Amapá

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Amapá
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Symbole
Flagge
Flagge
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Brasilien
Hauptstadt Macapá
Fläche 142.814,6 km²
Einwohner 829.494 (Schätzung zum 1. Juli 2018)
Dichte 5,8 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BR-AP
Politik
Gouverneur Waldez Góes
Partei PDT
Wirtschaft
BIP 2253 Mio. R$
2716 R$ pro Kopf
(2006)
Oiapoque
Oiapoque

Koordinaten: 1° 23′ N, 51° 55′ W

Amapá, amtlich portugiesisch Estado do Amapá, ist ein Bundesstaat im Norden Brasiliens mit der Hauptstadt Macapá. Die Bevölkerung wurde zum 1. Juli 2018 auf 829.494 Einwohner auf einer Fläche von 142.828,5 km2 geschätzt.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amapá liegt an der nördlichen Atlantikküste und grenzt im Norden an Französisch-Guayana und Suriname, im Westen und Süden an den brasilianischen Bundesstaat Pará.

Nur fünf Kilometer südlich der Hauptstadt Macapá verläuft der Äquator. Die Stelle ist durch einen Stein gekennzeichnet.

Den äußersten Norden nimmt der bis an die Grenze zu Franz.-Guayana reichende, 619.000 Hektar große Parque Nacional Cabo Orange ein, der seit 1980 unter Naturschutz steht.

Die Atlantikküste ist von Mangrovenvegetation gekennzeichnet, der Rest des Bundesstaates von tropischem Regenwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grenze Brasiliens zu Französisch-Guayana war bis zu einem Schiedsspruch im Jahre 1900 umstritten. Im Jahre 1943 wurde Amapá zu einem Bundesterritorium erklärt. Am 5. Oktober 1988 wurde es mit dem Inkrafttreten der neuen brasilianischen Verfassung Bundesstaat.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur ist seit 1. Januar 2015 Waldez Góes des Partido Democrático Trabalhista (PDT), der den Vorgänger Camilo Capiberibe des Partido Socialista Brasileira (PSB) ablöste. Bei den Gouverneurswahlen in Brasilien 2018 erlangte er mit 52,35 % der gültigen Stimmen die Wiederwahl.

Städte

Die größten der 16 Städte Amapás, municípios ab Einwohnerzahl ab 20.000, sind mit Stand 2010:[2]

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologen haben in einer entlegenen Gegend des Bundesstaates bei Calçoene einen Steinkomplex entdeckt und erforscht, der mit dem englischen Stonehenge verglichen wird. Der Komplex Parque Arqueológico do Solstício[3] besteht aus 127 Steinstelen, die eine Höhe von bis zu 3 Metern haben. Die Granitstelen sind so platziert, dass sie astronomische Kardinalpunkte fixieren; dank dieser Konstruktion konnten zum Beispiel die Sonnenwenden genau bestimmt werden, was für die Definition der Erntezyklen von Bedeutung ist. Man ist sich über das Alter der Anlage noch nicht im Klaren; Keramikscherben, die am Ort gefunden wurden, werden jedoch auf ein Alter von 2000 Jahren datiert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amapás Wirtschaft basiert auf Krabbenfischerei und Manganabbau.

In Monte Dourado befindet sich die Überreste des 14.000 Quadratkilometer großen Jari-Projekts, des in den 1980er-Jahren missglückten Versuchs des amerikanischen Milliardärs Daniel K. Ludwig, den Naturwald am Rio Jari für die Zellstoff-Produktion durch schnell wachsende Eukalyptus-Plantagen zu ersetzen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amapá – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Amapá – Panorama, . Abgerufen am 12. Dezember 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. IBGE: Cidadesat: Amapá. Archiviert vom Original am 21. September 2013; abgerufen am 11. August 2013 (portugiesisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ibge.gov.br
  3. Calçoene megalithic observatory - Amazon Stonehenge. In: Wondermondo. Archiviert vom Original am 17. Juli 2010; abgerufen am 3. Juli 2014 (englisch).