Amt Brüssow (Uckermark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Brüssow (Uckermark)
Amt Brüssow (Uckermark)
Deutschlandkarte, Position des Amtes Brüssow (Uckermark) hervorgehoben
Koordinaten: 53° 23′ N, 14° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Fläche: 218,88 km2
Einwohner: 4496 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Amtsschlüssel: 12 0 73 5303
Amtsgliederung: 5 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Prenzlauer Straße 8
17326 Brüssow
Webpräsenz: www.amt-bruessow.de
Amtsdirektorin: Annett Hartwig
Lage des Amtes Brüssow (Uckermark) im Landkreis Uckermark
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Im Amt Brüssow (Uckermark) wurden die Stadt Brüssow (Amtssitz) und vier weitere Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen. Das Amt liegt im Nordosten des Landkreises Uckermark und im äußersten Nordosten Brandenburgs. Es grenzt an den Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.

Gemeinden und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brüssow (Stadt) mit den Ortsteilen Bagemühl, Battin, Butterholz, Frauenhagen, Grimme, Grünberg, Hammelstall, Klausthal, Menkin, Moor, Petersruh, Stramehl, Trampe, Woddow und Wollschow
  • Carmzow-Wallmow mit den Ortsteilen Carmzow, Cremzow, Hedwigshof, Wallmow und Wendtshof
  • Göritz mit den Ortsteilen Malchow und Tornow (ab 1. November 2001 vom Amt Prenzlau-Land)[2]
  • Schenkenberg mit den Ortsteilen Dauerthal, Kleptow, Ludwigsburg und Wittenhof (ab 1. November 2001 vom Amt Prenzlau-Land)[2]
  • Schönfeld mit den Ortsteilen Karlshof, Klockow und Neuenfeld

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. August 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Brüssow mit Sitz in der Stadt Brüssow. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 1. August 1992 festgelegt. Zum Zeitpunkt der Gründung umfasste das Amt neun Gemeinden des damaligen Kreises Prenzlau (heute Landkreis Uckermark):[3]

  1. Carmzow
  2. Ludwigsburg
  3. Schönfeld
  4. Wallmow
  5. Woddow
  6. Wollschow
  7. Grünberg
  8. Bagemühl
  9. Stadt Brüssow

Zum 1. November 2001 wechselten die Gemeinden Göritz und Schenkenberg vom Amt Prenzlau-Land in das Amt Brüssow. Zum 31. Dezember 2001 wurden Bagemühl, Grünberg, Woddow und Wollschow in die Stadt Brüssow eingemeindet.[4] Ebenfalls zum 31. Dezember 2001 schlossen sich Carmzow und Wallmow zur Gemeinde Carmzow-Wallmow zusammen,[5] und zum selben Zeitpunkt wurde auch Ludwigsburg in die Gemeinde Schenkenberg eingegliedert.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Brüssow verfehlte schon bei seiner Gründung die vom Land Brandenburg in der Amtsordnung vorgegebene Richtgröße von 5.000 Einwohnern für ein Amt. Durch den Wechsel der Gemeinden Schenkenberg und Göritz aus dem aufgelösten Amt Prenzlau-Land zum Amt Brüssow wurde dieser Richtwert wieder deutlich überschritten. Seit 2008 ist die Einwohnerzahl des Amtes jedoch wieder unter die Marke von 5.000 Einwohnern gefallen. Der Trend ist weiter rückläufig. Der Bevölkerungsrückgang hat für das Amt und die amtsangehörigen Gemeinden gravierende finanzielle Konsequenzen, denn die Schlüsselzuweisungen des Landes Brandenburg bemessen sich an der Einwohnerzahl.

Jahr Einwohner
1992 4 906
1993 4 846
1994 4 853
1995 4 771
1996 4 736
1997 4 730
1998 4 730
1999 4 686
Jahr Einwohner
2000 4 603
2001 5 775
2002 5 663
2003 5 501
2004 5 388
2005 5 261
2006 5 152
2007 5 089
2008 4 984
2009 4 883
Jahr Einwohner
2010 4 721
2011 4 667
2012 4 640
2013 4 623
2014 4 554
2015 4 505
2016 4 518
2017 4 496

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[7][8][9]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

[Anmerkung 1]

Amtsdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Amtsdirektor des Amtes Brüssow war Detlef Neumann, der 2008 seine dritte Amtsperiode antrat.[10] Der Amtsausschuss wählte Annett Hartwig am 19. September 2016 für eine Amtszeit von acht Jahren zu seiner Nachfolgerin.[11] Sie trat ihr Amt im Oktober 2016 an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Rot gespalten, darin eine Steigleiter mit vier Sprossen in verwechselten Farben.“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b Änderung des Amtes Brüssow (Uckermark). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 43, Potsdam, den 24. Oktober 2001, S. 671 PDF.
  3. Bildung des Amtes Wusterhausen. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 58, 12. August 1992, S. 1017.
  4. Bildung einer neuen Stadt Brüssow. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 52, Potsdam, den 27. Dezember 2001, S. 895 PDF.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Carmzow-Wallmow Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 52, Potsdam, den 27. Dezember 2001, S. 895 PDF.
  6. Bildung einer neuen Gemeinde Schenkenberg. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 52, Potsdam, den 27. Dezember 2001, S. 895 PDF.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 12–13
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  10. Detlef Neumann wiedergewählt. Website des Amtes Brüssow
  11. Amtsblatt für das Amt Brüssow (Uckermark), Ausgabe 11/2016, S. 2

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die im Historischen Gemeindeverzeichnis für die Jahre 1992 bis 2000 angegebenen summarischen Bevölkerungszahlen für das Amt Brüssow (S. 12/3) sind objektiv falsch, wie sich aus der einfachen Addition der Bevölkerungszahlen der amtsangehörigen Einzelgemeinden ergibt. Anscheinend wurden hier die Bevölkerungszahlen von Göritz und Schenkenberg einfach hinzu addiert, obwohl diese Gemeinden dem Amt Brüssow erst 2001 beitraten. Daher sind die Bevölkerungszahlen des Amtes Brüssow entsprechend den tatsächlichen Einwohnerzahlen der von 1992 bis 2001 amtsangehörigen Gemeinden korrigiert.