Amlikon

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Amlikon
Wappen von Amlikon
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Weinfelden
Politische Gemeinde: Amlikon-Bisseggi2w1
Postleitzahl: 8514
Koordinaten: 721957 / 270236Koordinaten: 47° 34′ 17″ N, 9° 3′ 34″ O; CH1903: 721957 / 270236
Höhe: 422 m ü. M.
Amlikon

Amlikon

Karte
Amlikon (Schweiz)
Amlikon
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1995

Amlikon ist eine Ortschaft der Gemeinde Amlikon-Bissegg des Bezirks Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die Siedlung erstreckt sich über beide Thurufer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist erstmals 1282 als Amlikon erwähnt.[1]

Im Hochmittelalter gehörte Amlikon zum Hoheitsgebiet der Freiherren von Bussnang. Von Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1798 unterstand es der Gerichtshoheit von Griesenberg. Amlikon gehört seit jeher zur Kirchgemeinde Bussnang. Eine Fährverbindung über die Thur ist im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Diese wurde 1727 durch eine Brücke ersetzt. 1821 wurde eine gedeckte Brücke gebaut und 1832 ersetzte man die steil zum Dorf führende Strasse durch eine S-kurvige Dorfstrasse. Die Brücke von 1821 wurde am 15. Juni 1910 durch eine Flut zerstört, woraufhin man 1911 bis 1912 eine Eisenkonstruktionsbrücke errichtete, welche wiederum 1995 durch eine Betonbrücke ersetzt wurde. [1]

Bis ins 19. Jahrhundert waren Getreideanbau in Dreifelderbewirtschaftung und Hanfanbau der landwirtschaftliche Haupterwerbszweig. Im 19. Jahrhundert ging man mehrheitlich zu Vieh- und Milchwirtschaft über. Die erste Käserei wurde 1908 gebaut. Im 19. Jahrhundert verfügte Amlikon auch über eine Ölpresse. Heute wird auch Weinbau betrieben. Anfang des 20. Jahrhunderts waren mehrere Stickereiwerkstätten im Dorf ansässig. Es liessen sich jedoch keine grösseren Stickereien dauerhaft in Amlikon nieder.[1] Zwischen 1850 und 1900 stieg die Einwohnerzahl von 278 auf 303 an, wonach sie bis 1970 wieder auf 258 sank. Bis 1990 war die Bevölkerung wieder auf 352 angewachsen.[1] Am 1. Januar 1995 wurde die Orts- und Munizipalgemeinde Amlikon mit den Gemeinden Bissegg, Griesenberg und Strohwilen zur politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg fusioniert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amlikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d André Salathé: Amlikon. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
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