Ambrì

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Ambrì
Wappen von Ambrì
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Leventinaw
Kreis: Kreis Quinto
Politische Gemeinde: Quinto TIi2w1
Postleitzahl: 6777
Koordinaten: 696434 / 151744Koordinaten: 46° 30′ 36″ N, 8° 41′ 43″ O; CH1903: 696434 / 151744
Höhe: 1011 m ü. M.
Fläche: 75,2 km²
Einwohnerdichte: 14 Einw. pro km²
Website: Quinto
Ambrì

Ambrì

Karte
Karte von Ambrì
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Ambrì ist ein Dorf im Bezirk Leventina des Kantons Tessin in der Schweiz. Es gehört zur politischen Gemeinde Quinto.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich vermutlich aus ombra «Schatten» ab, was angesichts der Dorflage am Fuss des rechten Hanges der Leventina durchaus angebracht ist. Im Winter bleibt Ambrì mehrere Monate ohne Sonne.

Im Ort befinden sich der Flugplatz Ambrì-Piotta und die Primarschule der Gemeinde Quinto sowie die Sekundarschule (Scuola Media) für die Gemeinden der oberen Leventina, Airolo, Bedretto, Quinto, Prato (Leventina) und Dalpe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei Weiler 1227 wurden zum ersten Mal genannt. Unter der Herrschaft der Domherren von Mailand bildete Ambrì zusammen mit Bedretto, Airolo, Quinto und Prato (Leventina) einen Steuerbezirk, die rodaria de intus montem. Zusammen mit Prato, Quinto und Airolo zahlte es den Zehnten an die Propsteikirche von Biasca. Am 28. Oktober 1682 wurde eine Schulkaplanei gegründet. Heute besitzt Ambrì eine gemischte Sekundarschule.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1227 wies die Bevölkerung 15 Haushaltungen auf; 1900 zählte Ambrì-Sopra 46 Haushaltung en und 256 Einwohner, Ambrì-Sotto 22 Haushaltungen und 93 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wohnhaus Juri, Architekt: Raffaele Cavadini[2]
  • Im Ortsteil Ambrì Sotto: Oratorium San Nicola di Bari, erwähnt im 17. Jahrhundert[2]
  • Holzwohnhaus mit eklektizistischer Ausschmückung[2]
  • Im Ortsteil Ambrì Sopra: Kapelle Santi Maccabei[2]
  • Villa mit Liberty Ausschmückung.[2]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ambrì ist vor allem dank seinem Eishockey-Club HC Ambrì-Piotta bekannt, der in der National League A spielt und auf nationaler Ebene bekannt ist. Die Heimspiele des Clubs werden in der Pista la Valascia ausgetragen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alina Borioli (* 23. November 1887 in Ambrì sopra; † 14. Juli 1965 ebenda), Lehrerin, Dichterin (Preis Cantonetto mit Ava Giuana), lokal Historikerin[3]
  • Enrico Celio (* 19. Juni 1889 in Ambrì, Gemeinde Quinto TI; † 23. Februar 1980 in Lugano), Sohn des Emilio, ein Schweizer Politiker (CVP); 1915 schloss er sein Literatur- und Philosophiestud. an der Universität Freiburg (Schweiz) ab; 1913–1932 sass er für die Konservativen im Tessiner Grossrat, 1924, 1927–1928 und 1932 im Nationalrat; im August 1932 gelangte er als Nachfolger des verstorbenen Giuseppe Cattori in den Tessiner Staatsrat (1934, 1937 Präsident); als Bundesrat war er Verkehrsminister und bekleidete zweimal das Amt des Bundespräsidenten[4].
  • El Lissitzky (* 10. Novemberjul./ 22. November 1890greg. in Potschinok, Russland; † 30. Dezember 1941 in Moskau), Maler, Architekt, Grafikdesigner, Typograph, Photograph[5].
  • René Juri (* 22. Juni 1922 in Ambrì; † 24. November 2003 in Le Mont-sur-Lausanne), Politiker, Agraringenieur, Freidenker[6][7]
  • Dale McCourt (* 26. Januar 1957 in Falconbridge, Ontario), ein Kanadischer Eishockeyspieler (Center) und -trainer[8]
  • Carla Juri (* 1985 in Locarno) (Burgerort Ambrì), eine Schweizerische Schauspielerin[9]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0.
  • Fritz Mumenthaler: Gotthard – Ambri – Lodrino: Interessantes und Erstaunliches zwischen Gotthard und Lodrino: Dokumentation., Schweizerische Gesellschaft für Militärhistorische Studienreisen GMS, Wettingen 2008[10].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ambrì auf elexikon.ch
  • Geschichte Flugtage Ambri[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ambrì auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 3. Mai 2017).
  2. a b c d e Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Bellinzona 2007, S. 139–140.
  3. Alina Borioli (italienisch) auf archividonneticino.ch (abgerufen am 12. Oktober 2016).
  4. Fabrizio Panzera: Celio, Enrico. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. El Lissitzky (italienisch) auf ti.ch/can/oltreconfiniti (abgerufen am: 29. August 2016.)
  6. Marco Marcacci: René Juri.. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  7. René Juri in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Mai 2016.)
  8. Dale McCourt (italienisch) auf ti.ch/can/oltreconfiniti (abgerufen am 29. September 2016).
  9. Carla Juri (italienisch) auf ti.ch/can/oltreconfiniti (abgerufen am 1. Oktober 2016).
  10. Fritz Mumenthaler: Gotthard – Ambri – Lodrino: Interessantes und Erstaunliches zwischen Gotthard und Lodrino: Dokumentation. in portal.dnb.de (abgerufen am: 11. Mai 2016.)
  11. Geschichte Flugtage Ambri