An der Saale hellem Strande

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An der Saale hellem Strande, Erstdruck in Franz Kuglers Skizzenbuch (1830) mit Abbildung der Rudelsburg

An der Saale hellem Strande ist ein deutsches Volkslied, das 1826 von Franz Kugler auf der Rudelsburg verfasst wurde. Kugler verwendete dafür die Melodie (op. 27 Nr. 1) von Friedrich Ernst Fesca, die dieser 1822 ursprünglich zu Friedrich („Maler“) Müllers Text Soldatenabschied (Heute scheid ich, morgen wandr’ ich) geschrieben hatte.[1]

Bezug genommen wird hier neben der Rudelsburg selbst vor allem auf die Gegend um Halle (Saale), so ist eine der in der ersten Strophe erwähnten Burgen die Burg Giebichenstein, eine andere die Moritzburg.

Text (1830)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Saale hellem Strande
Stehen Burgen stolz und kühn.
Ihre Dächer sind gefallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.

Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild;
Doch dem Wandersmann erscheinen
In den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten zart und mild.

Droben winken holde Augen,
Freundlich lacht manch rother Mund.
Wandrer schauet in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.

Und der Wandrer zieht von dannen,
Denn die Trennungsstunde ruft;
Und er singet Abschiedslieder,
Lebewohl tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.

Variationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Studenten verbreitet ist auch folgende Strophe.

Und der Wandrer muß von dannen
von den Brüdern fortgebannt
und er singet Abschiedslieder
zieht zur Heimat, kehrt nicht wieder
an des Rheines kühlen Strand.

Weiterhin gibt es auch noch eine Textversion auf den Rhein: An des Rheines hellem Strande.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: An der Saale hellem Strande – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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