Amt Trittau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Trittau
Amt Trittau
Deutschlandkarte, Position des Amtes Trittau hervorgehoben
Koordinaten: 53° 37′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Fläche: 93,35 km2
Einwohner: 18.551 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km2
Amtsschlüssel: 01 0 62 5270
Amtsgliederung: 10 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Europaplatz 5
22946 Trittau
Webpräsenz: www.amt-trittau.de
Amtsvorsteher: Ulrich Borngräber (Wählergemeinschaft)
Lage des Amtes Trittau im Kreis Stormarn
Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Segeberg Lübeck Ahrensburg Ahrensburg Ammersbek Bad Oldesloe Badendorf Bargfeld-Stegen Bargteheide Barnitz Barsbüttel Braak Brunsbek Delingsdorf Elmenhorst (Stormarn) Elmenhorst (Stormarn) Feldhorst Glinde Grabau (Stormarn) Grande Grönwohld Großensee (Holstein) Großhansdorf Hamberge Hamfelde (Stormarn) Hammoor Heidekamp Heilshoop Hohenfelde (Stormarn) Hoisdorf Jersbek Klein Wesenberg Köthel (Stormarn) Lasbek Lütjensee Meddewade Mönkhagen Neritz Nienwohld Oststeinbek Pölitz Rausdorf (Holstein) Rehhorst Reinbek Reinfeld (Holstein) Rethwisch (Stormarn) Rümpel Siek (Holstein) Stapelfeld Steinburg (Stormarn) Tangstedt (Stormarn) Todendorf Travenbrück Tremsbüttel Trittau Trittau Trittau Wesenberg (Holstein) Westerau Witzhave ZarpenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Amt Trittau ist ein Amt im Kreis Stormarn im Bundesland Schleswig-Holstein und ist Mitglied in der Metropolregion Hamburg.

Amtsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gemeinde Kurzbeschreibung
Grande Wappen.png Grande Die Gemeinde Grande liegt an der Bille und am Rand des Sachsenwaldes.
Grönwohld Wappen.png Grönwohld Die Gemeinde Grönwohld liegt am nördlichen Rand der Hahnheide.
Grossensee Wappen.png Großensee Die Gemeinde Großensee mit seiner Lage direkt am See ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Hamfelde (OD) Wappen.png Hamfelde Die Gemeinde Hamfelde liegt zwischen Hahnheide und Billetal, neben der Schwestergemeinde Hamfelde/Lauenburg.
Hohenfelde (OD) Wappen.png Hohenfelde Die Gemeinde Hohenfelde ist die kleinste Gemeinde des Amtes Trittau und des Kreises Stormarn.
Koethel (OD) Wappen.png Köthel Die Gemeinde Köthel/Stormarn liegt am Rand der Hahnheide, direkt neben ihrer Schwestergemeinde Köthel/Lauenburg.
Luetjensee-Wappen.png Lütjensee Die Gemeinde Lütjensee liegt mitten im Herzen der Stormarner Schweiz am gleichnamigen See.
Rausdorf Wappen.png Rausdorf Die kleine Gemeinde Rausdorf liegt an den Grander Tannen und der Corbek.
Trittau Wappen.png Trittau Die Gemeinde Trittau ist seit Jahrhunderten Mittelpunkt eines weiten ländlichen Umlandes.
Wappen Witzhave.png Witzhave Witzhave ist ländlich geprägt, besitzt jedoch als einzige Amtsgemeinde einen direkten Autobahnanschluss.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Vogteibezirk der 1326 in Trittau erbauten Burg ist das Amt Trittau erwachsen.[2] Von 1544 bis 1773 gehörte es zum Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf. Insgesamt bildeten 36 Dorfschaften das Amt. Es reichte bis Rümpel, Neritz, Nahe, Stuvenborn und Sievershütten. Seinen Sitz hatte der Amtmann auf dem Trittauer Schloss bzw. der ehemaligen Burg. 1773 wurden die Ämter Reinbek und Trittau unter die Administration eines gemeinsamen Amtmannes gestellt. Weil das Schloss baufällig war, nahm er dann seinen Sitz in Reinbek. Das Schloss wurde verkauft und später abgerissen.

Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg (1864) und dem Deutschen Krieg Preußens gegen Österreich (1866) war der Weg zur preußischen Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein frei. So wurde auch Trittau 1867 preußisch und war fortan dem neugebildeten Kreis Stormarn zugehörig. 1888 wurden mit der neuen Kreisordnung neue Amtsbezirke gebildet. Der Amtsbezirk Trittau blieb zwar bestehen, verkleinerte sich aber beträchtlich. 1929 gehörten nur noch die Gemeinden Grande, Hamfelde, Hohenfelde, Köthel, Trittau und Rausdorf zum Amt. Witzhave, das 1897 zum Amtsbezirk Ohe ausgegliedert wurde, fiel 1948 wieder an das neu gebildete Amt Trittau zurück.

Die heutige Ausdehnung erreichte das Amt Trittau erst in den 1970er Jahren. 1970/72 kam es zu einer Verwaltungsreform, bei der das Amt Lütjensee aufgelöst wurde und seine Amtsgemeinden Großensee, Grönwohld und Lütjensee dem Amt Trittau zugeschlagen wurden.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Amtsgemeinden sind selbständig, haben jeweils eine eigene Gemeindevertretung und einen eigenen Haushalt. Alle Amtsgemeinden, mit Ausnahme von Trittau, werden von einer(m) ehrenamtlichen Bürgermeister(in) geführt. Die Gemeinde-Verwaltung der Gemeinde Trittau übernimmt gemäß Amtsvertrag die Verwaltung der Amtsgemeinden und ist ebenfalls gleichzeitig die Amtsverwaltung des Amtes Trittau.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über blauem Wellenschildfuß, belegt mit einem aus zwölf fünfzackigen goldenen Sternen bestehenden Sternenkranz, in Silber ein schwarzer bewurzelter Baum mit zehn einander teilweise überdeckenden grünen Blättern.“[3]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Trittau unterhält folgende Partnerschaften[4]

Partnergemeinde Land Gründung Hinweise
C.C.Loire-Divatte FrankreichFrankreich Frankreich 1971 Partnerschaft bestand bis 1994 mit dem Kanton Le Loroux-Bottereau.
Saarijärvi FinnlandFinnland Finnland 1982
Totton and Eling Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2000 Partnerschaft besteht über den Deutsch-Englischen Kulturverein.
Wieliszew PolenPolen Polen 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amt Trittau Chronik und Daten Webseite des Amtes Trittau, abgerufen am 29. November 2016.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Amt Trittau Europakomitee Webseite des Amtes Trittau, abgerufen am 29. November 2016.