Anders Fannemel

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Anders Fannemel Skispringen
Anders Fannemel in Hinzenbach 2015

Anders Fannemel in Hinzenbach 2015

Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 13. Mai 1991 (26 Jahre)
Geburtsort Hornindal, Norwegen
Größe 169 cm
Karriere
Verein Hornindal IL
Debüt im Weltcup 5. Dezember 2009
Debüt im Continental Cup 13. September 2008
Pers. Bestweite 251,5 m (Vikersund 2015)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
SFWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2015 Falun Mannschaft
0Silber0 2017 Lahti Mannschaft
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
0Gold0 2016 Bad Mitterndorf Mannschaft
FIS Skisprung-Junioren-WM
0Bronze0 2011 Otepää Mannschaft
Norwegischer Skiverband Norwegische Meisterschaften
0Bronze0 2012 Trondheim Großschanze
0Silber0 2012 Voss Normalschanze
0Gold0 2012 Oslo Normalschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 04  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 09  (Details)
 Grand-Prix-Siege (Einzel) 01  (Details)
 Grand-Prix-Siege (Team) 01  (Details)
 Continental-Cup-Siege 04  (Details)
 Gesamtweltcup 04. (2014/15)
 Skiflug-Weltcup 06. (2014/15)
 Vierschanzentournee 03. (2017/18)
 Raw Air 31. (2018)
 Sommer-Grand-Prix 07. (2016)
 Continental Cup 20. (2011/12)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 4 4 2
 Skifliegen 0 2 0
 Teamspringen 9 2 7
 Grand-Prix-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 2 2
 Teamspringen 1 1 2
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 4 3 0
letzte Änderung: 25. März 2018

Anders Fannemel (* 13. Mai 1991 in Hornindal) ist ein norwegischer Skispringer. Mit einer Weite von 251,5 Metern auf dem Vikersundbakken hielt er von 2015 bis 2017 den Skiflugweltrekord.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Kind widmete sich Fannemel hauptsächlich dem Biathlonsport. Seit 2004 konzentrierte er sich jedoch auf das Skisprungtraining bei seinem Heimatverein in Hornindal. Seinen ersten Skisprungwettbewerb im FIS-Cup bestritt Fannemel am 8. September 2007 in Falun. Danach folgten weitere Springen im FIS-Cup und im Continental Cup. Seinen ersten Sieg konnte er am 12. Oktober 2008 im FIS-Cup erreichen. Auf der Schanze im schweizerischen Einsiedeln siegte er dabei vor Klemens Murańka und Pascal Bodmer. Der erste Sieg im Continental-Cup gelang ihm am 23. August 2009 auf dem Lysgårdsbakken in Lillehammer vor Erik Simon.[1] Auf der gleichen Schanze absolvierte er am 4. und 5. Dezember 2009 seine ersten beiden Weltcupeinsätze. Das erste Springen beendete Fannemel auf dem 37. Platz. Beim darauf folgenden Wettbewerb gelang ihm mit 135,5 Metern der zweitweiteste Sprung im zweiten Durchgang. Mit dem so errungenen 10. Platz sammelte er seine ersten Weltcuppunkte.[2]

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2011 im estnischen Otepää belegte er im Einzel den vierten und mit der Mannschaft den dritten Platz.[3] Bei den norwegischen Meisterschaften von der Großschanze im Februar 2012 in Trondheim gelang ihm mit Platz drei erstmals der Sprung auf das Siegerpodest.[4] Am 11. Februar 2012 gewann er mit der norwegischen Mannschaft das Auftaktspringen der FIS-Team-Tour auf der Mühlenkopfschanze in Willingen und errang damit seinen ersten Weltcupsieg.[5] Bei den norwegischen Sommermeisterschaften 2012 in Oslo konnte er seinen ersten nationalen Titel erringen.[6] Am 25. November 2012 erreichte er in Lillehammer – wo er bereits drei Jahre zuvor seine ersten Weltcuppunkte errungen hatte – mit Platz zwei seine erste Podestplatzierung bei einem Weltcupspringen.[7]

Im Februar 2014 nahm Fannemel in Sotschi zum ersten Mal an den Olympischen Winterspielen teil. Er belegte im Einzel auf der Normalschanze den 15. Platz und im Einzel auf der Großschanze den fünften Platz. Mit der norwegischen Mannschaft wurde er Sechster. In der Saison 2014/15 holte Fannemel seine ersten beiden Einzel-Weltcupsiege. Seinen ersten Sieg erzielte er am 13. Dezember 2014 in Nischni Tagil und den zweiten am 8. Februar 2015 in Titisee-Neustadt. Am 15. Februar 2015 verbesserte er den Skiflug-Weltrekord von Peter Prevc um 1,5 Meter und war bis zum 18. März 2017, als Stefan Kraft ihn ablöste, mit 251,5 Metern Skiflug-Weltrekordhalter.[8] Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun belegte er in den Einzelwettbewerben den neunten Platz auf der Normalschanze und den siebten Platz auf der Großschanze. Im Mannschaftswettbewerb holte er zusammen mit Anders Bardal, Anders Jacobsen und Rune Velta den Weltmeistertitel vor den Teams aus Österreich und Polen. In der Saison 2014/15 holte er insgesamt sieben Einzel-Podestplatzierungen im Weltcup und 1161 Punkte und landete damit als Vierter erstmals in den Top Ten im Gesamtweltcup.

Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 am Kulm belegte er im Einzelwettbewerb den siebten Rang und im Mannschaftswettbewerb holte er zusammen mit Johann André Forfang, Daniel-André Tande und Kenneth Gangnes die Goldmedaille. Am 31. Januar 2016 erreichte er in Sapporo seinen dritten Einzel-Weltcupsieg. Im Sommer 2016 sprang er sehr erfolgreich im Grand Prix. Am 22. Juli gewann er mit der norwegischen Mannschaft seinen ersten Grand-Prix-Wettbewerb. Am 27. August folgte in Hakuba der erste Sieg im einem Einzelwettbewerb. Insgesamt sprang er drei Mal auf das Podest bei Einzelspringen und landete mit 260 Punkten auf dem siebten Rang in der Gesamtwertung. Dies war bis dahin seine beste Platzierung. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti belegte er im Einzelwettbewerb auf der Großschanze den fünften Rang, nachdem er auf der Normalschanze nicht zum Einsatz kam. Im Mannschaftswettbewerb holte er zusammen mit Johann André Forfang, Daniel-André Tande, und Andreas Stjernen die Silbermedaille hinter Polen.

Am 16. Dezember 2017 gelang ihm beim Springen in Engelberg sein vierter Einzel-Weltcupsieg. Mit Sprüngen von 133,0 Metern im ersten, der ihm einen Vorsprung von acht Punkten auf den zu dem Zeitpunkt zweitplatzierten Kobayashi verschaffte, und 127,5 Metern im zweiten Durchgang bezwang er am Ende den zweitplatzierten Deutschen Richard Freitag mit 253,6 zu 253,5 Punkten um etwa 5 Zentimeter und damit dem kleinstmöglichen Vorsprung. Bei der Vierschanzentournee 2017/18 konnte er mit zwei Podestplätzen als Dritter in Garmisch-Partenkirchen und Zweiter in Bischofshofen überzeugen. Außerdem wurde er Siebter in Oberstdorf und 16. in Innsbruck. Dadurch landete er zum ersten Mal auf dem Podium in der Tournee-Gesamtwertung. Er wurde Dritter hinter Kamil Stoch und Andreas Wellinger. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gehörte er zum fünfköpfigen norwegischen Aufgebot. Er wurde jedoch in keinem der drei Wettbewerbe eingesetzt.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fannemel hat drei Geschwister. Sein Zwillingsbruder Einar und seine ältere Schwester Eline sind beide Biathleten, der zwei Jahre ältere Rasmus ist nicht im Sport aktiv. Fannemel hat darüber hinaus zwei Cousins, die ebenfalls Skispringer sind, Lorentz und Brede.[9]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 13. Dezember 2014 RusslandRussland Nischni Tagil Großschanze
2. 8. Februar 2015 DeutschlandDeutschland Titisee-Neustadt Großschanze
3. 31. Januar 2016 JapanJapan Sapporo Großschanze
4. 16. Dezember 2017 SchweizSchweiz Engelberg Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 11. Februar 2012 DeutschlandDeutschland Willingen Großschanze
2. 7. März 2015 FinnlandFinnland Lahti Großschanze
3. 23. Januar 2016 PolenPolen Zakopane Großschanze
4. 22. Februar 2016 FinnlandFinnland Kuopio Großschanze
5. 19. März 2016 SlowenienSlowenien Planica Flugschanze
6. 25. März 2017 SlowenienSlowenien Planica Flugschanze
7. 18. November 2017 PolenPolen Wisła Großschanze
8. 25. November 2017 FinnlandFinnland Kuusamo Großschanze
9. 9. Dezember 2017 DeutschlandDeutschland Titisee-Neustadt Großschanze

Grand-Prix-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 27. August 2016 JapanJapan Hakuba Großschanze

Grand-Prix-Siege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 22. Juli 2016 PolenPolen Wisła Großschanze

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 23. August 2009 NorwegenNorwegen Lillehammer Großschanze
2. 2. Oktober 2010 PolenPolen Wisła Großschanze
3. 3. Oktober 2010 PolenPolen Wisła Großschanze
4. 4. Februar 2012 DeutschlandDeutschland Brotterode-Trusetal Großschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2009/10 60. 0026
2011/12 25. 0185
2012/13 26. 0289
2013/14 23. 0328
2014/15 04. 1161
2015/16 10. 0670
2016/17 26. 0213
2017/18 12. 0500

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011 20. 146
2012 11. 152
2013 60. 029
2014 34. 069
2015 27. 111
2016 07. 260
2017 27. 077

Schanzenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Vikersund NorwegenNorwegen Norwegen 251,5 m
(HS: 225 m)
14. Februar 2015 18. März 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anders Fannemel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norwegische Siege bei COC in Lillehammer. www.live-wintersport.com. 23. August 2009. Abgerufen am 19. Dezember 2009.
  2. Mit Spitzensprung zurück an die Spitze - Gregor Schlierenzauer siegt beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer. live-wintersport.de. 5. Dezember 2009. Abgerufen am 26. August 2013.
  3. Ergebnisübersicht bei www.fis-ski.com.
  4. Ergebnis bei www.berkutschi.com, abgerufen am 10. Februar 2012.
  5. Bericht bei www.berkutschi.com, abgerufen am 11. Februar 2012.
  6. „Zwei Siege für Anders Fannemel“@1@2Vorlage:Toter Link/berkutschi.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei www.berkutschi.com, abgerufen am 20. September 2012.
  7. „Gregor Schlierenzauer gewinnt von der Großschanze“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 25. November 2012.
  8. Severin Freund so weit wie noch nie, auf sportschau.de, am 15. Februar 2015, abgerufen am 15. Februar 2015
  9. Bericht auf aftenposten.no (Memento des Originals vom 26. März 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sport.aftenposten.no (norwegisch) vom 23. März 2012, abgerufen am 26. März 2012.