitische Karikaturen in sozialen Netzwerken.[51] Im April 2016 blockierten Identitäre das Berliner Stiftungsbüro mit Absperrband[51] und diffamierten einige Mitarbeiter namentlich als Spitzel eines „Überwachungsstaats“. Auf rechten Facebookseiten wurde ein Bild des Stiftungsteams verbreitet und dazu aufgerufen, die Wohnadressen der Mitarbeiter zu ermitteln, um sie zu bedrohen. Zentraler Vorwurf ist die Behauptung, die Stiftung übe im Auftrag des Bundesjustizministers Zensur über soziale Netzwerke aus. Demgegenüber betont die Stiftung, dass sie nur berate und auf Löschungen im Internet keinen Einfluss habe.[52] Man werde Diffamierung und Bedrohung konsequent mit rechtsstaatlichen Mitteln entgegentreten. Gegen Compact sei erfolgreich eine einstweilige Verfügung beantragt worden.[53]

Einige konservative oder rechtspopulistische Journalisten, Kolumnisten und Blogger griffen die Zensurbehauptung auf, darunter Roland Tichy, Bettina Röhl, Philipp Lengsfeld, die Autoren des Blogs Die Achse des Guten und der FAZ-Journalist Rainer Meyer sowie die Zeitung Junge Freiheit, der Kopp Verlag[54] und der Journalist Achim Winter. Er hatte zuvor antimuslimische Kommentare auf Twitter mit verbreitet und spielte in seiner Sendung „heute – in Deutschland“ auf Kahanes frühere IM-Tätigkeit an. Auf ein Protestschreiben von Stiftungsrat Andreas Zick hin distanzierte sich das ZDF von Winters Meinung, lehnte die geforderte Löschung seines Beitrags jedoch ab.[55] Am 16. August 2016 warf Rainer Meyer (FAZ) der AAS vor, auf der öffentlich zugänglichen Stiftungsunterseite „neue-rechte-net“ werde auch die CDU in die Neue Rechte einsortiert. Die Stiftung stellte am Folgetag klar, nur die frühere Parteimitgliedschaft neurechter Personen sei genannt worden. Man werde alle Einträge sorgfältig überprüfen, um Missverständlichkeiten zu vermeiden.[56] Später wurde die Seite vom Netz genommen.[57]

Am 18. August 2016 forderte Peter Tauber (CDU) die Amadeu Antonio Stiftung dazu auf, die CDU nicht auf „neue-rechte-net“ zu erwähnen. Der Mainzer Junge-Union-Vertreter Felix Leidecker startete eine Petition, der Stiftung alle staatlichen Zuschüsse zu streichen.[58] Am 31. August 2016 griff der Leipziger Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) diese Forderung in einem offenen Brief an Familienministerin Manuela Schwesig auf und behauptete ohne Belege, Stiftungswebseiten seien eine „Plattform für Linksradikale“, wo zu Gewalt aufgerufen werde.[59] Am selben Tag forderte auch AfD-Vertreterin Beatrix von Storch, der Stiftung staatliche Geldmittel zu streichen.[60] Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und Historiker Hubertus Knabe riet dem Bundesjustizministerium öffentlich, die Zusammenarbeit mit der AAS wegen Kahanes früherer Stasitätigkeit zu beenden. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann wandte sich gegen diese Zusammenarbeit. Der Bundesvorstand der Jungen Union beantragte auf dem CDU-Bundesparteitag Essen (5.-7. Dezember 2016) die Streichung der staatlichen Fördermittel und verlangte, die AAS wegen öffentlicher Aussagen ihrer Vertreter vom Verfassungsschutz prüfen zu lassen; der Antrag wurde nicht debattiert. Das BMI sieht jedoch wegen der anerkannten Gemeinnützigkeit der AAS keinen Anlass, deren Förderung einzustellen.

Der Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn beschrieb solche Vorstöße im September 2016 in einem von der AAS beauftragten wissenschaftlichen Gutachten als ungeplante „rechte Kampagne“: Viele rechtsextreme und rechtskonservative Akteure hätten sich wegen „punktueller gemeinsamer Interessen“ gegen die AAS engagiert, weil diese „erfolgreich gegen die weitere Verbreitung rechter Propaganda“ arbeite. Er kritisierte besonders Rainer Meyer, der Gerüchte aus der rechten Szene reproduziert und ihnen so Glaubwürdigkeit verliehen habe.[61]

Bei Ermittlungen gegen zwei terrorverdächtige Bundeswehrsoldaten im Mai 2017 fand man eine Liste mit einer ausführlichen Beschreibung und Skizze des Berliner Büros der AAS. Vermutet wird, dass die Verdächtigen, die Waffen und Munition gestohlen hatten, die AAS neben hochrangigen Politikern als Anschlagsziel vorgesehen hatten.[62]

Weiterführende Informationen

Veröffentlichungen der Stiftung

Die Stiftung veröffentlicht Flugblätter, Broschüren, Analysen, Monographien und Sammelbände.

