Amadou Sanogo

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Amadou Sanogo (2012)

Amadou Haya Sanogo (* 1972 oder 1973[1]) ist ein malischer Militär und Führer des Putsches in Mali vom März 2012.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sanogo stammt aus der Stadt Ségou im Süden Malis. Seine militärische Ausbildung erhielt er an der Militärakademie in Kati, darüber hinaus nahm er mehrfach an militärischen Ausbildungprogrammen in den USA teil. Vom August 2004 bis Februar 2005 sowie 2007 nahm er an einem Sprachtraining in Texas teil. 2008 wurde er dann in Arizona nachrichtendienstlich geschult und 2010 absolvierte er schließlich eine fünfmonatige Ausbildung für Infanterie-Offiziere in Georgia. Vor dem Putsch war Sanogo Ausbilder an der Militärschule in Koulikoro im Rang eines Hauptmanns, wo er auch Englisch unterrichtete.[2]

Im Oktober 2011 wurde er - ebenso wie alle anderen Lehrer der Schule - entlassen, weil fünf Offiziersschüler im Rahmen einer "körperlichen Disziplinierung" zu Tode gefoltert worden waren. Eine direkte Beteiligung an diesen Vorgängen war ihm nicht vorgeworfen worden.[3]

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Vogel, Michelle Faul: Mali Coup: Amadou Sanogo, Coup Leader, Says He Is Firmly In Control. Huffington Post, 24. März 2012
  2. Serge Daniel: Mali's Amadou Sanogo comes from obscurity to head junta. AFP, 25. März 2012
  3. Dominic Johnson: Malis Armeekapitän Amadou Sanago – Putschist aus Versehen. taz, 5. April 2012
  4. David Blair: Captain Amadou Sanogo: the de facto Mali leader who compares himself to de Gaulle. The Telegraph, 24. Januar 2013
  5. Former Mali coup leader Sanogo goes on trial for soldier murders. France 24 (Reuters Story), 30. November 2016
  6. Luiz Alberto Moniz Bandeira: Der zweite Kalte Krieg: Zur Geopolitik und strategischen Dimension der USA. Springer 2016, ISBN 978-3-658-09414-0, S. 344
  7. Philip Roessler: Ethnic Politics and State Power in Africa: The Logic of the Coup-Civil War Trap. Cambridge University Press, 2016, ISBN 978-1-316-81326-3, S. 311