Anders Frisk

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Anders Frisk (* 18. Februar 1963 in Göteborg, Schweden) ist Versicherungskaufmann und war von Juli 1991 bis März 2005 Fußballschiedsrichter für den Weltverband FIFA.

Seine größten Turniere waren die Europameisterschaft 1996 in England, der Confederations Cup 1999 in Mexiko, die Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden, die Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea und die Europameisterschaft 2004 in Portugal. Insgesamt leitete er acht Spiele bei EM-Endrunden, darunter das Finale 2000. Kein anderer Referee kommt auf so viele Einsätze bei Europameisterschaften[1]. Zudem leitete Frisk zahlreiche Endspiele in den internationalen Vereinswettbewerben.

Er gehörte neben dem Deutschen Markus Merk und dem Italiener Pierluigi Collina ab dem Jahr 2000 zu den besten und profiliertesten Schiedsrichtern weltweit und belegte bei den Wahlen zum Weltschiedsrichter des Jahres bis zum Ende seiner Laufbahn stets vordere Plätze, in den Jahren 2000 und 2001 den zweiten, 2004 den dritten Platz.[2]

Für Schlagzeilen sorgte Frisk, als er 2004 die Champions-League-Partie zwischen AS Rom und Dynamo Kiew beim Stand von 0:1 abbrechen musste, nachdem er in der Halbzeitpause von einem Feuerzeug oder einer Münze am Kopf getroffen worden war und sich dabei eine blutende Wunde zuzog. Nach Morddrohungen gegen ihn und seine Familie nach dem Champions-League-Spiel FC Chelsea gegen FC Barcelona am 8. März 2005 – Chelsea-Anhänger machten ihn für die 1:2-Niederlage im Hinspiel verantwortlich – beendete Frisk seine Schiedsrichterlaufbahn mit sofortiger Wirkung.[3] 2005 erhielt er aufgrund des Rücktritts den FIFA Presidential Award.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schiedsrichter mit den meisten Spielen bei EM-Endrunden. In: fussball-em-total.de. FUSSBALL-EM-total, abgerufen am 13. Juli 2016.
  2. Schiedsrichterstatistik auf schiris.com (Memento vom 25. Dezember 2015 im Internet Archive) (gesichtet: 16. Februar 2010)
  3. dpa und sueddeutsche.de 12. März 2005 Frisk beendet Schiedsrichter-Karriere (gesichtet am 16. Februar 2010)
  4. FIFA-Auszeichnungen (PDF; 132 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]