  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Von Mauerfall bis Nagelbombe – Der NSU-Anschlag auf die Kölner Keupstraße im Kontext der Pogrome und Anschläge der neunziger Jahre, Berlin 2014, ISBN 978-3-940878-16-8.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Region in Aktion – Wie im ländlichen Raum demokratische Kultur gestaltet werden kann, Berlin 2013, ISBN 978-3-940878-15-1.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Staatsversagen – Wie Engagierte gegen Rechtsextremismus im Stich gelassen werden. Ein Report aus Westdeutschland, Berlin 2013, ISBN 978-3-940878-14-4.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken, Berlin 2012, ISBN 978-3-940878-13-7.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Geteilte Erinnerung? Zum Umgang mit Nationalsozialismus in Ost und West, Berlin 2011, ISBN 978-3-940878-10-6.
  • Peter-Georg Albrecht: Von früher lernen heißt…? Zivilgesellschaftliches Engagement älterer Menschen gegen Rechtsextremismus, Berlin 2011, ISBN 978-3-940878-05-2.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Living Equality – Gleichwertigkeit leben, Interventionen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Berlin 2009, ISBN 978-3-940878-04-5.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): „Die Juden sind schuld“ – Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft am Beispiel muslimisch sozialisierter Milieus, Berlin 2009, ISBN 978-3-940878-03-8.
  • Bianca Richter: Rechter Alltag – Ein Bericht über die „deutschen Zustände“ in Reinhardtsdorf-Schöna und Kleingießhübel, Berlin 2008.
  • Albert Scherr, Barbara Schäuble: „Ich habe nichts gegen Juden, aber…“ – Ausgangsbedingungen und Perspektiven gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit gegen Antisemitismus, Berlin 2007.
  • Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Fundraising für demokratische Kultur – Mittelbeschaffung für zivilgesellschaftliche Initiativen, Berlin o.J.[63]

Literatur

  • Timo Reinfrank, Jan Riebe: Praxisprojekte der Amadeu Antonio Stiftung gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. In: Kemal Bozay, Dierk Borstel (Hrsg.): Ungleichwertigkeitsideologien in der Einwanderungsgesellschaft: Ursachen, Hintergründe und Ideen für die pädagogische und politische Praxis. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-14245-2, S. 351 ff.

