American IV: The Man Comes Around

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American IV: The Man Comes Around
Studioalbum von Johnny Cash

Veröffentlichung(en)

5. November 2002

Label(s)

American Recordings
Lost Highway
Universal Music Group

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Alternative Country, Americana

Anzahl der Titel

15

Laufzeit

51:55

Besetzung

Produktion

Rick Rubin, John Carter Cash

Studio(s)

Chronologie
American III: Solitary Man
(2000)
American IV: The Man Comes Around Unearthed
(2003)

American IV: The Man Comes Around ist das vierte Studioalbum in der Serie American Recordings des US-amerikanischen Country-Sängers und Gitarristen Johnny Cash. Es wurde im November 2002 veröffentlicht und erreichte Platz 2 der Country-Charts und Platz 22 der Billboard 200.

Songs und Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Stücke auf diesem Album sind Coverversionen, die im für Cash typischen Stil aufgenommen sind. Bei Personal Jesus beispielsweise bat Produzent Rick Rubin den Red-Hot-Chili-Peppers-Gitarristen John Frusciante um eine akustische Aufarbeitung des Songs von Martin Gore im Blues-Stil. Cash, der zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 70 Jahre alt war, wurde von zahlreichen Künstlern wie Fiona Apple, Nick Cave und Don Henley als Background-Sänger unterstützt.

The Man Comes Around ist das letzte Album, das zu Cashs Lebzeiten veröffentlicht wurde. Sein Gesang auf diesem Album ist fragil, zurückhaltend und würdevoll. Man hört ihm an, dass er schwer krank ist, die Gebrochenheit seiner Stimme passt jedoch zum Grundton des Albums, das vorwiegend von Liebe, Tod und dem Leben danach handelt. Mit dem Titelsong The Man Comes Around machte Cash deutlich, dass er nach wie vor auf der Höhe seiner Schaffenskraft als Songwriter war. Beim letzten Song des Albums, We’ll Meet Again, unterstützte ihn gesanglich und instrumental die gesamte „Cash-Gang“ inklusive des Personals, sowie sein langjähriger Produzent Jack Clement auf der Akustikgitarre.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Man Comes Around (Cash) – 4:26
  2. Hurt (Reznor) – 3:38
    Original aufgenommen von Nine Inch Nails auf The Downward Spiral (1994)
  3. Give My Love to Rose (Cash) – 3:28
    Original aufgenommen von Cash für Sun, erschienen auf Sings Hank Williams (1960)
  4. Bridge Over Troubled Water (Simon) – 3:55
    Original aufgenommen von Simon & Garfunkel auf Bridge over Troubled Water (1970)
  5. I Hung My Head (Sting) – 3:53
    Original aufgenommen von Sting auf Mercury Falling (1996)
  6. The First Time Ever I Saw Your Face (MacColl) – 3:52
    ein Nummer-1-Hit für Roberta Flack (1972)
  7. Personal Jesus (Gore) – 3:20
    Original aufgenommen von Depeche Mode auf Violator (1990)
  8. In My Life (Lennon/McCartney) – 2:57
    Original aufgenommen von den The Beatles auf Rubber Soul (1965)
  9. Sam Hall (Tex Ritter) – 2:40
    Original aufgenommen von Cash auf Sings the Ballads of the True West (1965)
  10. Danny Boy (Frederick Weatherly) – 3:19
    Veröffentlicht von Cash auf Orange Blossom Special (1965)
  11. Desperado (Frey/Henley) – 3:13
    Original aufgenommen von Eagles auf Desperado (1973)
  12. I’m So Lonesome I Could Cry (Williams) – 3:03
    Original aufgenommen von Hank Williams; vorher veröffentlicht von Cash auf Now, There Was a Song! (1960)
  13. Tear Stained Letter (Cash) – 3:41
    Original aufgenommen von Cash auf A Thing Called Love (1972)
  14. Streets of Laredo – 3:33 (Traditional)
    Original aufgenommen von Cash auf Sings the Ballads of the True West (1965)
  15. We'll Meet Again (Charles/Parker) – 2:58
    ein Hit von Vera Lynn (1939)

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Allmusic [1]
Rolling Stone [2]
The Guardian [3]
Pitchfork Media [4]
Laut.de [5]
Musikexpress [6]

Das Album wurde unterschiedlich aufgenommen, erhielt jedoch überwiegend positive Kritiken.

Der New Musical Express wählte das Album auf Platz 28 der 100 besten Alben der 2000er Jahre.[7] Auch wurde es in die 1001 Albums You Must Hear Before You Die aufgenommen, wird in neueren Ausgaben jedoch nicht mehr aufgeführt. Das Magazin Rolling Stone wählte Cashs Version von Hurt auf Platz 15 der 100 besten Songs des Jahrzehnts.[8]

Der Metascore des Albums beträgt 70 von 100 möglichen Punkten.[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

American IV: The Man Comes Around brachte Cash erneut eine Platin-Schallplatte für mehr als 1.000.000 verkaufte Exemplare ein. Das Video des Nine-Inch-Nails-Coversongs Hurt wurde mit dem MTV Video-Music-Award und einem Grammy ausgezeichnet. Für Give My Love to Rose, einen Song, den Cash bereits 1960 aufgenommen hatte, erhielt er einen Grammy in der Kategorie Best Country Male Vocal Performance.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Review von Zac Johnson auf allmusic.com (abgerufen am 22. März 2018)
  2. Review von Mark Kemp auf rollingstone.com (archiviert) (abgerufen am 22. März 2018)
  3. Review von Betty Clarke auf theguardian.com (abgerufen am 22. März 2018)
  4. Review von Eric Carr auf pitchfork.com (abgerufen am 22. März 2018)
  5. Review von Michael Schuh auf laut.de (abgerufen am 22. März 2018)
  6. Review von Albert Koch auf musikexpress.de (abgerufen am 22. März 2018)
  7. The Top 100 Greatest Albums Of The Decade auf nme.com (abgerufen am 22. März 2018)
  8. 100 Best Songs of the 2000s auf rollingstone.com (abgerufen am 22. März 2018)
  9. Metascore: American IV: The Man Comes Around auf metacritic.com (abgerufen am 22. März 2018)