Amt Lank

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Lank
Amt Lank
Deutschlandkarte, Position des Amtes Lank hervorgehoben
Koordinaten: 51° 18′ N, 6° 41′ O
Basisdaten (Stand 1969)
Bestandszeitraum: 1927–1969
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Kempen-Krefeld
Fläche: 39,8 km2
Einwohner: Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/keine Einwohnerinformation
Bevölkerungsdichte:
Amtsgliederung: 6 Gemeinden
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Amt Lank war bis 1969 ein Amt im Kreis Kempen-Krefeld am linken Niederrhein im Regierungsbezirk Düsseldorf. Bis 1927 bildete es die Bürgermeisterei Lank im Landkreis Krefeld.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1816 neu gebildeten Landkreisen der preußischen Rheinprovinz wurden die in der Franzosenzeit gegründeten Mairien als Bürgermeistereien beibehalten. Im Kreis Krefeld waren dies unter anderem

  • die Bürgermeisterei Langst mit den Dörfern Gellep, Kierst, Langst und Stratum
  • die Bürgermeisterei Lank mit den Dörfern Lank, Latum und Ilverich
  • die Bürgermeisterei Strümp mit den Dörfern Bösinghoven, Ossum und Strümp.[1]

Die Bürgermeistereien Langst und Strümp wurden 1842 in die Bürgermeisterei Lank eingegliedert.[2] Durch die Gemeindeordnung für die Rheinprovinz erhielten 1845 alle Orte, die einen eigenen Haushalt führten, den Status einer Gemeinde.[3] In der vereinigten Bürgermeisterei Lank wurden acht Gemeinden gebildet:[4]

Die beiden Gemeinden Lank und Latum wurden am 1. April 1910 zur Gemeinde Lank-Latum zusammengeschlossen.[5] Seit 1927 wurde die Bürgermeistereien in der Rheinprovinz als Amt bezeichnet. Bei der Auflösung des Landkreises Krefeld im Jahre 1929 schied Gellep-Stratum aus dem Amt Lank aus und wurde in die kreisfreie Stadt Krefeld-Uerdingen eingemeindet. Das Amt Lank gehörte seitdem zum Kreis Kempen-Krefeld.

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Kempen-Krefeld und der kreisfreien Stadt Viersen wurde das Amt Lank zum 1. Januar 1970 aufgelöst. Alle Gemeinden des Amtes gingen zusammen mit Osterath und Büderich in der neuen Stadt Meerbusch auf, die heute zum Rhein-Kreis Neuss gehört.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 30. August 1952 führte das Amt Lank bis zu dessen Auflösung 1970 folgendes Wappen: Das Wappen zeigt unter einem silbernen Schildhaupt, darin ein durchgehendes schwarzes Kreuz, in goldenem Feld die Figur des heiligen Stephanus mit goldenem Heiligenschein und roter goldverzierter Dalmatika, in der Rechten einen grünen Palmwedel, in der Linken einen schwarzen Stein haltend. Der Heilige wird begleitet rechts von drei zwei zu eins gestellten silbernen Spargelbündeln und links von drei zwei zu eins gestellten roten Erdbeeren mit grünen Stielen. Das schwarze Kreuz deutet auf die historische Zugehörigkeit des Amtsgebietes zum Kurfürstentum Köln hin. Der heilige Stephanus stellt den Patron der Pfarrkirche in Lank dar. Spargel und Erdbeeren gehören zu den Haupterzeugnissen der hiesigen Landwirtschaft; deren Sechszahl zielt auf die Anzahl der amtsangehörigen Gemeinden hin.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkshochschule Meerbusch: Heimat Meerbusch. Meerbusch 1985

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf. 1836, S. 129, abgerufen am 5. Mai 2014 (Digitalisat).
  2. GenWiki: Amt Lank
  3. Gemeindeordnung für die Rheinprovinz 1845, §1
  4. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885
  5. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Krefeld