Einzelnachweise

  1. Der Spiegel, 14. August 2000: Mut braucht Geld: Wie Bürgerinitiativen trotz Angst und knapper Mittel Rechtsradikalismus bekämpfen
  2. Amadeu Antonio Stiftung: Die Gremien der Stiftung
  3. Amadeu Antonio Stiftung: Team
  4. Amadeu Antonio Stiftung: Die Partnerinnen und Partner der Stiftung
  5. Stern: Mut gegen rechte Gewalt vom 13. Juli 2006 (Memento vom 8. April 2013 auf WebCite)
  6. Amadeu Antonio Stiftung Heidelberg: Ergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
  7. Amadeu Antonio Stiftung: Die Amadeu Antonio Stiftung stellt sich vor
  8. Aktionswochen gegen Antisemitismus: Mehr rechtsextreme Straftaten. In: Der Tagesspiegel, 5. November 2008; Aktionswoche gegen Antisemitismus mit 350 Veranstaltungen. In: Die Welt, 6. November 2014.
  9. Expertenkreis Antisemitismus: Antisemitismus in Deutschland: Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze: Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus. Bundesministerium des Innern, Berlin 2011, S. 25.
  10. Martin Krauss: Gründung: „Einen anderen Akzent setzen“. Neues Netzwerk will Antisemitismus erforschen und bekämpfen. In: Jüdische Allgemeine, 5. März 2015.
  11. Amadeu Antonio Stiftung: Praxisstelle Antisemitismus- und Rassismus-kritische Jugendarbeit: Ziele
  12. Hans-Ulrich Dillmann (Jüdische Allgemeine, 21. Juli 2016): Hildesheim: Hass an der Hochschule
  13. Martín Steinhagen (Frankfurter Rundschau, 14. November 2016): Antisemitismus-Affäre in Hildesheim: Nahost-Seminar war „nicht tragbar“
  14. Britta Kollberg, Cordula Mäbert, Herbert Weber: „- dann hab' ich mir das Hitlerbärtchen abrasiert“: Exit - Ausstieg aus der rechtsextremen Szene. Klett, 2002, ISBN 3120602027, S. 5; Der Stern, 16. Juli 2013: Mut gegen rechte Gewalt.
  15. Laudatio auf Preisträger 2007 (Stand 3/2014; PDF; 11 kB)
  16. a b Spiegel, 18. Oktober 2004: „Laut gegen Nazis“: Pop, Politik und scharfe Töne
  17. Uli Hauser (Stern, 29. November 2011): Udo Lindenberg im stern.de-Gespräch: „Neonazis? Das sind Kriminelle!“; Jena.de, 30. November 2011: Rock-Konzert gegen Rechts mit Udo Lindenberg: Ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
  18. Mut gegen rechte Gewalt: Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt seit 1990
  19. Wolfgang Frindte, Daniel Geschke, Nicole Haußecker, Franziska Schmidtke (Hrsg.): Rechtsextremismus und „Nationalsozialistischer Untergrund“: Interdisziplinäre Debatten, Befunde und Bilanzen. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-09997-8, S. 305
  20. Heike Radvan: Gender und Rechtsextremismusprävention. Amadeu Antonio Stiftung, Berlin 2013; Ursula Birsl (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender. Barbara Budrich, 2011, ISBN 3866493886, S. 22
  21. Gideon Botsch, Josef Haverkamp (Hrsg.): Jugendbewegung, Antisemitismus und rechtsradikale Politik: Vom „Freideutschen Jugendtag“ bis zur Gegenwart. Walter de Gruyter / Oldenbourg, München 2014, ISBN 3110306220, S. 69
  22. Marius Koity (Ostthüringer Zeitung, 31. August 2010): Neonazis sagen ihr „Fest der Völker“ in Pößneck ab.
  23. Ursula Birsl (Hrsg.): Rechtsextremismus und Gender. 2011, S. 316 ff.
  24. Laendlicher Raum.info: Region in Aktion - Partner
  25. BBE-Newsletter 15/2008: Die Bürgerstiftung Barnim-Uckermark. Interview mit André Koch
  26. taz, 27. Juli 2016: Zoff um die Amadeu-Antonio-Stiftung: Zwischen allen Fronten
  27. Thueringen24/dpa, 25. August 2016: Keine Ermittlung zu Dokumentationsstelle für Menschenrechte
  28. Mattias Meisner (Tagesspiegel, 10. August 2016): Thüringen: Zwist um den Kampf gegen Rechts
  29. Bundeszentrale für politische Bildung, 19. Juli 2013: Redaktion
  30. Tilman Steffen: ZDF macht Kampf gegen Hasskommentare lächerlich. In: zeit.de. 13. Juli 2016, abgerufen am 8. Januar 2017.
  31. Die Zeit /Störungsmelder, 19. Oktober 2010: Soziale Netzwerke gegen Nazis – ein Fazit
  32. Markus Ehrenberg, Kurt Sagatz (Die Zeit, 23. November 2011): Rechtsradikale: Neonazis indoktrinieren Facebook-Mitglieder
  33. Alice Lanzke: Viraler Hass: Rechtsextreme Wortergreifungsstrategien im Web 2.0. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe - Analysen - Antworten. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-01984-6, S. 623, Fn. 2; Eike Kühl (Die Zeit, 28. August 2015): Melden, anzeigen, anprangern
