An-Institut

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Ein An-Institut ist eine organisatorisch wie rechtlich eigenständige Forschungseinrichtung, die durch Kooperationsvertrag an eine Hochschule angebunden ist, dieser aber nicht unmittelbar zugehört. Es ist somit zu unterscheiden von den Instituten als Untergliederungen der Hochschule. An-Institute sind häufig privatrechtlich organisiert, zum Beispiel als eingetragener Verein, als Stiftung oder gemeinnützige GmbH. Anteilseigner können in verschiedenen Kombinationen Staat, Universität, Trägerverein, Professoren und Industrie sein. Geleitet wird ein An-Institut oft von einem oder mehreren Professoren, die auch eine Professur an der jeweiligen Universität innehaben und nebenberuflich bei dem An-Institut beschäftigt sind.

Landeshochschulgesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist die Anerkennung als „An-Institut“ in den Landeshochschulgesetzen festgelegt. Zum Beispiel regelt in Sachsen § 95 SächsHSFG:[1]

(1) Eine rechtlich selbständige Einrichtung kann von der Hochschule als An-Institut anerkannt werden, wenn sie gemeinsam mit der Hochschule Aufgaben wahrnimmt und diese von der Hochschule oder einem Forschungszentrum allein nicht angemessen erfüllt werden können.
(2) Die Anerkennung nach Absatz 1 ist zeitlich zu befristen. Sie kann nach Überprüfung verlängert werden.
(3) Verträge der Hochschule über eine nicht nur kurzfristige Zusammenarbeit mit Instituten im Sinne des Absatzes 1 sind dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst anzuzeigen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über die Freiheit der Hochschulen im Freistaat Sachsen (Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz – SächsHSFG)