Andolsheim

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Andolsheim
Wappen von Andolsheim
Andolsheim (Frankreich)
Andolsheim
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Colmar
Kanton Andolsheim
Koordinaten 48° 4′ N, 7° 25′ O48.06257.4169444444444189Koordinaten: 48° 4′ N, 7° 25′ O
Höhe 185–192 m
Fläche 11,60 km²
Einwohner 2.232 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 192 Einw./km²
Postleitzahl 68280
INSEE-Code
Website http://www.andolsheim.fr/

Mairie (Bürgermeisterei)

Andolsheim ist eine französische Gemeinde mit 2232 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Pays du Ried Brun und Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Geografie[Bearbeiten]

Andolsheim liegt zwischen der Ill im Westen, der D415 im Osten, Sundhoffen im Süden und dem Weiler Wihr-en-Plaine, der zu Horbourg-Wihr gehört, im Norden, 5 Kilometer südöstlich von Colmar. Hinter der Départementsstraße, westlich und südwestlich der Gemeinde, liegt der Staatswald „Kastenwald“.

Geschichte[Bearbeiten]

Andolsheim wurde als Ansulfishaim (Andulfs Heim) erstmals im Jahr 768 urkundlich erwähnt. Die Ortsnamen auf -heim sind ab dem 6. Jahrhundert in Mode gekommen, sie sind Zeugnis der fränkischen Landnahme.[1]

Bis 1324 war der Ort Lehen der Seigneurs von Horbourg, dann fiel Horbourg, und damit auch Andolsheim, an die Grafen von Württemberg, die 1538 die Reformation einführten.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [2])
1793 1851 1946 1975 1990 2006
660 1126 645 1088 1565 2227


Von 1793 bis 1851 stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde an. Dann sank sie bis 1946. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde. 2006 hatte sie mehr als dreimal soviele Einwohner wie 1793.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eine ursprüngliche Kirche in Andolsheim wurde 801 erstmals urkundlich erwähnt, sie war damals Saint Denis geweiht. Mit der Einführung der Reformation geriet der Schutzpatron der Kirche in Vergessenheit. Von 1687 bis 1883 wurde die Kirche als Simultankirche genutzt und Saint Georges geweiht. Vom mittelalterlichen Gebäude existiert heute nur noch der Glockenturm und der Chor aus dem 13. Jahrhundert. Um 1650 wurde das Kirchenschiff umgebaut. 1737 wurde das Westportal eingerichtet und 1838 die Westfassade erneuert. 1985 wurde das Innere der Kirche renoviert, die heute zur Pfarrei Sundhoffen gehört. Die Kirchenorgel wurde um 1780 von Martin Bergäntzel konstruiert. 1958 wurde die Orgel restauriert und von 1979 bis 1980 erneuert.

Die katholische Kirche Saint-Georges wurde von 1882 bis 1883 gebaut und beendete die katholische Nutzung der anderen Kirche Saint-Georges. Das Innere der Kirche wurde allerdings erst 1890 fertiggestellt. Diese Kirche wurde ebenfalls 1985 renoviert. Sie gehört zur Pfarrei Horbourg-Wihr.[3]

An der Mairie (Bürgermeisterei) steht ein Grenzstein aus dem Jahre 1754, auf dem das Wappen der Herzöge von Württemberg abgebildet ist.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Erwerbszweige der Andolsheimois sind Ackerbau, Weinbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern, Hausschafen und Hausschweinen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andolsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Gelbe Bürg in fränkischer Zeit Abgerufen am 6. Dezember 2009
  2. Andolsheim auf cassini.ehess.fr
  3. Eintrag Nr. 68007 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Eintrag Nr. 68007 in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=895&req=Andolsheim&style=fiche Andolsheim auf quid.fr (französisch), abgeschaltet am 25. März 2010