American Werewolf in Paris

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Film
Deutscher TitelAmerican Werewolf in Paris
OriginaltitelAn American Werewolf in Paris
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1997
Länge98 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieAnthony Waller
DrehbuchTim Burns,
Tom Stern,
Anthony Waller
ProduktionRichard Claus
MusikWilbert Hirsch
KameraEgon Werdin
SchnittPeter R. Adam
Besetzung

American Werewolf in Paris (Originaltitel: An American Werewolf in Paris) ist eine Horrorkomödie von Anthony Waller aus dem Jahr 1997. Der Titel ist an den Film American Werewolf aus dem Jahr 1981 angelehnt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Paris, im Untergrund der Stadt, scheint etwas Unheimliches zu hausen: Ein Mensch verschwindet, von einer Kreatur verschleppt, in der Kanalisation.

Der Amerikaner Andy McDermott und seine Freunde Brad und Chris besichtigen die Stadt. Bei der nächtlichen Vorbereitung eines Bungee-Sprungs vom Eiffelturm erscheint dort eine hübsche junge Frau. Als sie in Selbstmordabsicht hinabspringt, springt Andy mit dem Seil am Fuß hinterher. Seine Freunde halten das noch lose Ende fest, Andy kann die Frau fangen, stößt sich aber beim Sprung den Kopf und erwacht im Krankenhaus. Überraschend läuft dort die Frau über den Flur. Seine Freunde finden einen Abschiedsbrief, der ihre Identität enthüllt: Serafine Pigot. An ihrer Adresse ist sie gegenüber den dreien kurz angebunden, willigt aber in ein späteres Treffen mit Andy ein.

Das Treffen in einem Café läuft nicht gut, Serafine verschwindet wieder. Die drei Freunde wollen sie daher abends nochmals zuhause aufsuchen, treffen dort aber nur einen Claude, der die drei auf eine Party in unterirdischen Kellern in der Nähe schickt. Dort ist Serafine nicht, Chris kehrt allein zur Villa zurück und findet sie eingeschlossen in einer Zelle im Keller. Chris erzählt ihr von der Party, befreit sie und wird von ihr in der Zelle eingesperrt. Serafine lotst Andy durch unterirdische Gänge weg von den anderen, Brad folgt, die Party entpuppt sich als Festbankett für die Veranstalter, die sich in Werwölfe verwandeln. Brad wird von einem Werwolf getötet. Serafine jagt Andy von sich weg. Auf seiner Flucht durch die Kanalisation wird er von einem Werwolf verfolgt und in den Fuß gebissen, kann ihm aber entkommen.

Am nächsten Morgen erwacht er in der Villa der Pigots, seine Verwandlung in einen Werwolf hat schon eingesetzt. Nachdem er Visionen hat und Serafines untote Mutter kennenlernt, flieht Andy vor dieser neuen Realität. Auch Brad erscheint ihm und warnt, dass es zu unschuldigen Opfern kommen werde. Andy beobachtet an der Partylocation die Bergung von Leichenteilen und des toten Brad. Er lernt eine amerikanische Touristin kennen, die er nachts als Werwolf zerfleischt. Resigniert kehrt er zu den Pigots zurück.

Andy erfährt, dass auch Serafine ein Werwolf ist. Ihr Vater wollte ein Gegenmittel finden, das entwickelte Serum löste die Verwandlung aber unmittelbar aus und führte dazu, dass Serafine als Werwolf die Mutter tötete und den Vater schwer verletzte. Das Serum lagerte im Haus der Pigots und wurde von der Werwolfbande gestohlen, um sich unabhängig vom Vollmond verwandeln zu können. Das nächste „Bankett“ speziell für Amerikaner soll als „Unabhängigkeitsparty“ schon bald stattfinden.

Serafine und Andy wollen die Bande auf dem Fest in einer Kirche stellen. Nachdem die Bande das Kirchenportal blockiert hat, spritzt sie sich das Serum. Andy warnt die Besucher vergeblich. Polizeileute unter den Gästen werden selbst zu Gejagten. Serafine kann den Bagger vor dem Eingang wegfahren, worauf dem Großteil der Partybesucher ein Entkommen möglich ist. Mit Pistolen toter Polizisten schießen Andy und Serafine auf die Werwölfe. Deren Anführer Claude ist über einen Gang in den Untergrund geflohen. Serafine spritzt sich das Serum und besiegt Claude im Kampf der Werwölfe. Andy schießt nichtsahnend den siegreichen Werwolf an, der davonhumpelt. Andy geht ihm nach und findet die zurückverwandelte, verletzte Serafine. Diese sagt ihm, wenn er sie tötet und ihr Herz, nämlich das Herz des Werwolfes, der seine Verwandlung ausgelöst hat, isst, wird er geheilt. Da Polizei dazukommt, muss Andy fliehen und fällt durch eine Öffnung nach unten, verfolgt von einem Werwolf. Es ist Claude, der sich, zurückverwandelt zum Menschen, in einer abgestoppten U-Bahn erneut spritzen will. Doch Andy erkennt an einer Narbe, dass Claude und nicht Serafine ihn in jener Nacht gebissen hat. Er entreißt ihm das Serum und spritzt es sich selbst, tötet als Werwolf Claude und verzehrt dessen Herz. Für Serafine entpuppt sich das im Krankenwagen verabreichte Adrenalin als Gegenmittel.

Monate später in New York will Andy Serafine einen Ehering anstecken. Doch der Ring fällt von der Freiheitsstatue nach unten; beide, die einen gemeinsamen Bungee-Sprung vorbereitet hatten, springen hinterher und Andy fängt ihn. Doch Chris kann diesmal Andys wiederum noch nicht befestigtes Seil nicht festhalten; als er hinunterblickt, sieht er Andy Serafine umarmen, deren Seil bereits angebunden ist.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Zu Beginn eine harmlose Teenagerkomödie, schlägt der Film rasch in eine abstruse Horrorfarce mit tumben Figuren um.“

„[...] das Drehbuch kommt trotz Mitarbeit von Landis allzu schlapp daher und auch bei der Umsetzung happert es immer wieder, den Witz des Originals erreicht dieses Sequel nie. Lediglich Julie Delpy überzeugt ansatzweise, kann den Film jedoch nicht retten.“

„Lockere Fortsetzung von John Landis’ Kultschocker.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.[4]
  • Der im Film verwendete Song "Mouth" von der britischen Band Bush wurde 1998 für den MTV Movie Award nominiert.[5]
  • Anthony Waller gewann 1998 drei Preise des Gérardmer Film Festivals.[5]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mit einem geschätzten Budget von 22 Millionen US-Dollar gedrehte Film spielte in den amerikanischen Kinos etwa 26,5 Millionen US-Dollar ein.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. American Werewolf in Paris. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  2. American Werewolf in Paris auf prisma.de
  3. American Werewolf in Paris auf tvspielfilm.de
  4. Urteil der Deutschen Film- und Medienbewertung
  5. a b Auszeichnungen in der IMDb
  6. Einspielergebnisse in der IMDb