Amtsgericht am Sachsenplatz

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Hauptfassade an der Lothringer Straße mit Eingangsportal
Diese Ansicht von der Sachsenallee aus ist erst nach dem kriegsschädenbedingten Abriss einer Häuserfront möglich geworden.

Das Amtsgericht am Sachsenplatz ist ein Gerichtsgebäude in der Lothringer Straße 1 in 01069 Dresden, in dem heute unter anderem das Landgericht (LG) Dresden seinen Sitz hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbaut wurde das Amtsgericht am Sachsenplatz im Stil der Neorenaissance zwischen 1888 und 1892 nach Plänen von Arwed Roßbach als Königlich-Sächsisches Amtsgericht.[1] Das ursprünglich vierflügelige Bauwerk mit seiner Fassade aus Niedergrunder Sandstein wird im Norden durch die Roßbachstraße und im Süden durch die Ziegelstraße begrenzt. In diesem Gelände fand vom 16. bis ins 19. Jahrhundert, also vor der umfassenden Bebauung, die Dresdner Vogelwiese statt. Südlich benachbart liegt der Eliasfriedhof. Das Gebäudeportal flankieren die beiden allegorischen Figuren „Wahrheit“ und „Gerechtigkeit“ von Johannes Schilling. Der hintere, westliche Gebäudeflügel wurde nach seiner Zerstörung 1945 nicht wiederaufgebaut. Infolge der Luftangriffe auf Dresden verschwand auch die Häuserzeile auf der gegenüberliegenden Seite der Lothringer Straße, weshalb die Hauptfassade des Amtsgerichtsgebäudes mit dem Portal auch von der Sachsenallee einsehbar ist. In dem Gebäude befand sich das Kreisgericht Dresden-Ost und seit 1956 das Bezirksgericht Dresden. Zwischen 1993 und 1999 hatte auch das Oberlandesgericht Dresden hier seinen Sitz.

Seit 2012 ist das Gebäude baulich mit dem neu gebauten Amtsgericht verbunden. Die beiden Gebäudeteile bilden eine bauliche Einheit und sind innen durchgängig begehbar. Dadurch gibt es nun zwei Eingänge.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Amtsgericht am Sachsenplatz, Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pirnaische Vorstadt. In: Dresden-und-Sachsen.de. Archiviert vom Original am 7. November 2011; abgerufen am 7. November 2013.

Koordinaten: 51° 3′ 15,6″ N, 13° 45′ 23,3″ O