Andor (Fernsehserie)

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Serie
Titel Andor
Originaltitel Andor
Andor-logo-schwarz.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Genre Space Opera,
Thriller,
Drama
Erscheinungsjahre seit 2022
Länge 38–57 Minuten
Episoden 12 in 1+ Staffel (Liste)
Produktions-
unternehmen
Lucasfilm,
Walt Disney Studios
Idee Tony Gilroy
Produktion Kate Hazell,
David Meanti
Musik Nicholas Britell
Kamera Adriano Goldman,
Frank Lamm,
Damián García,
Jonathan Freeman
Schnitt John Gilroy,
Tim Porter,
Hazel Baille,
Dan Roberts,
Frances Parker,
Matthew Cannings,
Simon Smith,
Yan Miles
Premiere 21. Sep. 2022 auf Disney+
Deutschsprachige
Premiere
21. Sep. 2022 auf Disney+
Besetzung
Synchronisation

Andor, auch Star Wars: Andor ist eine US-amerikanische Space-Opera-Serie von Tony Gilroy, die am 21. September 2022 auf dem Streaming-Portal Disney+ startete. Die Serie ist Teil des Star-Wars-Universums von George Lucas und erzählt die Vorgeschichte des Kinofilms Rogue One: A Star Wars Story (2016). In der titelgebenden Hauptrolle ist Diego Luna als Rebellen-Kapitän und Spion Cassian Andor zu sehen.

Die erste Staffel umfasst 12 Episoden. Eine zweite und zugleich letzte Staffel befindet sich bereits in Produktion.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie folgt dem späteren Rebellen Cassian Andor und erzählt die Anfänge der sich bildenden Rebellenallianz. Die Titelfigur durchläuft eine Wandlung vom verruchten Gesetzlosen hin zum loyalen Kämpfer der Rebellion, der später bei der Beschaffung der Todesstern-Baupläne den Heldentod stirbt. Andor steht im Fokus der Handlung, wobei verschiedene Nebenhandlungen diverse weitere Figuren und deren Geschichten begleiten und das Alltagsleben in der Galaxis unter der Terrorherrschaft des Imperiums beleuchten.

Staffel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie setzt fünf Jahre vor der Schlacht von Yavin - und somit 14 Jahre nach der Umformung der Galaktischen Republik zum Galaktischen Imperium durch Imperator Palpatine - ein.

Zu Beginn sucht Cassian Andor auf der Hauptwelt des Preox-Morlana-Sicherheitskonzerns, einer vom Imperium unabhängigen privaten Sicherheitsfirma, nach seiner Schwester. Diese hat er seit seiner Kindheit nicht mehr gesehen, da das Imperium mit der Zeit ihren Heimatplaneten Kenari ausgebeutet hat, wobei er schließlich von der Plünderin Maarva Andor mitgenommen wird, als sich die Situation dort verschärft. Seine Suche verläuft jedoch suboptimal, da er zwei Mitarbeiter des Konzerns tötet und fortan flüchtet.

Dies ruft Inspektor Syril Karn vom Sicherheitskonzern auf den Plan, der mit einer kleinen Gruppe an Soldaten Cassians Spur auf den Planeten Ferrix zurückverfolgt. Dort leben auch die mittlerweile gesundheitlich angeschlagene Maarva und die Mechanikerin Bix Caleen, die für Cassian den Kontakt zu einem mysteriösen Käufer herstellt, da dieser eine imperiale Starpath-Einheit erbeuten konnte. Der Käufer tritt Cassian tatsächlich gegenüber und beide entkommen knapp, wobei die meisten von Syrils Soldaten ums Leben kommen und dieses Ereignis ihn fassungslos zurücklässt.

