Amira Mohamed Ali

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Amira Mohamed Ali (2019)

Amira Mohamed Ali (* 16. Januar 1980 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke) und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit dem 12. November 2019 ist sie zusammen mit Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amira Mohamed Ali wuchs in Hamburg-Fuhlsbüttel auf. Ihr Vater stammt aus Ägypten und ihre Mutter ist Deutsche.[1][2] Nach ihrem Abitur 1998 an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg-Winterhude absolvierte sie ein Jurastudium an den Universitäten Heidelberg und Hamburg, an der sie das Studium begann und abschloss.[3] Ihr Rechtsreferendariat leistete sie zwischen 2005 und 2007 am Oberlandesgericht Oldenburg ab.

Sie ist seit 2008 zugelassene Rechtsanwältin und war bis 2017 als Syndikusanwältin und Vertragsmanagerin bei einem Automobilzulieferer tätig.[3] Sie ist Mitglied der IG Metall und des Deutschen Tierschutzbundes.[3]

Mohamed Ali ist verheiratet und lebt seit 2005 in Oldenburg.[1][4][5]

Politisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mohamed Ali ist seit 2015 Vorstandsmitglied im Kreisverband Oldenburg/Ammerland der Partei DIE LINKE in Niedersachsen.[6] Erstmals für ein politisches Amt kandidierte Mohamed Ali zur Kommunalwahl 2016 auf Listenplatz 2 in Wahlbereich VI der Stadt Oldenburg.[7] Die Linke erreichte bei dieser Wahl ihr bestes Ergebnis bei einer Kommunalwahl seit ihrer Gründung.[8]

Zur Bundestagswahl 2017 trat Mohamed Ali als Direktkandidatin für den Wahlkreis 27 (Oldenburg-Ammerland) an. Sie wurde auf Platz 5 der niedersächsischen Landesliste ihrer Partei gewählt und darüber in den Bundestag gewählt.[9][10][11] Im 19. Bundestag ist sie Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.[3][12] Sie war Sprecherin für Verbraucherschutz und für Tierschutz der Linksfraktion im Bundestag.[13]

Am 12. November 2019 wurde sie als Nachfolgerin Sahra Wagenknechts – neben Dietmar Bartsch – zur Co-Vorsitzenden der Fraktion gewählt. Sie gewann in einer Kampfabstimmung gegen Caren Lay mit 36 zu 29 Stimmen.[14]

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mohamed Ali wird ebenso wie ihre Vorgängerin Wagenknecht dem linken Flügel ihrer Partei zugerechnet. Im Gegensatz zu Wagenknecht zeigt sie sich allerdings klar offen für eine mögliche Rot-rot-grüne Koalition.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Amira Mohamed Ali – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Amira Mohamed Ali (MdB, Die Linke). Folge 404. In: Jung & Naiv. 10. März 2019, abgerufen am 11. März 2019.
  2. Amira Mohamed Ali: Erfrischend unverkrampft in ihrer neuen Chefrolle, sueddeutsche.de, 13. November 2019
  3. a b c d Fraktion DIE LINKE im Bundestag: Profil. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  4. Bundestagskandidatin Amira Mohamed Ali zu Gast im Sozialcafé. 9. April 2017, abgerufen am 30. September 2017.
  5. Linke stellt Amira Mohamed Ali auf. Nordwest-Zeitung, 16. November 2016, abgerufen am 30. September 2017.
  6. Holger Onken: Kreisvorstand – Die Linke Oldenburg. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  7. Die Linke stellt Kandidaten vor. 22. April 2016, abgerufen am 25. Juli 2019.
  8. Nordwest-Zeitung: Kommunalwahl 2016: So hat Oldenburg gewählt. 12. September 2016, abgerufen am 25. Juli 2019.
  9. Nordwest-Zeitung: Kandidaten Für Die Bundestagswahl Oldenburg: Wieder kein Oldenburger im Berliner Reichstag? 20. September 2017, abgerufen am 25. Juli 2019.
  10. Nordwest-Zeitung: Interaktive Karte Zur Wahl 2017: Wer für den Nordwesten in den Bundestag will. 28. Juli 2017, abgerufen am 25. Juli 2019.
  11. Gewählte auf Landeslisten der Parteien in Niedersachsen – Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  12. Deutscher Bundestag – Amira Mohamed Ali. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  13. Fraktion DIE LINKE im Bundestag: SprecherInnen. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  14. Nachfolge von Sahra Wagenknecht Amira Mohamed Ali ist neue Co-Chefin der Linksfraktion
  15. Neue Chefin der Linksfraktion ist offen für Bündnis mit Grünen und SPD. In: Zeit Online. 30. November 2019. Auf Zeit.de, abgerufen am 8. Dezember 2019.