Amtshauptmannschaft Werdau

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Basisdaten
Kreishauptmannschaft Zwickau
Verwaltungssitz Werdau
Einwohner 48.706 (1925)
Lage der Amtshauptmannschaft Werdau
AHS Werdau.jpg

Die Amtshauptmannschaft Werdau war von 1920 bis 1933 ein Verwaltungsbezirk im Freistaat Sachsen. Ihr Gebiet gehört heute größtenteils zum Landkreis Zwickau in Sachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Amtshauptmannschaft Werdau wurde zum 1. Juli 1920 im Freistaat Sachsen aus Teilen der bestehenden Amtshauptmannschaften Zwickau (westlicher Teil im Tal der Pleiße mit Werdau und Crimmitschau) und Plauen (östlicher Teil um Neumark (Vogtland)) gebildet. Die sächsischen Amtshauptmannschaften waren hinsichtlich ihrer Funktion und Größe vergleichbar mit einem Landkreis. Am 1. Juli 1924 wurden die Städte Crimmitschau und Werdau zu bezirksfreien Städten und schieden aus der Amtshauptmannschaft aus. Am 1. März 1933 wurde die Amtshauptmannschaft Werdau wieder aufgelöst und in die Amtshauptmannschaft Zwickau eingegliedert.

Im Rahmen der Gebietsreform von 1952 in der DDR wurde der Kreis Werdau gebildet, der dem Bezirk Karl-Marx-Stadt zugeordnet wurde.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden der Amtshauptmannschaft Werdau mit mehr als 2.000 Einwohnern (Stand 1933):[1]

Gemeinde Einwohner
Frankenhausen 2.138
Langenbernsdorf 2.502
Langenhessen 2.713
Leubnitz 4.968
Lichtentanne 6.119
Neukirchen 3.544
Neumark 2.126
Steinpleis 4.220

Kreisfreie Städte im Bereich der Amtshauptmannschaft Werdau (Stand 1933):[1]

Gemeinde Einwohner
Crimmitschau 27.938
Werdau 21.587

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. zwickau.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).