Als Konsequenz wird der Sicherheitskonzern dem Imperium unterstellt und Cassian willigt in das Angebot des Käufers ein, an einem Diebstahl teilzunehmen. Dieser findet auf dem Planeten Aldhani statt, wobei es der Gruppe nach anfänglichen Reibereien gelingt, diesen durchzuführen: Ihre Beute ist der Quartalslohn eines ganzen imperialen Sektors. Nur Cassian, die Anführerin der Gruppe, Vel Sartha, und Cinta Kaz überleben die Aktion; während letztere eigene Wege gehen, taucht Cassian unter falschem Namen mit seinem Anteil auf der tropischen Welt Niamos unter, wird dort aber (ohne erkannt zu werden) zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Diebstahl auf Aldhani erregt wiederum die Aufmerksamkeit der Imperialen Sicherheitsbehörde (ISB) unter Leitung von Colonel Wullf Yularen, welcher schließlich härtere Strafen und drastische Maßnahmen ankündigt. Derweil glaubt die aufstrebende Supervisorin Dedra Meero, in mehreren Zufalls-Ereignissen eine geplante Rebellion zu erkennen, stößt aber beim Vorgesetzten Major Partagaz auf Unverständnis. Mit der Zeit gelingt es ihr jedoch, dessen Anerkennung zu gewinnen und sie identifiziert schließlich den Drahtzieher der Aktionen, einen Fremden mit Codenamen Axis. Da Dedra überzeugt ist, dass Bix Informationen über Axis' Aufenthaltsort und Identität besitzt, lässt sie Bix u. a. mit den Schreien von durch das Imperium ermordeten Kindern foltern.

Der mysteriöse Axis heißt eigentlich Luthen Rael und führt ein Doppelleben als Rebell und Antiquitätenhändler auf Coruscant, von dem nur seine Mitarbeiterin Kleya Marki weiß; zudem hat er mit Supervisor Lonni Jung einen Spion in den Reihen der ISB. Da Cassian verschwunden ist, ist Kleya besorgt, dass er Luthens Identität offenlegen könnte, und befiehlt Vel die Ermordung von Cassian. Luthen wiederum sucht Unterstützung beim Widerstandskämpfer und Partisanen Saw Gerrera, der ihn zu dessen Enttäuschung abweist; beide können sich dennoch darauf einigen, dass sie eine andere Rebellengruppe opfern müssen, damit sie überleben können.

Zeitlich versucht Senatorin Mon Mothma durch die politischen Intrigen zu navigieren, denen nicht einmal ihre Familie entkommen kann, zumal ihr (arrangierter) Ehemann Perrin Fertha sie dabei kaum unterstützt. Da die Gelderverschiebung zwischen ihr und Luthen immer schwieriger wird, wendet sie sich an ihren alten Freund, den Banker Tay Kolma, der ihr auch nur begrenzt helfen kann. Die Probleme hingegen spitzen sich zu, sodass sie Hilfe vom chandrilanischen Gangster Davo Sculdun ersucht, der als Gegenleistung ein Treffen zwischen ihren Kindern fordert, das zu einer Zwangsheirat führen soll. Später gelingt es ihr zudem, ihrem Fahrer, der sie für den ISB ausspionieren soll, weißzumachen, dass ihr Mann das Geld aufgrund seiner Spielsucht verschleudert.

Cassian wird zur gleichen Zeit auf dem Planeten Narkina 5 auf einer sterilen Gefängnisinsel festgehalten, wo er mit anderen Gefangenen technische Apparaturen für einen unbekannten Zweck zusammenbaut. Nach einiger Zeit gelingt es ihm, den Vorarbeiter Kino Loy auf seine Seite zu ziehen, ehe er mit diesem und anderen eine Gefängnisrevolte in Gang setzt. Cassian und Ruescott Melshi, einem weiteren Gefangenen, gelingt die Flucht, wobei Kino freiwillig zurückbleibt, da er nicht schwimmen und somit den im Wasser liegenden Gefängniskomplex nicht verlassen kann.

Nach Maarvas Tod richtet sich alle Aufmerksamkeit auf Ferrix, da Dedra dort Axis vermutet und Luthen sowie Vel und Cinta planen, Cassian zu töten, während Syril ihn ebenfalls aufspüren möchte. Während des großen Trauermarsches spielt Maarvas und Cassians Droide eine von ihr aufgezeichnete Nachricht ab, in der sie die Bewohner zur Bekämpfung des Imperiums aufruft. Ein imperialer Captain macht jedoch einen Fehler, indem er die Übertragung zu unterbinden versucht, was eine Straßenschlacht auslöst. Dabei wird Dedra um ein Haar getötet, aber von Syril gerettet, und Cassian befreit die inhaftierte Bix. Nachdem er seinen Freunden hilft, von Ferrix zu entkommen, stellt er Luthen vor die Wahl, ihn umzubringen oder einsteigen zu lassen.

