Ambulante Pflege

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Ambulante Pflege einer Seniorin durch einen Zivildienstleistenden

Unter ambulanter Pflege versteht man die pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. In der Schweiz wird die Bezeichnung Spitex verwendet (spitalexterne Pflege).

Ziel der ambulanten Pflege ist es, dass Menschen dem Bedarf und den Möglichkeiten entsprechend in der häuslichen Umgebung pflegerisch versorgt werden. Durch häusliche Intensiv- und Palliativpflege gibt es Möglichkeiten, entsprechend betroffene (beatmete, schwerstkranke, sterbende) Menschen im häuslichen Umfeld zu versorgen.

Leistungsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Gemäß § 37 SGB V haben pflegebedürftige Versicherte Anspruch auf ambulante Krankenpflege durch geeignete Pflegekräfte. Entgegen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen wird im Gesetzestext zwischen „Grund“- und „Behandlungs“pflege unterschieden, ohne diese Begriffe zu definieren.[1] Zur Deckung der Grundpflege oder hauswirtschaftlichen Versorgung kann es sich dabei um Geldleistungen oder ambulante Pflegesachleistungen handeln. Die Behandlungspflege wird als Unterstützungsleistung für die ambulante ärztliche Versorgung nur aufgrund einer ärztlichen Verordnung gewährt.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Ambulante Pflege wird entweder durch nichtprofessionelle Pflegepersonen durchgeführt – dies können Angehörige oder auch nicht zur Familie gehörige sonstige Personen sein – kann aber auch vollständig oder teilweise von ambulanten Pflegediensten oder Sozialstationen und durch deren professionelles Pflegepersonal erfolgen. Im Jahr 2009 wurden 69 % aller Pflegebedürftigen (1,62 Millionen) in ihrem häuslichen Umfeld versorgt. Bei 1 066 000 Pflegebedürftigen ist davon auszugehen, dass sie alleine durch Angehörige gepflegt, da sie ausschließlich Pflegegeld erhielten. Die Pflege der verbleibenden 555 000 Pflegebedürftigen wurde zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste erbracht.[2] Unter den zugelassenen ambulanten Pflegediensten befand sich 2009 die Mehrzahl mit 62 % in privater Trägerschaft und 37 % in freigemeinnütziger Trägerschaft. Werden die Anteile der Trägerarten jedoch auf die Größe der Einrichtungen bezogen, so dürfte der der Anteil der Privaten etwas geringer ausfallen, der von frei-gemeinnützigen und öffentlichen Einrichtungen etwas höher, da die privaten Betreiber bei den nach Personalbestand und Patientenzahl kleineren Einrichtungen überrepräsentiert sind.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Seidel: Behandlungspflege in der Behindertenhilfe - Leitlinien für stationäre Einrichtungen des Arbeitskreises Gesundheitspolitik der Fachverbände der Behindertenhilfe, 2009, S. 7. Abgerufen am 31. Januar 2015 (PDF; 615 kB).
  2. a b Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]