Andino (Zauberkünstler)

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Andino (* 23. März 1961 in Büderich als Andreas Michel) ist ein deutscher Zauberkünstler, Philosoph, Pädagoge und Autor.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andino wuchs in Koblenz auf. Mit 10 Jahren gab er kleine Zaubervorstellungen auf der Basis von Zauberkästen. Mit 13 Jahren stieß er zum Magischen Zirkel in Koblenz und gab 2 Jahre später eine erste Vorstellung vor einem größeren Publikum auf Burg Rothenfels im Spessart. Bereits 1978 erfolgte die erste Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Magische Welt. Von 1982 bis 1991 studierte er in Bonn Katholische Theologie, Politikwissenschaft, Psychologie, Pädagogik und Philosophie. In letzterem wurde er 1991 promoviert. Vorausgegangen waren Diplom-Abschlüsse in Theologie und Pädagogik. Bereits 1986 machte er die Zauberkunst zu seinem Beruf, finanzierte damit aber zunächst das weitere Studium. 1992 begann er eine nebenberufliche Tätigkeit in der philosophischen Erwachsenenbildung, die für seine späteren zauberphilosophischen Programme entscheidend wurde. Beeinflusst durch Jostein Gaarder (Sophies Welt) und Marc Sautet (Ein Café für Sokrates) wuchsen Zauberei und Philosophie immer mehr zusammen. In verschiedenen Programmen, Vorträgen, Büchern und anderen Medien entwickelt sich ein Werk, das von Kritikern beachtet wird.

Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alles nur Illusion, Eine Komödie der möglichen Unmöglichkeiten, Premiere 1992 im Café Hahn, Koblenz-Güls
  • Die Philosophie des Zauberns, Premiere 1999 im Theater für 99, Koblenz
  • PHILOZAUBER, GedankenSpiele-Illusionen, Premiere 2003 im Privattheater Konradhaus, Koblenz-Ehrenbreitstein
  • SAITENZAUBER, (Duo-Programm mit einem klassischen Gitarristen), Premiere 2004 im Konzertsaal der Musikschule Koblenz
  • TASTENZAUBER, (Duo-Programm mit dem Pianisten Bieno), Premiere 2005 im Konzertsaal der Musikschule Koblenz
  • SANGESZAUBER ,(Duo-Programm mit dem Bassbariton Volker Tramp), Premiere 2008 in der Ehemaligen Pallottinerkapelle Ehrenbreitstein
  • REALLUSION, Texte – Thesen – Taschenspiele, Premiere 2010 im Theatersaal der VHS-Koblenz
  • Die Macht der Täuschung, Ein zauberphilosophisches Soloprogramm zur Frage nach dem Übersinnlichen, Premiere am 22. Februar 2015 in Diehl’s Hotel Koblenz-Ehrenbreitstein

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denken in der Krise, Ökologisches Denken bei Albert Schweitzer, Max Horkheimer, Albert Camus und Bertrand Russell, Hamburg 1991 (Philosophische Dissertation Bonn)
  • Unterhaltung und Image, Artistische Unterhaltungskunst in sozialwissenschaftlicher Perspektive, Frankfurt a. M. 1993
  • Philosophie des Zauberns, Ein Essay über das Staunen, Hamburg 1994 (2. Aufl. 2003)
  • Tanz der Hände, Anstiftung zum Zaubern, Hamburg 1996 (2. Aufl. 2004)
  • Kleine Philosophie des Lachens, Ein Essay über das Phänomen des Komischen, Koblenz 2000
  • Andinos Zauberanthologie, Historisches und Kreatives zu 25 Klassikern der Illusionskunst, Stuttgart 2001
  • PHILOZAUBER mit ANDINO, Hörbuch zum Programm, Bonn 2004
  • Gemeinsam mit Michael Wittschier: Zauber Philosophie, Staunen, Fragen, Wissen, Düsseldorf 2007
  • Die philosophische Zauberleiter, Vom Marktplatz in die Cafés, Eine kleine Geschichte des Denkens mit zauberhaften Hinführungen, Hamburg 2010 (2. Aufl. 2011)

Von Dr. Andreas Michel-Andino liegen außerdem ca. 300 Artikel in Fachzeitschriften und verschiedenen Sammelwerken vor, darunter mehrere wegweisende Serien und Kolumnen in Zauberfachzeitschriften hauptsächlich zur Theorie und Geschichte der Illusionskunst.

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zusammen mit Thomas Ebers und Markus Melchers: Dialog als Lebensform, Festschrift für Gerhard Pfafferott, Koblenz 2007
  • Zwischenbilanz Zauberphilosophie, Eine Anthologie für Philosophie und Illusionskunst, Koblenz 2011

Mitgliedschaften und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978 Aufnahme in den Magischen Zirkel von Deutschland (MZvD)
  • 1979 Sonderpreis beim ersten Jugendwettbewerb des MZvD in Sindelfingen
  • 1984 Deutscher Vizemeister in der Sparte Kinderzauberei bei den ersten freien Deutschen Meisterschaften der Magischen Nordlichter in Hamburg. Ein erster Preis wurde nicht vergeben.
  • 1985 Aufnahme in die International Brotherhood of Magicians
  • 1990–2002 Leitung des Ortszirkels Koblenz des Magischen Zirkels von Deutschland
  • 1992 Mitbegründung der Sektion Mittelrhein der Deutschen Gesellschaft der Circusfreunde und Leitung bis 2002
  • 1999 Aufnahme in den The Magic Circle London unter Verzicht auf eine Prüfung
  • 2002 Ernennung zum Associate of the Inner Magic Circle with Silver Star und Deutschlandrepräsentanten des Magic Circle London
  • 2006 Aufnahme in das „Who is Who“ der Bundesrepublik Deutschland
  • 2007 Ernennung zum Member of the Inner Magic Circle with Gold Star
  • 2010 Aufnahme in den Order of Merlin der International Brotherhood of Magicians
  • 2011 Künstler des Jahres in der Sondersparte Zauberphilosophie
  • 2016 Künstler des Jahres in der Sparte Mentalmagie[1]
  • 2016 Goldenes MZvD-Abzeichen mit Brillanten zum 40jährigen Bühnenjubiläum[1]

Erwähnungen und Quellen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen August Alt, Zauberkunst, Eine Einführung, Stuttgart 1995
  • Thomas Ebers/Markus Melchers, Wie kommen die Bäume in den Wald, Freiburg im Breisgau 2001
  • Olaf Benzinger, Das Buch der Zauberer, München 2003
  • hr2-Doppel-Kopf, Andino im Gespräch mit Stephan Hübner, Frankfurt a. M., gesendet am 12. Januar 2007
  • Stephan Oettermann und Sibylle Spiegel, Lexikon der Zauberkünstler, Offenbach am Main 2004
  • Thomas Ebers/Markus Melchers, Praktisches Philosophieren mit Kindern, Münster 2005
  • Wittus Witt, Zaubern und Verzaubern, Ein Blick in die zeitgenössische Zauberkunst, Hamburg 2008
  • Siegfried Reusch (Hrsg.), Der Zauber des Denkens, Gespräche über Philosophie, Darmstadt 2012
  • Wittus Witt, 65 Zauber-Geschichten, Meine Begegnungen mit Zauberkünstlerinnen und Zauberkünstlern, 2. Aufl. Hamburg 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zauberer Andino zweimal ausgezeichnet. In: opus-kulturmagazin.de. Abgerufen am 12. November 2017.