Zeitgleich ist im Orbit von Scarif der erste Todesstern fast fertiggestellt, wobei die Arbeiten der Gefangenen von Narkina 5 zu ihrer Unkenntnis in das noch im Bau befindliche Laser-Modul überführt werden.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptdarsteller Diego Luna, 2017

In der titelgebenden Hauptrolle ist Diego Luna zu sehen, welcher die Rolle zum zweiten Mal verkörpert. Weitere tragende Rollen umfassen Adria Arjona als Mechanikerin Bix Caleen, Stellan Skarsgård als Rebellen-Sympathisant Luthen Rael und Kyle Soller sowie Denise Gough als Gegenspieler Syril Karn, der dem imperialen Sicherheitskonzern Preox-Morlana angehört, und Lieutenant Dedra Meero, eine Angehörige der ISB.

Zudem sind Fiona Shaw als Cassians Adoptivmutter Maarva Andor, Joplin Sibtain als Brasso, Alex Ferns als Karns Stellvertreter Sergeant Linus Mosk sowie Ben Miles als Tay Kolma, ein Banker und Verbündeter von Senatorin Mon Mothma, zu sehen.

Diese wird nach Episode III und Rogue One zum dritten Mal von Genevieve O’Reilly gespielt, die sie ebenfalls in Rebels sprach. Malcolm Sinclair verkörpert Colonel Wullf Yularen, eine weitere Figur aus den Animationsserien The Clone Wars und Rebels, die hier ihr zweites Live-Action-Debüt feiert und vorher von Tom Kane gesprochen bzw. in Episode IV von Robert Clarke gespielt wurde. Forest Whitaker porträtiert erneut Saw Gerrera, den er bereits in mehreren anderen Star-Wars-Medien verkörperte bzw. sprach, während Duncan Pow seine Rolle aus Rogue One wieder aufnahm.

Die deutschsprachige Synchronfassung entsteht nach Dialogbüchern von Klaus Bickert, Markus Jütte, Christian Langhagen, Laura Johae und Björn Schalla sowie unter der Dialogregie von Schalla und Birte Baumgardt bei FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin.

Marcel Collé, Björn Schalla und Tobias Meister übernahmen ihre jeweiligen Rollen aus Rogue One, wie auch Erich Räuker seine aus den Animationsserien. Für Mon Mothma wurde erneut Alexandra Lange verpflichtet, welche die Figur erstmals in Die Rückkehr der Jedi-Ritter sprach.

