Amt Temnitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Temnitz
Amt Temnitz
Deutschlandkarte, Position des Amtes Temnitz hervorgehoben
Koordinaten: 52° 56′ N, 12° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Fläche: 249,69 km2
Einwohner: 5284 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Amtsschlüssel: 12 0 68 5807
Amtsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Bergstraße 2
16818 Walsleben
Webpräsenz: www.amt-temnitz.de
Amtsdirektorin: Susanne Dorn[2]
Lage des Amtes Temnitz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
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Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Amt Temnitz ist ein 1992 gebildetes Amt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin des Landes Brandenburg, in dem zunächst 17 Gemeinden im damaligen Kreis Neuruppin zu einem Verwaltungsverbund zusammengefasst wurden. Durch Gemeindezusammenschlüsse und Eingliederungen verringerte sich die Zahl der amtsangehörigen Gemeinden auf sechs. Sitz des Amtes ist die Gemeinde Walsleben.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt liegt in der Mitte des Landkreises Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg und grenzt an die Gemeinde Wusterhausen/Dosse im Westen, an die Stadt Wittstock/Dosse im Norden, an die Stadt Neuruppin im Osten sowie an die Gemeinde Fehrbellin im Süden.

Gemeinden und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Temnitz hat sechs amtsangehörige Gemeinden:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Juli 1992 erteilte der Minister des Innern seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Temnitz, für dessen Zustandekommen der 16. Juli 1992 festgelegt wurde.[10] Sitz der Amtsverwaltung war ursprünglich die Gemeinde Werder. Folgende 17 Gemeinden aus dem damaligen Kreis Neuruppin waren darin zusammengefasst:

  1. Dabergotz
  2. Darritz-Wahlendorf
  3. Frankendorf
  4. Garz
  5. Gottberg
  6. Katerbow
  7. Kerzlin
  8. Kränzlin
  9. Küdow-Lüchfeld
  10. Netzeband
  11. Rägelin
  12. Rohrlack
  13. Storbeck
  14. Vichel
  15. Walsleben
  16. Werder
  17. Wildberg

Am 30. Dezember 1997 schlossen sich die Gemeinden Darritz-Wahlendorf, Gottberg, Kränzlin und Werder zur neuen Gemeinde Märkisch Linden zusammen.[11] Ebenfalls zum 30. Dezember 1997 bildeten die Gemeinden Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg die neue Gemeinde Temnitztal.[12] Zum gleichen Zeitpunkt fusionierten die Gemeinden Katerbow, Netzeband und Rägelin zur neuen Gemeinde Temnitzquell.[13] Am 10. Januar 2002 schlossen sich die Gemeinden Frankendorf und Storbeck zur neuen Gemeinde Storbeck-Frankendorf zusammen.[14]

Die Gemeinde Garz wurde zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Gemeinde Temnitztal eingegliedert.[15]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1992 5615
1993 5638
1994 5709
1995 5699
1996 5720
1997 5810
1998 5823
1999 5890
Jahr Einwohner
2000 5874
2001 5903
2002 5894
2003 5827
2004 5801
2005 5724
2006 5706
2007 5682
Jahr Einwohner
2008 5594
2009 5535
2010 5478
2011 5339
2012 5317
2013 5256
2014 5223
2015 5284

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[16][17] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsdirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsdirektor von 1992 bis 2001 war Werner Klüter. Er wurde wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit abgelöst.[18] Ihm folgte Mathias Wittmoser. Im April 2010 wurde Susanne Dorn für eine Amtsdauer von acht Jahren zur Amtsdirektorin gewählt. Sie trat ihr Amt am 3. Mai 2010 an[19]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. September 1993 genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Grün, vorn ein halber, schwarz-gezungter silberner Adler am Spalt, hinten ein silberner Wellenpfahl.“[20]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. [1]
  3. Hauptsatzung für das Amt Temnitz vom 6. September 2011 PDF
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Dabergotz (abgerufen am 9. November 2015)
  5. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Märkisch Linden (abgerufen am 9. November 2015)
  6. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Storbeck-Frankendorf (abgerufen am 9. November 2015)
  7. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Temnitzquell (abgerufen am 9. November 2015)
  8. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Temnitztal (abgerufen am 9. November 2015)
  9. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Walsleben (abgerufen am 9. November 2015)
  10. Bildung der Ämter Temnitz, Milow, Baruth, Neuhardenberg, Burg-Spreewald, Drebkau/Niederlausitz, Neuhausen und Peitz. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S.966/7.
  11. Zusammenschluß der Gemeinden Darritz-Wahlendorf, Gottberg, Kränzlin und Werder (Amt Temnitz) zu der neuen Gemeinde Märkisch Linden. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S.25.
  12. Zusammenschluß der Gemeinden Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg (Amt Temnitz) zu der neuen Gemeinde Temnitztal. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S.25.
  13. Zusammenschluß der Gemeinden Katerbow, Netzeband und Rägelin (Amt Temnitz) zu der neuen Gemeinde Temnitzquell. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 17. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S.26.
  14. Bildung der neuen Gemeinde Storbeck-Frankendorf. Mitteilung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 1, 4. Januar 2002, S.3 PDF.
  15. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S.187)
  16. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 12–13
  17. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  18. Auszugsweise Auflistung der bei dem Landgericht Neuruppin anberaumten Hauptverhandlungen in Strafsachen (PDF; 87 kB)
  19. Susanne Dorn zur Verwaltungs-Chefin gewählt. In: Märkische Oderzeitung, 22. April 2010
  20. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]