Amtsgericht Hamburg

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Strafjustizgebäude des Amts- und Landgerichts Hamburg
Ziviljustizgebäude des Amts- und Landgerichts

Das Amtsgericht Hamburg ist eines der Amtsgerichte in der Freien und Hansestadt Hamburg. Seine örtliche Zuständigkeit ist auf einen Teil Hamburgs beschränkt, weshalb es umgangssprachlich und halbamtlich auch Amtsgericht Hamburg-Mitte genannt wird.

Der Präsident des Amtsgerichts Hamburg hat auch die Dienstaufsicht für die übrigen sieben Amtsgerichte (sog. Stadtteilgerichte) mit insgesamt ca. 250 Richtern und 1450 Mitarbeitern. Dies sind die Amtsgerichte in Altona, Barmbek, Bergedorf, Blankenese, Harburg, St. Georg und Wandsbek. Im März 2009 machte Schlagzeilen, dass ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Hamburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen Angriffs auf den Seeverkehr gegen neun Somalier erließ, die die Bundesmarine im Roten Meer gefangen genommen hatte. Zu einem Verfahren in Deutschland kam es jedoch nicht, da die Beschuldigten der kenianischen Justiz zur Aburteilung übergeben wurden.[1]

Sitz des Amtsgerichts Hamburg ist das Justizforum Hamburg, Sievekingplatz 1 (Ziviljustizgebäude), 20355 Hamburg.

Seit dem 1. Januar 2013 ist das Amtsgericht Hamburg Zentrales Vollstreckungsgericht für das Land Hamburg. Bis zum 1. Juli 2016 war das Amtsgericht Hamburg zudem zentrales Mahngericht nicht nur für ganz Hamburg, sondern ab 2005 auch für Mecklenburg-Vorpommern.[2]

Eine subsidiäre Zuständigkeit des Amtsgerichts Hamburg begründet § 10a StPO für Auslandsstraftaten im Bereich des Meeres, für die sonst kein Gerichtsstand begründet ist.

Dem Amtsgericht Hamburg übergeordnet sind, ebenfalls dort ansässig, Landgericht Hamburg und Hanseatisches Oberlandesgericht.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorheriger Präsident des Amtsgerichts war Heiko Raabe, Vizepräsidentin war Sibylle Umlauf. Am 14. Januar 2009 hat der Richterwahlausschuss Hans-Dietrich Rzadtki zum neuen Präsidenten des Amtsgerichts Hamburg gewählt.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.focus.de/politik/ausland/uebernahmeabkommen-piraten-koennen-nach-kenia-geschickt-werden_aid_377836.html
  2. Art. 1 S. 1 des Staatsvertrages zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Mecklenburg-Vorpommern über die Errichtung eines gemeinsamen Mahngerichts, GVOBl. M-V 2005, S. 512.
  3. https://www.welt.de/welt_print/article3028204/Gerichte-Umlauf-und-Rzadtki-zu-Praesidenten-gewaehlt.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 33′ 21″ N, 9° 58′ 36″ O