Rollenname Darsteller Porträt Hauptrolle
(Episoden)
Nebenrolle
(Episoden)
Gastrolle
(Episoden)
Synchronsprecher[1]
Cassian Jeron Andor / Kassa Diego Luna Diego Luna - Lucca Comics & Games 2018 01.jpg 1.01– Marcel Collé
Antonio Viña (Kind) 1.01–1.03 1
Lucas Bond (jung) 1.07, 1.12
Inspektor Syril Karn Kyle Soller Kyle Soller at The Keeping Room UK Premiere.jpg 1.01–1.05, 1.07–1.09, 1.11–1.12 Tim Kreuer
Bix Caleen Adria Arjona Adria Arjona 2022 (cropped).jpg 1.01–1.03, 1.07–1.09, 1.11–1.12 Giuliana Jakobeit
Brasso Joplin Sibtain 1.01–1.03, 1.08, 1.11–1.12 Daniel Welbat
Timm Karlo James McArdle James McArdle at the London 2012 Olympics torch relay (cropped).jpg 1.01–1.03 Fabian Kluckert
Chefinspektor Hyne Rupert Vansittart Rupert Vansittart by Gage Skidmore.jpg 1.01, 1.04 Ernst Meincke
Luthen Rael Stellan Skarsgård Stellan Skarsgård 2009.jpg 1.02–1.08, 1.10– Douglas Welbat
Sergeant Linus Mosk Alex Ferns 1.02–1.04, 1.11–1.12 Dirc Simpson
Maarva Andor Fiona Shaw Fiona Shaw BAM 2011-01-16.jpg 1.02–1.03, 1.07–1.08, 1.12 Kerstin Sanders-Dornseif
Clem Andor Gary Beadle 1.03, 1.07, 1.12 Sven Gerhardt
Senatorin Mon Mothma Genevieve O’Reilly 1.04– Alexandra Lange
Lieutenant Dedra Meero Denise Gough 1.04– Flavia Vinzens
Vel Sartha Faye Marsay Faye Marsay by Gage Skidmore.jpg 1.04–1.09, 1.11–1.12 Nadine Heidenreich
Cinta Kaz Varada Sethu 1.04–1.08, 1.10–1.12 Franziska Trunte
Kleya Marki Elizabeth Dulau 1.04–1.08, 1.10–1.11 Moira May
Karis Nemik Alex Lawther Alex Lawther.jpg 1.04–1.06, 1.12 Jonas Lauenstein
Lieutenant Gorn Sule Rimi 1.04–1.06 Tim Moeseritz
Taramyn Barcona Gershwyn Eustace Jnr 1.04–1.06 Thomas Wenke
Arvel Skeen Ebon Moss-Bachrach Ebon Moss-Bachrach by Gage Skidmore.jpg 1.04–1.06 Uve Teschner
Perrin Fertha Alastair Mackenzie 1.04–1.05, 1.07–1.09, 1.12 Boris Tessmann
Eedy Karn Kathryn Hunter Kathryn Hunter (cropped).jpg 1.04–1.05, 1.07, 1.09, 1.11 Karin David
Major Partagaz Anton Lesser Anton Lesser (2011).jpg 1.04, 1.06–1.10, 1.12 Detlef Gieß
Kommandant Jayhold Beehaz Stanley Townsend 1.06 Klaus-Dieter Klebsch
Tay Kolma Ben Miles 1.07–1.10 Uwe Büschken
Ruescott Melshi Duncan Pow 1.08–1.11 Björn Schalla
Kino Loy Andy Serkis Andy Serkis by Gage Skidmore 2.jpg 1.08–1.10 Lutz Schnell
Saw Gerrera Forest Whitaker Forest Whitaker by Gage Skidmore.jpg 1.08, 1.11 Tobias Meister
Davo Sculdun Richard Dillane 1.10, 1.12 Pierre Peters-Arnolds
B2EMO Dave Chapman (Stimme) 1.01–1.03, 1.07–1.08, 1.11–1.12 Otto Strecker
Wilmon Paak Muhannad Bhaier 1.01–1.03, 1.08, 1.12 Linus Drews
Salman Paak Abhin Galeya 1.01–1.03, 1.08, 1.12 Georgios Tzitzikos
Pegla Kieran O’Brien 1.01–1.02, 1.12 Matthias Klages
Lieutenant Supervisor Blevin Ben Bailey Smith 1.04–1.07, 1.12 Timo Weisschnur
Leida Mothma Bronte Carmichael 1.05, 1.07–1.09, 1.11–1.12 Yamuna Kemmerling
Colonel Wullf Yularen Malcolm Sinclair Malcolm Sinclair at the STR Theatre Book Prize ceremony on 18 May 2011 at the Drury Lane Theatre, London.jpg 1.07–1.08 Erich Räuker
Flob Alex Blake 1.07–1.08 Oliver Siebeck
Ham Clemens Schick Clemens Schick Berlinale 2010 (cropped).jpg 1.08–1.10 Clemens Schick
Ulaf Christopher Fairbank 1.08–1.10 Lutz Mackensy
Taga Tom Reed 1.08–1.10 Lasse Dreyer
Jembroc Brian Bovell 1.08–1.10 Dirk Bublies
Xaul Josef Davies 1.08–1.10 Tobias Nath
Birnok Rasaq Kukoyi 1.08–1.10 Rezân Cheikhamous
Doktor Gorst Joshua James 1.09 Tobias Diakow
Nurchi Raymond Anum 1.01–1.02, 1.08–1.10, 1.12 Kaze Uzumaki
Pre-Mor-Mitarbeiter Alex Austin 1.01–1.02 Alex Friedland
Vetch Ian Whyte Ian-whyte-2018.jpg 1.01 Matthias Friedrich
Moroff 1.08, 1.11 2
Willi Ron Cook 1.02–1.03 Freimut Götsch
Xanvan „Xan“ Zubin Varla 1.02–1.03, 1.11–1.12 Samuel Zekarias
Granik Kiran Shah Kiran Shah, 2006.jpg 1.02 1
Attendant Heert Jacob James Beswick 1.04–1.12 Christian Holdt
Kloris Lee Ross 1.04–1.05, 1.07, 1.09, 1.12 Boris Tessmann (1.04)
Benjamin Kiesewetter (1.05–1.07)
Martin Schubach (1.09)
Supervisor Lonni Jung Robert Emms 1.04, 1.06–1.10, 1.12 Marco Rosenberg
Supervisor Lagret Michael Jenn 1.04, 1.06–1.10, 1.12 Jens-Uwe Bogadtke
Supervisorin Grandi Lucy Russell 1.04, 1.06–1.07, 1.12 Maria Sumner
Corporal Kimzi Nick Blood Nick Blood (cropped).jpg 1.05–1.06 Dennis Herrmann
Captain Vanis Tigo Wilf Scolding 1.05, 1.08–1.09, 1.11–1.12 Sebastian Kaufmane
Colonel Petigar Richard Katz 1.06 Stefan Staudinger
Roboda Beehaz Michelle Duncan 1.06 Heike Beeck
Leonart Beehaz Alfie Todd 1.06 Bela Baum
Doktor Quadpaw Aidan Cook 1.06 Harald Effenberg
KX-Sicherheitsdroide 1.07 Matthias Friedrich
Benthic Two-Tubes 1.08, 1.11 1
Küstentruppler Sam Witwer (Stimme) Sam Witwer by Gage Skidmore.jpg 1.07 Gedeon Burkhard
Attendant Corv Noof Ousellam 1.08–1.12 Florens Schmidt
Leevan Tenza Dilu Miah 1.08 2
Kullbee Sperado Robert Nairne 1.08
Doktor Rhasiv Adrian Rawlins Adrian Rawlins à Imagin'ères Toulouse.jpg 1.09–1.10 Stephan Rabow
Doktor Mullmoy Matt Dunkley 1.10, 1.12 2
Captain Elk Roger Barclay 1.11 Viktor Neumann
Stakun Sculdun Finley Glasgow 1.12 2
1 Originalton
2 Stumm

