Amt Britz-Chorin-Oderberg

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Wappen Deutschlandkarte
Das Amt Britz-Chorin-Oderberg führt kein Wappen
Amt Britz-Chorin-Oderberg
Deutschlandkarte, Position des Amtes Britz-Chorin-Oderberg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 54′ N, 13° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Fläche: 270,61 km2
Einwohner: 10.110 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Amtsschlüssel: 12 0 60 5011
Amtsgliederung: 8 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Eisenwerkstrasse 11
16230 Britz
Webpräsenz: britz-chorin-oderberg.de
Amtsdirektor: Jörg Matthes
Lage des Amtes Britz-Chorin-Oderberg im Landkreis Barnim
AhrensfeldeAlthüttendorfBernau bei BerlinBiesenthalBreydinBritz (bei Eberswalde)ChorinEberswaldeFriedrichswaldeHohenfinowJoachimsthalLiepeLunow-StolzenhagenMarienwerderMelchowNiederfinowOderbergPanketalParsteinseeRüdnitzSchorfheideSydower FließWandlitzWerneuchenZiethenBrandenburgKarte
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Das Amt Britz-Chorin-Oderberg ist ein 1992 gebildetes Amt in Brandenburg, in dem zunächst acht Gemeinden im damaligen Kreis Eberswalde (heute Landkreis Barnim) zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst wurden. Es hieß damals noch Amt Britz-Chorin. Im Zuge der Auflösung des Amtes Oderberg am 31. Dezember 2008 wurden dem Amt vier weitere Gemeinden zugeordnet. Der Name wurde in Amt Britz-Chorin-Oderberg geändert. Durch Gemeindezusammenschlüsse und Eingliederungen sowie die Zuordnung der Gemeinden des ehemaligen Amtes Oderberg hat das Amt Britz-Chorin-Oderberg derzeit acht amtsangehörige Gemeinden. Der Amtssitz befindet sich in Britz.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Britz-Chorin-Oderberg grenzt im Osten mit der Gemeinde Lunow-Stolzenhagen an die Oder und damit an Polen. Im Südosten grenzt das Amt mit den Gemeinden Oderberg, Liepe, Niederfinow und Hohenfinow an den Landkreis Märkisch-Oderland. Britz und die mit Abstand größte Gemeinde Chorin grenzen von Süden über Westen nach Norden an Breydin, Eberswalde, Schorfheide, Joachimsthal, Althüttendorf sowie Ziethen und das Nordufer des Parsteinsees.

Das Amt mit ca. 270 km² nimmt ca. 18 % der Fläche des Landkreises Barnim ein und hat mit rd. 10.000 Einwohnern ca. 6 % der Einwohner des Landkreises.

Gemeinden und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfanger Brodowin

Das Amt gliedert in folgende Gemeinden und Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 19. August 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Britz-Chorin[3]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 21. August 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der amtsfreien Stadt Eberswalde und bestand zunächst aus acht Gemeinden im damaligen Kreis Eberswalde:

  1. Britz
  2. Brodowin
  3. Chorin
  4. Golzow
  5. Neuehütte
  6. Sandkrug
  7. Senftenhütte
  8. Serwest

Die Gemeinden Niederfinow und Hohenfinow wurden dem Amt gemäß § 1 Abs. 4 AmtsO zugeordnet.

Zum 27. September 1998 schlossen sich die Gemeinden Chorin, Golzow, Neuehütte, Sandkrug und Senftenhütte zur neuen Gemeinde Chorin zusammen[4]. Zum 31. Dezember 2001 wurden Brodowin[5] und Serwest[6] in die Gemeinde Chorin eingegliedert.

Das bis zum 31. Dezember 2008 aus fünf Gemeinden bestehende Amt Oderberg wurde zum 1. Januar 2009 durch die Entscheidung des Ministers des Innern des Landes Brandenburg aufgelöst[7]. Vier der amtsangehörigen Gemeinden, Liepe, Lunow-Stolzenhagen, Stadt Oderberg und Parsteinsee, wurden dem Amt Britz-Chorin zugeordnet und das Amt in Amt Britz-Chorin-Oderberg umbenannt. Die Gemeinde Hohensaaten wurde zum 1. Januar 2009 in die Stadt Bad Freienwalde (Oder) eingegliedert und wechselte in den Landkreis Märkisch-Oderland. Die Grenzen der Landkreise Märkisch-Oderland und Barnim wurden entsprechend geändert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1992 5 885
1993 5 820
1994 5 879
1995 5 892
1996 6 022
1997 6 138
1998 6 225
1999 6 281
Jahr Einwohner
2000 6 296
2001 6 220
2002 6 189
2003 6 157
2004 6 100
2005 6 060
2006 5 977
2007 5 911
2008 5 853
2009 10 487
Jahr Einwohner
2010 10 357
2011 10 243
2012 10 170
2013 10 122
2014 10 104
2015 10 157
2016 10 110

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[8][9] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Amtsdirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude der Amtsverwaltung in Britz

Erster Amtsdirektor war Rainer Schneider, der im September 2010 im Alter von nur 57 Jahren überraschend verstarb[10]. Am 3. März 2011 wurde Ulrich Hehenkamp zum neuen Amtsdirektor gewählt; er trat am 1. Mai 2011 sein Amt an[11]. Am 1. Juli 2015 wechselte Hehenkamp als Amtsdirektor in das Amt Schrevenborn in Schleswig-Holstein.[12] Zu seinem Nachfolger wurde am 12. Februar 2016 Jörg Matthes (SPD) durch den Amtsausschuss für eine Amtsdauer von acht Jahren gewählt. Er trat sein Amt am 1. April 2016 an.[13]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Amt Britz-Chorin-Oderberg
  3. Bildung der Ämter Lieberose, Wahrenbrück, Britz-Chorin, Barnim-Nord, Falkenberg-Höhe, Wusterwitz und Heideblick. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 19. August 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 69, 16. September 1992, S. 1278–80.
  4. Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Chorin, Golzow, Neuehütte, Sandkrug und Senftenhütte. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 7. Mai 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 21, 2. Juni 1998, S. 500.
  5. Eingliederung der Gemeinde Serwest in die Gemeinde Chorin Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 2, vom 9. Januar 2002, S. 17, PDF.
  6. Eingliederung der Gemeinde Serwest in die Gemeinde Chorin Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 2, vom 9. Januar 2002, S. 17, PDF.
  7. Zuordnungs-, Änderungs- und Genehmigungsbescheid bezüglich der Ämter Oderberg und Britz-Chorin (Gesch.Z.: III/1.1-341-65/60). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 9. Dezember 2008. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 19. Jahrgang, Nummer 52, vom 31. Dezember 2008, S. 2910/1, PDF.
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Barnim, S. 12–13
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Märkische Oderzeitung vom 10. September 2010 - Trauer um Amtsdirektor 
Rainer Schneider
  11. Wahl eines neuen Amtsdirektors
  12. Amtsdirektor vereidigt. In: Märkische Onlinezeitung, 29. Mai 2015
  13. Jörg Matthes gewinnt Stichwahl. In: Märkische Onlinezeitung, 13. Februar 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]