Amselfall

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Der Amselfall ist ein Wasserfall in der Sächsischen Schweiz, etwa einen Kilometer nördlich der Bastei gelegen.

An der mit rund 10 m Höhe größten Gefällestufe des hier klammartig verengten Amselgrundes bildet der Grünbach einen breiten Wasserschleier, der sich über das Amselloch, eine Einsturzhöhle, ergießt. Die Decke dieser 15 m langen Höhle wird von Sandsteinblöcken gebildet, die von den Wänden herabgestürzt sind. In der Schlucht und in der Höhle deuten Strudeltöpfe und Auskolkungen auf die Schmelzwässer, die in älteren Eiszeiten der Elbe zustürzten.

Der ursprünglich fast ganz durch die Höhle (Ersterwähnung: 1548) fließende Bach ist im 19. Jahrhundert über die Höhlendecke zur Absturzstelle geleitet worden. Der Wasserfall wurde zudem, ähnlich wie der Lichtenhainer Wasserfall, durch eine bedienbare kleine Wehrschütze für einen schwallartigen Abfluss hergerichtet, um die touristische Attraktivität zu erhöhen. In der unmittelbar am Wasserfall gelegenen Amselfallbaude mit Gasthaus wurde 1992 die Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz angesiedelt.

2019 mussten sowohl die Baude als auch die Informationsstelle wegen der Gefahr von Felsstürzen schließen, nachdem bereits im Sommer 2017 Felsbrocken auf das Gelände gefallen waren.[1]

Als einer der ersten Maler, die auf dem sogenannten „Malerweg“ die Schönheiten der Sächsischen Schweiz festhielten, malte Christian Gottlob Hammer den Amselfall.

Die Terrasse der Amselfallbaude sowie der Amselfall dienten im Herbst 1984 als Drehort zu einzelnen Szenen der Polizeiruf 110-Folge „Ein Schritt zu weit“ (Arbeitstitel: „Angst“) des DDR-Fernsehens. Beteiligte Schauspieler waren u. a. Herbert Köfer und Jürgen Frohriep. Weitere Szenen zu diesem Film entstanden u. a. in Niederrathen (auch auf der dortigen Felsenbühne), Hinterhermsdorf und Stolpen. Erstausstrahlung: 1. September 1985.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amselfallbaude darf nicht mehr öffnen Dresdner Neueste Nachrichten, 23. Februar 2019

Koordinaten: 50° 58′ 19″ N, 14° 4′ 25″ O