Einordnung in das Star-Wars-Universum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung setzt fünf Jahre vor der Erbeutung der Todesstern-Pläne, bzw. den Ereignissen von Rogue One: A Star Wars Story und damit ebenso vor Krieg der Sterne (1977) an. Dabei deckt die erste Staffel in vier Blöcken das erste Jahr ab, während die zweite Staffel die darauffolgenden vier Jahre erzählen soll.[2]


Zeitleiste der Filme und Serien im Star-Wars-Universum[3][4][5][6]
Filme und Serien fiktive Zeitrechnung (in Jahren)
VSY NSY
33 32 31 30–24 23 22 21 20 19 18 17–15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11–31 32 33 34 35 36
Die dunkle Bedrohung
Angriff der Klonkrieger
Die Rache der Sith
I II III
Krieg der Sterne
Das Imperium schlägt zurück
Die Rückkehr der Jedi-Ritter
IV V VI
Das Erwachen der Macht
Die letzten Jedi
Der Aufstieg Skywalkers
VII VIII IX
Rogue One
Solo
a R1
a S
The Clone Wars (+ Kinofilm)
The Bad Batch
Obi-Wan-Kenobi
Rebels
Andor
Resistance
The Mandalorian
Das Buch von Boba Fett
TCW
BB
K
Rebels b
Andor
R
M
BF
Fall der Jedi Herrschaft des Imperiums Zeitalter der Rebellion Die Neue Republik Aufstieg der Ersten Ordnung
Prequel-Trilogie (Episoden I–III)
Original-Trilogie (Episoden IV–VI)
Sequel-Trilogie (Episoden VII–IX)
A-Star-Wars-Story-Filme
(kanonische) Serien

