Amica (Unternehmen)

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Amica S.A.
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Rechtsform Spółka akcyjna
ISIN PLAMICA00010
Gründung 1945
Sitz Wronki PolenPolen Polen
Leitung Jacek Rutkowski
Mitarbeiter 2.100 (2012)
Umsatz 380 Mio. Euro (2012)
Branche Haushaltsgeräte
Website www.amica.pl
www.amica-group.de

Amica S. A. ist ein polnischer Hersteller von Haushaltsgeräten mit Sitz in Wronki bei Posen. Seit 1997 ist das Unternehmen an der Warschauer Börse notiert. Das Unternehmen erwirtschaftete 2012 mit 2.100 Mitarbeitern einen konsolidierten weltweiten Umsatz von etwa 380 Millionen Euro.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1945 unter dem Namen Wromet gegründete Unternehmen produzierte in den Anfangsjahren Agrarmaschinen. Ab 1957 wurde das Produktportfolio um Gas-/Kohleherde, später auch um Elektroherde und -backöfen, erweitert. Im Jahr 1992 wurde das Unternehmen zu Amica Wronki umfirmiert. Nach der Privatisierung im Jahr 1994 notierte die Amica Wronki ab 1997 an der Warschauer Börse.

1992 wurde die Fertigung von Ceran-Kochfeldern aufgenommen. 1994 wurde das Sortiment um Kühlgeräte und 2000 um Waschmaschinen ergänzt.

2001 übernahm Amica den dänischen Konkurrenten Gram Domestic, im Folgejahr die deutsche Premiere Hausgerätetechnik GmbH.[1]

Mit den vier Marken[2] Amica, Gram, Hansa[3] und Premiere konzentriert sich der Absatz des Unternehmens auf Europa. Amica ist dabei die Hauptmarke für die Märkte Deutschland und Polen, wohingegen Gram auf den skandinavischen und Hansa auf den osteuropäischen Märkten vertreten ist. Die Marke Premiere richtet sich vornehmlich an preisbewusste Käufer und ist überwiegend auf dem deutschsprachigen Markt präsent.

In Polen hatte Amica 2011 einen Marktanteil von 15 Prozent und war damit Marktführer. Zum Gesamtumsatz der Amica-Gruppe trug 2011 die Marke Amica mehr als 60 Prozent bei, mit 24 Prozent folgte die Marke Hansa und mit fünf Prozent Gram.

In zwei eigenen Werken im polnischen Wronki nahe Posen produziert Amica zurzeit Küchenherde, Backöfen und Kochfelder. Die Produktsparte Kühlgeräte und Waschmaschinen wurde im Dezember 2009 für 205 Mio. Złoty (76 Mio. US-$) an den koreanischen Samsung-Konzern verkauft. Samsung übernahm dabei für Amica die Herstellung in diesen Produktbereichen.[4]

Amica in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren wurde der Produktexport in die DDR[5] und ab 1990 der Vertrieb auf dem deutschen Markt durch die Magotra Vertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Ascheberg aufgenommen. 2005 fand die Neufirmierung zur Amica International GmbH statt. 2012 wurden etwa 77 Millionen Euro Umsatz in Deutschland erwirtschaftet.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amica ist der Hauptsponsor des gleichnamigen Fußballvereins und einer der Sponsoren von Lech Posen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Premiere-Kundendiest. kundendienst-info.de, abgerufen am 12. Januar 2014.
  2. Amica International. Auflistung der Amica-Handelsmarken. Abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  3. Hansa – History. Abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  4. Samsung Acquires Amica’s Refrigerator and Washing Machine Manufacturing Facilities in Poland. Pressemitteilung von Samsung. 23. Dezember 2009, abgerufen am 18. Januar 2016 (englisch).
  5. Historia marki Amica. Amica-Unternehmensgeschichte. Abgerufen am 12. Januar 2014 (polnisch).
  6. Amica International sponsorem Lech Cup. Amica International ist Lech-Posen-Sponsor. 13. Dezember 2007, abgerufen am 12. Januar 2014.