Andershausen

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Andershausen
Stadt Einbeck
Wappen von Andershausen
Koordinaten: 51° 50′ 44″ N, 9° 51′ 35″ O
Höhe: 222 m
Einwohner: 109 (1. Jan. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561
Andershausen (Niedersachsen)
Andershausen

Lage von Andershausen in Niedersachsen

Andershausen liegt an der westlichen Seite des Höhenzuges Hube

Andershausen ist ein Dorf und nördlicher Ortsteil der Stadt Einbeck in Niedersachsen, der seit 1936 über eine gut ausgebaute Zufahrtsstraße mit der Bundesstraße 3 verbunden ist. Er liegt am Fuß des Höhenzuges Hube.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1235 übertrug Adolf II. von Dassel seine Zehntrechte in Andershausen an das Stift Fredelsloh.[2] Eine weitere urkundliche Erwähnung fand Andershausen im Jahr 1312 als Antwordeshusen anlässlich einer Schenkung an das Marienstift. In dieser Zeit wird in Andershausen auch der Hopfenanbau erwähnt, der für das Bier in Einbeck verwendet wurde.

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf völlig zerstört, da auf der nahegelegenen alten Hubestraße die Truppen durchzogen. Die Bevölkerung flüchtete sich in den Schutz der Mauern Einbecks. 1651 hatte Andershausen nur noch 3 Wohngebäude. 1654/55 wurden 16 Einwohner gezählt.

Im Jahre 1910 bauten die Andershäuser zur Wasserversorgung eine 800 m lange Wasserleitung mit Pumpstation und Hochbehälter.

Während im Zweiten Weltkrieg die Bevölkerungszahl bei 60 Personen lag, stieg sie danach durch die Heimatvertriebenen des deutschen Ostens auf 150 Personen an.

Die Gemeinde Andershausen wurde am 1. März 1974 durch Eingemeindung zum Ortsteil der Stadt Einbeck.[3] Mit neun Höfen und einer Neubausiedlung zählt der Ort noch heute zu den kleinsten Dörfern der Stadt Einbeck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaften Andershausen und Kuventhal wählen einen gemeinsamen Ortsrat. Ortsbürgermeister ist Walter Watermann.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der roten Festungsmauer im unteren Drittel des silbernen Wappenschildes eine Eule sitzend.

Glockenturm Andershausen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelpunkt des Dorfes befand sich die kleine Dorfkapelle, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, deren Turm mit Uhr und Glocke aus dieser Zeit jedoch noch heute besteht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik Januar 2017 (PDF; 37 kB). Abgerufen am 13. April 2017.
  2. Manfred Hamann: Urkundenbuch des Stifts Fredelsloh, 1983, S. 33
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.