Die Folgen der Serie Die Mächte des Schicksals spielen jeweils zu unterschiedlichen Zeitpunkten, sodass eine Auflistung in der Tabelle nicht sinnvoll möglich ist. Ebenfalls nicht aufgelistet sind Miniserien, Kurzgeschichten, Comics, Bücher und andere Begleitwerke des offiziellen Star-Wars-Kanons sowie der Themenpark Star Wars: Galaxy’s Edge (zwischen VIII und IX). Zur schematischen Einordnung der Handlungen wird die fiktive Zeitrechnung des Star-Wars-Universums verwendet. Diese unterscheidet zwischen den Jahren vor der Schlacht von Yavin (VSY) und nach der Schlacht von Yavin (NSY). Die Schlacht von Yavin IV bildet das Ende von Krieg der Sterne (1977), bei dem Luke Skywalker und die Rebellenallianz den ersten Todesstern zerstören.


Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tony Gilroy, Showrunner von Star Wars: Andor

Im November 2018 kündigte Lucasfilm an, dass die Arbeit an einer Prequel-Serie zum Film Rogue One: A Star Wars Story über die Figur Cassian Andor begonnen habe. Stilistisch sollte die Serie an einen Spionage-Thriller angelehnt sein. Als Hauptdarsteller kehrte Diego Luna zurück, der die Figur bereits im Film verkörpert hatte.[7] Als Showrunner der Serie wurde Tony Gilroy verpflichtet, nachdem zunächst berichtet wurde, dass Stephen Schiff diese Aufgabe übernehmen werde. Gilroy war als Autor bereits an der Entstehung von Rogue One: A Star Wars Story beteiligt gewesen. Schiff verblieb weiterhin Teil des Autorenteams der Drehbücher. Ebenso am Drehbuch beteiligten sich Dan Gilroy und Beau Willimon. Im Februar 2021 wurden Susanna White und Benjamin Caron als weitere Regisseure der Serie angekündigt.[8]

Die Vorproduktion von Andor begann im September 2019 und einen Monat später sollte mit dem Drehen begonnen werden, nachdem Diego Luna seine Arbeit an der Serie Narcos: Mexico abgeschlossen hatte.[9] Die Arbeiten an der Serie wurden etwa sechs Wochen nach Aufnahme der Vorproduktion aufgrund der COVID-19-Pandemie zunächst auf unbestimmte Zeit unterbrochen.[10]

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten zu Andor begannen Ende November 2020 in den Pinewood Studios in London unter der Regie von Toby Haynes.[11] Ursprünglich sollte bereits 2019 mit dem Drehen begonnen werden, doch der Beginn der Dreharbeiten wurde zuerst verschoben und später nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie 2020 erneut. Deswegen entschied sich Regisseur Tony Gilroy, für die Dreharbeiten nicht von Amerika nach England zu reisen, und die Regieführung der ersten drei Episoden der Serie ging über an Toby Haynes. Gilroy verblieb jedoch als ausführender Produzent und Showrunner der Serie.[12] Die Produktion wurde Anfang 2021 schließlich wieder unter strengen Hygiene-Maßnahmen fortgesetzt. Mitte August 2021 wurden die Dreharbeiten an der Serie schließlich abgeschlossen.[13]

Im Februar 2022 erklärte Darsteller Stellan Skarsgård, dass die Dreharbeiten zur zweiten Staffel im Herbst 2022 starten sollen.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Staffel von Andor wurde ab dem 21. September 2022 im wöchentlichen Rhythmus auf der Video-Streaming-Plattform Disney+ gezeigt. Dabei konnten zum Start bereits die ersten drei Episoden abgerufen werden.[14] Die erste Staffel umfasste zwölf Episoden und endete am 23. November 2022 mit dem Staffelfinale Rix Road.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes
Kritiker SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[15]
Publikum SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[15]
Metacritic
Kritiker SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[16]
Publikum SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[16]
IMDb (Publikum) SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[17]
Moviepilot SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[18]
Episodenbewertung auf Rotten Tomatoes[15]