  34. Klaus Blume: Tatort Fankurve: Fußball, Gewalt und Rechtsextremismus. Rotbuch, 2013, ISBN 9783867895767, S. 114
  35. BMJV, 15. Dezember 2015: Gemeinsam gegen Hassbotschaften – Task Force stellt Ergebnisse vor
  36. Astrid Ehrenhauser (taz, 19. Januar 2016): Initiative gegen Hasskommentare: Zivilcourage statt Zensur auf Facebook
  37. Nicole Storch (Helferzentral.org, 27. Juni 2016): Broschüre: „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien – Handlungsempfehlungen“; Amadeu Antonio Stiftung, Juni 2016: Hetze gegen Flüchtlinge in sozialen Medien. Handlungsempfehlungen.
  38. Martín Steinhagen (Frankfurter Rundschau, 29. Juni 2016): Amadeu-Antonio-Stiftung: Verschwörungstheorien boomen
  39. Orkan Kösemen, Britta Schellenberg (Hrsg.): Strategies for Combating Right-Wing Extremism in Europe. Bertelsmann Stiftung, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-86793-260-8, S. 200
  40. Fabian Virchow, Martin Langebach, Alexander Häusler (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus, Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-531-19085-3, S. 495 f.
  41. Konstanze Ameer (Kommunale Koordinierung.de): Faktencheck: Übergriffe auf Geflüchtete: „Aktion Schutzschild“
  42. Der Stern: Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle
  43. Jüdische Allgemeine, 22. September 2015: Auszeichnung mit einem guten Namen; Evangelisch.de, 21. September 2015: Amadeu Antonio Stiftung erhält Preis gegen Minderheitenfeindlichkeit
  44. MDR, 7. November 2015: Preisverleihung in Magdeburg: Amadeu Antonio Stiftung geehrt
  45. Blick nach Rechts, August 2011: Vierter Sächsischer Förderpreis für Demokratie
  46. Rbb, 4. Dezember 2015: „Eine Bühne für Flüchtlinge“ - „Bühne für Menschenrechte“ bekommt Amadeu-Antonio-Preis
  47. Christian Meier (Die Welt, 18. Januar 2016): Facebook gründet Initiative für mehr Zivilcourage
  48. Frank Jansen (Tagesspiegel, 25. April 2016): Stasi-Vorwürfe und Gewaltandrohung: Rechtsextreme Hasswelle gegen Amadeu-Antonio-Stiftung
  49. Der Standard.at, 29. August 2016: Chefin war Stasi-Quelle: Shitstorm gegen NGO, die Facebook berät; Stefan Winterbauer (Meedia, 9. August 2016): Hass, wohin man schaut: Wie eine Anti-Hatespeech-Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung Hass-Wellen im Social Web auslöste
  50. Martin Krauss (Jüdische Allgemeine, 28. April 2016): „Die absurdesten Sachen“. Anetta Kahane über die jüngsten Angriffe auf ihre Person und die Amadeu Antonio Stiftung
  51. a b Paul Garbulski (Vice.com, 26. April 2016): Wenn virtuelle Gewalt von rechts real wird
  52. Süddeutsche Zeitung, 26. April 2016: Wenn Helfer Opfer rechter Übergriffe werden
  53. Rbb, 25. April 2016: Hass-Kommentare im Netz - Amadeu-Antonio-Stiftung sieht sich Kampagne ausgesetzt
  54. Matthias Meisner (Tagesspiegel, 3. August 2016): Angriffe gegen Amadeu-Antonio-Stiftung: Volle Kanne Hass
  55. Tilman Steffen (Die Zeit, 13. Juli 2016): ZDF macht Kampf gegen Hasskommentare lächerlich
  56. Der Standard.at, 29. August 2016: Chefin war Stasi-Quelle: Shitstorm gegen NGO, die Facebook berät; Amadeu Antonio Stiftung, 17. August 2016: Klarstellung zum FAZ-Artikel vom 16. August 2016 (PDF); Simone Raphael (Netz-gegen-Nazis, 17. August 2016): Klarstellung: Was sagt die Amadeu Antonio Stiftung?
  57. Matthias Meisner: Info-Projekt zur rechten Internet-Szene gestoppt. In: Tagesspiegel. 14. Dezember 2016, abgerufen am 9. Januar 2017.
  58. Epoch Times, 18. August 2016: CDU sauer: Amadeu Antonio Stiftung soll Vergleich mit Rechten unterlassen – keine staatliche Unterstützung mehr
  59. Leipziger Volkszeitung, 31. August 2016: Leipziger Abgeordneter Feist will Amadeu-Antonio-Stiftung Bundesmittel streichen
  60. Fox News Channel/ Associated Press, 31. August 2016: German Nationalist Lawmaker Lashes Out at Jewish Activist
  61. Matthias Meisner (Tagesspiegel, 7. Dezember 2016): Trotz „rechter Kampagne“: Weiter Staatsgeld für Amadeu-Antonio-Stiftung; Samuel Salzborn: Als Meinungsfreiheit getarnter Hass. Die rechte Kampagne gegen die Amadeu Antonio Stiftung (3. Oktober 2016)
  62. Jörg Diehl, Matthias Gebauer, Fidelius Schmid (Spiegel, 9. Mai 2017): Rechtes Netzwerk in der Bundeswehr: Die braunen Kameraden des Franco A..
  63. Amadeu Antonio Stiftung: Publikationen