Ammoniumiodid

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Strukturformel
Ammoniumion Iodidion
Allgemeines
Name Ammoniumiodid
Andere Namen

Iodammonium

Summenformel NH4I
CAS-Nummer 12027-06-4
PubChem 16211035
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 144,94 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,51 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

405 °C (sublimiert)

Löslichkeit

sehr leicht in Wasser (1770 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 280​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Ammoniumiodid ist das Ammoniumsalz des Iodwasserstoffs.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ammoniumiodid bildet weiße, in Wasser und Ethanol leicht lösliche, kubische Kristalle. Es ist leicht zersetzbar und verfärbt infolge Oxidation des Iodid-Ions zu Iod I2 an der Luft gelb bis braun.[3] Die Verbindung kommt in drei Kristallstrukturen vor, wobei die Niedertemperaturform eine tetragonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P4/nmm (Raumgruppen-Nr. 129)Vorlage:Raumgruppe/129 besitzt.[4]

Synthese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herstellung von Ammoniumiodid kann durch die Reaktion von Iod oder Iodwasserstoff mit Ammoniak oder Ammoniumcarbonat erfolgen:

Bei der Reaktion zwischen Iod I2 mit Ammoniakwasser ist jedoch Vorsicht geboten, da sehr leicht Iodstickstoff gebildet wird.

Im Labor erhält man Ammoniumiodidlösung ähnlich aus 10 % Ammoniakwasser, Iod und Wasserstoffperoxid:[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwendung findet Ammoniumiodid in der phototechnischen Industrie und in der Medizin.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Ammoniumiodid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 18. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  3. Ammoniumjodid – Artikel in Meyers Konversationslexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892
  4. High Pressure Phase Transformations: A Handbook. CRC Press, 1992, ISBN 978-2-88124-759-0, S. 445 (books.google.de).
  5. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 289-90.