Der Aggregator Rotten Tomatoes ermittelte eine Zustimmung von 96 % auf der Grundlage von 571 Kritikerbewertungen.[15] Metacritic, das einen gewichteten Durchschnitt verwendet, vergab eine Punktzahl von 74 von 100 auf der Grundlage von 31 Kritiken, was auf „allgemein positive Kritiken“ hinweist.[16]

Die britische Tageszeitung The Guardian betitelte Andor als „die beste Star-Wars-Serie seit The Mandalorian“,[19] während das US-amerikanische Branchenblatt Variety sich positiv über Andors Abkehr von anderen Star-Wars-Projekten äußerte, mit einer „Geschichte von Menschen, die nichts mit Solos, Skywalkers oder Palpatines zu tun haben, deren Leben aber dennoch wichtig ist“.[20]

Laut dem Filmkritiker Andreas Borcholte vom Spiegel wähne man sich zu Beginn der Serie „im falschen Science-Fiction-Film“, da die Szenerie wie aus Blade Runner und WALL·E entsprungen wirke. Andor sei eine „»Star Wars«-Serie für Erwachsene, die eher auf ein panoramisches, weniger explosives Narrativ setzt.“ Im Gegensatz zu den letzten Fernsehserien im Star-Wars-Franchise spielen „Jedi-Ritter, Sith-Lords und »Macht«-Brimborium mal keine Rolle.“[21] Für den Filmkritiker Niklas Freund von der Süddeutschen Zeitung ist Andor „mehr Agententhriller als Zukunftsmärchen“, womit der Franchise endlich mal wieder was riskiere.[22] Für Andreas Fischer von der Fernsehzeitschrift Prisma ist die Serie „endlich ein Hit“, da sie „mit spannenden Abenteuern, einem authentischen Look und ambivalenten Figuren“ überzeuge und die Galaxie „aus einer neuen Perspektive“ erkunde.[23] Für Stephanie Schlottag von der Computerspielezeitschrift GameStar ist „nicht nur der Look, auch die Stimmung der Serie […] galaxienweit von den bunten Sci-Fi-Opern der Filme entfernt“, diese lege auch gegenüber Rogue One „nochmal eine ordentliche Schippe Dreck und Gewalt oben drauf“.[24]

