Anastasia (Buchreihe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Anastasia (russisch Звенящие кедры России, Swenjaschtschije kedry Rossii, deutsch Die klingenden Zedern Russlands, nach dem Titel des zweiten Bandes) ist eine Romanreihe des russischen Autors Wladimir Megre (* 1950 als Wladimir Pusakow) mit esoterisch-spirituellen, verschwörungsideologisch und antisemitischen Inhalten. Zwischen 1996 und 2010 erschienen zehn Bände in Russisch, deren deutsche Übersetzungen zwischen 1999 und 2011 herauskamen. Basierend auf den Büchern entwickelte sich in Russland und Osteuropa, später auch verstärkt im deutschsprachigen Raum eine ökologisch-esoterische Bewegung, die die in den Anastasia-Büchern verbreiteten Ideen von Landwirtschaft, Spiritualität und Pädagogik umzusetzen versucht. Nach ihrem Ursprung in Russland, der Ukraine und Weißrussland entstanden auch in Deutschland und Österreich Kommunen der Bewegung.[1] Die Anastasia-Bewegung wird von deutschen Verfassungsschützern ebenso von Sektenbeauftragten, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern aufgrund der rechtsesoterisch, verschwörungsideologisch, antisemitischen Inhalte sowie der rechtsextremen, nationalistisch-völkischen Blut-und-Boden-Ideologie kritisiert.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten daher möglicherweise demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Bitte mit zitierfähigen Sekundärquellen belegen. Nur der letzte Satz ist durch eine (von mir hinzugefügte) Quelle belegt.

Die Titelfigur Anastasia wird in den Romanen als eine allein in der sibirischen Taiga auf einer Waldlichtung lebende Frau beschrieben. Sie ist als Vertreterin der alten Kultur der „Wedrussen“ dargestellt, die es bereits in der Alten Rus gegeben hätte und die auch heute als hochentwickelte, aber „nicht technokratische“ Kultur abgesondert von der restlichen Welt weiter bestehe. Der Autor beschreibt in der ersten Person, wie er auf einer Reise in die Taiga Anastasia kennenlernte und wie sie sein Leben verändert habe: Von ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten zeigt er sich immer wieder aufs Neue verblüfft. Die Bücher wollen direkte Hilfestellungen für den Alltag bieten. So postuliert Megre durch seine Figur Anastasia, die er als real existierende Person darstellt, seine Schlüsselidee, dass jede Familie auf einem Landsitz von etwa einem Hektar Fläche „in Harmonie mit der Natur“ leben und durch diesen versorgt sein solle. Weiten Raum nimmt auch die Erörterung der Weltreligionen, der globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung sowie der Geschichte ein.[2] Megre vertritt hierbei teils verschwörungstheoretische und geschichtsrevisionistische Konzepte[1] (etwa der „Neuen Chronologie“).

Siedlungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Familienlandsitz in der Größe von einem Hektar gibt es in der Buchreihe klare Empfehlungen:

Als Umfriedung dient ein lebender Zaun, eine Hecke (Band 4, Seite 171). Auch ein Ringwall ist geeignet (Band 10, Seite 170). Die Hälfte bis drei Viertel des Hektars soll Wald sein. Als Tierarten werden Bienen, Hühner und Ziegen genannt. Zwischen dem Wald und der Freifläche soll eine weitere Hecke angelegt sein um den Gemüsegarten vor den Tieren zu schützen. Im Gemüsegarten soll ein seichter Teich in der Größe von zwei Ar angelegt sein (Band 4, Seite 177). Auf dem Landsitz sollen mehr als 300 bekömmliche Pflanzenarten wachsen (Band 7, Seite 72). Besonders erwähnt werden: Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Äpfel, Süß- oder Sauerkirschen und Blumen. Es sollten wenigstens eine Sonnenblume sowie zwei Quadratmeter Getreide (Roggen und Weizen) und zwei Quadratmeter Gräser und Kräuter vorhanden sein (Band 1, Seite 86). Große Bedeutung wird einem gepflanzten Familienbaum beigemessen (Band 4, Seite 188). Die Siedlungsfläche soll wenigstens 150 Hektar umfassen (Band 5, Seite 108).

Rundfunkberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Angaben auf der Webseite des Autors beträgt die Gesamtauflage der Bücher, die in 20 Sprachen übersetzt wurden, bisher 11 Millionen (Stand 2010). Die deutschen Übersetzungen erscheinen im Govinda- und Silberschnur-Verlag.

Im Jahr 2014 erschien im Govinda Verlag ein Schlagwortregister für die Buchreihe:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Roman Schweidlenka, ESO Jahresbericht 2015, LOGO ESO.INFO, Juli 2015
  2. Vladimir Martinovich: Die Anastasia-Bewegung: Eine utopische Gemeinschaft aus Rußland, religio.de