An- und Einpressen

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Klammern ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Bedeutungen von „Klammer“ und „Klammern“ außerhalb der Fertigungstechnik finden sich unter Klammer.

Anpressen und Einpressen sind Verfahren, bei denen beim Fügen die Fügeteile sowie etwaige Hilfsfügeteile im Wesentlichen nur elastisch verformt werden und ungewolltes Lösen durch Kraftschluss verhindert wird.

Unterteilung:

  • Schrauben: Verbinden mittels einer oder mehrerer Schrauben.
  • Klemmen: Fügen von elastischen Fügeteilen mit starren Hilfsfügeteilen (Klemme).
  • Klammern: Nutzt federnde Hilfsfügeteile (Klammern), um starre Teile aneinanderzupressen. Wird im Büro genutzt, um Blätter mit Büroklammern zu verbinden, oder in der Medizin nach chirurgischen Eingriffen sowie in der Elektro- und der Automobiltechnik.
  • Fügen durch Pressverbindung: Hier wird ein Innenteil in ein Außenteil gepresst, wobei das Innenteil etwas größer ist als der zur Verfügung stehende Hohlraum des Außenteils.
  • Nageln, Einschlagen: Ist das Einschlagen eines Nagels oder Bolzens ins volle Material. Es können auch Haken eingeschlagen werden, die dann ihrerseits wieder als Hilfsfügeteil fungieren. Das Fügen mittels Bolzen, die durch Explosivkraft eingeschlagen werden, wird in der DIN 8593-3 als Bolzensetzen bezeichnet.
  • Verkeilen: Nutzt Keile, um eine selbsthemmende Verbindungen herzustellen.
  • Verspannen: Herstellen von kraftschlüssigen Verbindungen durch aneinanderpressen von Teilen. Siehe auch Spannmittel.

Die entstehenden Fügeverbindungen sind mit besonderem Aufwand, aber in der Regel ohne Materialschädigung wieder lösbar.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feldmann, Schöppner, Spur: Handbuch Fügen, Handhaben, Montieren, Hanser, 2014, S. 225–232.