Laut Benjamin Hecht vom Online-Portal Filmstarts glänze die Serie „mit seiner Verliebtheit fürs Detail, dem einnehmenden Worldbuilding, starken Dialogen und einem beeindruckenden Produktionsaufwand“, mache jedoch den „gleichen Fehler wie bei Obi-Wan Kenobi“, da die Serie „sich wirklich sehr viel Zeit lässt, die Welt und unzählige Nebenfiguren auszubauen“. Zudem sei die „komplette Struktur von ‚Andor‘ […] darauf ausgelegt, dass jeweils drei Folgen einen eigenen Handlungsbogen“ haben, werden jedoch ab der vierten Folge im Wochenrhythmus veröffentlicht, „das Endprodukt wirkt dadurch träge“.[25] Für Andreas Engelhardt vom Online-Portal Kino.de „wirkt Andor wie eine Rückbesinnung auf aufrichtigere Zeiten“, da die „letzten Star Wars-Titel dem von Marvel-Filmen inspirierten lustig, lockeren, mit einem Augenzwinkern versehenen Ansatz folgten, den gefühlt so gut wie alle modernen Blockbuster kopieren.“[26]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andor. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 26. September 2022.
  2. Borys Kit: ‘Star Wars’: Cassian Andor Disney+ Series Adds Two Actors (Exclusive). In: The Hollywood Reporter. 24. April 2020, abgerufen am 25. April 2020 (englisch).
  3. The Complete Del Rey Books Timeline. In: Random House Books. Abgerufen am 26. Mai 2018 (englisch).
  4. Emil Fortune: Star Wars: Galaktischer Atlas. Ravensburger, 2017, ISBN 978-3-473-49038-7 (Originaltitel: Star Wars: Galactic Atlas. Übersetzt von Wolfgang Hensel).
  5. Jamie Lovett: Lucasfilm Reveals Official Timeline of the Star Wars Saga. In: comicbook.com. 24. August 2019, abgerufen am 29. August 2019 (englisch).
  6. Eric Diaz: The STAR WARS Timeline Has New Official Eras. In: Nerdist. 5. Januar 2021, abgerufen am 28. Mai 2021 (englisch).
  7. Cassian Andor Live-Action Series Announced. In: StarWars.com. 8. November 2018, abgerufen am 4. Januar 2019 (englisch).
  8. Jacob Fisher: Ben Caron & Susanna White Set To Direct ‘Andor’ Series (EXCLUSIVE). In: Discussing Film. 4. Februar 2021, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  9. Brent Lang: ‘Star Wars’: Diego Luna to Lead Spinoff Series. In: Variety. 8. November 2018, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  10. Rohan Patel: Cassian Andor Disney+ Series had completed about six weeks of pre-production prior to shut down. In: ComicBookMovie.com. 10. April 2020, abgerufen am 25. April 2020 (englisch).
  11. Maggie Dela Paz: Cassian Andor: Diego Luna Confirms Disney+ Series Has Begun Filming. In: ComingSoon.net. 4. Dezember 2020, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  12. Justin Kroll: ‘Black Mirror’s Toby Haynes To Direct ‘Rogue One’ Spin-Off Series At Disney+ As Tony Gilroy Steps Aside As Director. In: Deadline. 22. September 2020, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  13. EXCLUSIVE: Andor has finished filming. In: Bespin Bulletin. 22. August 2021, abgerufen am 22. August 2021 (englisch).
  14. Erik Pedersen, Nellie Andreeva: Disney+ Unveils ‘Lizzie McGuire’ Sequel, ‘Muppets’ Short-Form, ‘Obi-Wan Kenobi’ At D23 – Full List Of Streaming Service’s Programming. In: Deadline. 24. August 2019, abgerufen am 7. Februar 2021 (englisch).
  15. a b c d Andor. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 29. November 2022 (englisch).Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Unnötige Verwendung von Parameter 2Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Verschiedene Kenner in Wikipedia und WikidataA gritty adventure told from the ground perspective of the Empire's reign, Andor is an exceptionally mature and political entry into the Star Wars mythos – and one of the best yet.
  16. a b c Andor. In: Metacritic. CBS, abgerufen am 18. November 2022 (englisch).Vorlage:Metacritic/Wartung/Unnötige Verwendung von Parameter 2Vorlage:Metacritic/Wartung/Verschiedene Kenner in Wikipedia und Wikidata
  17. Andor. Internet Movie Database (IMDb), abgerufen am 18. November 2022 (englisch).
  18. Andor. Moviepilot, abgerufen am 18. November 2022.
  19. Jack Seale: Andor review – the best Star Wars show since The Mandalorian. In: The Guardian. 21. September 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022 (englisch).
  20. Caroline Framke: 'Andor' Marks a Huge, and Hugely Welcome, Departure From Disney+’s Typical 'Star Wars' Model: TV Review. In: Variety. 20. September 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022 (englisch).
  21. Andreas Borcholte: Proletarier zu Sternenkriegern. In: Der Spiegel. 21. September 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022.
  22. Nicolas Freund: In dunklen Gassen. In: Süddeutsche Zeitung. 21. September 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022.
  23. Andreas Fischer: „Andor“: Diese „Star Wars“-Serie ist endlich ein Hit. In: Prisma. 21. September 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022.
  24. Stephanie Schlottag: Serienkritik: Andor ist anders als alles, was wir bisher von Star Wars gesehen haben. In: GameStar. 21. September 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022.
  25. Benjamin Hecht: Disney+ macht bei „Star Wars: Andor“ den gleichen Fehler wie bei „Obi-Wan Kenobi“ – Netflix zeigt, wie es besser geht! In: Filmstarts. 5. Oktober 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022.
  26. Andreas Engelhardt: „Andor“-Kritik: Darauf haben wir im „Star Wars“-Universum seit Jahren gewartet. In: Kino.de. 21. September 2022, abgerufen am 24. September 2022.