Andrássy Universität Budapest

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Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität Budapest
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Trägerschaft privat
Ort Budapest
Rektor Dietmar Meyer
Studenten ca. 200
Website www.andrassyuni.eu
Das Universitätsgebäude aus der Vogelperspektive

Die Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität Budapest (kurz: Andrássy Universität Budapest - AUB) ist eine private Universität mit Sitz in Budapest, der Hauptstadt von Ungarn. Die AUB wurde 2001 gegründet und ist die einzige vollständig deutschsprachige Universität außerhalb des deutschen Sprachraums. Als europäische Universität in Ungarn wird sie von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern, dem Land Baden-Württemberg, der Republik Österreich und Ungarn getragen und von der Schweizerischen Eidgenossenschaft sowie von der autonomen Region Trentino-Südtirol gefördert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Andrássy Universität Budapest wurde 2001 von Ungarn, Österreich, Bayern und Baden-Württemberg gegründet. Unterzeichner der sogenannten „Ulmer Erklärung“ am 22. Februar 2001 waren Viktor Orbán, Edmund Stoiber, Erwin Teufel und Wolfgang Schüssel.[1]

Am 2. September 2002 wurde das erste Studienjahr eröffnet.[2] Offiziell eingeweiht wurde die Universität, unter anderem von Johannes Rau und Ferenc Mádl, am 29. November 2002.[3]

György Hazai wurde von der öffentlichen Stiftung für die Deutschsprachige Universität, dem Trägerorgan der Universität, zum „Gründungsrektor“ ernannt. Erster gewählter Rektor war Miklós Kengyel (2003–2007). Zwischen 2008 und Anfang 2017 war András Masát Rektor der Universität.[4] Seit dem 17. März 2017 leitet Dietmar Meyer die AUB.[5]

Am 5. September 2013 gab das ungarische Ministerium für Humanressourcen (Emberi Erőforrások Minisztériuma – EMMI), bekannt, dass die Universität die Kriterien einer „Exzellenzuniversität“ (kiemelt felsőoktatási intézmény) erfüllt und deshalb im Zeitraum von 2013-16 im Rahmen der „Exzellenzförderung“ (kiválósági támogatás) des Ministeriums unterstützt wird. Die AUB darf sich seitdem als „University of National Excellence“ bezeichnen.[6]

Die Akkreditierungskommission der Evaluationsagentur evalag (Evaluationsagentur Baden-Württemberg) bescheinigte der Universität am 20. September 2013, dass ihr Qualitätsmanagement-System[7] dazu geeignet ist, die hohe Qualität der Studiengänge jederzeit zu sichern und die Studienangebote zielgerichtet weiterzuentwickeln. Damit ist die Andrássy Universität Budapest die erste ausländische Universität, die in Anlehnung an deutsche Regeln und Kriterien positiv begutachtet wurde.[8]

Der Namensgeber der Universität, Graf Gyula Andrássy (1823–1890), war ein ungarischer Magnat, Aufständischer gegen Habsburg und führender Politiker in der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie.

Hauptgebäude der Andrássy Universität Budapest

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte August 2003 nutzt die AUB das renovierte Palais Festetics (Festetics Palota) als Universitätsgebäude. Der repräsentative Bau steht unter Denkmalschutz und ist unveräußerliches Eigentum des ungarischen Staates.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universitätsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rektor der Universität ist Dietmar Meyer; Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs ist Ellen Bos; Prorektor für Lehre und Studierende Georg Trautnitz. Kanzler der Universität ist Ákos Domahidi[9]

Bekannte Mitglieder des Universitätsrates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Andrássy Universität können die Studierende die folgenden Master- und Aufbaustudiengänge absolvieren:

  • Donauraumstudien (postgradual)
  • Master in Europäische und Internationale Verwaltung
  • Master in International Economy and Business
  • Master in Internationalen Beziehungen (diesen auch in den Doppelmasterprogrammen zusammen mit der Universität Leipzig und der Universität Passau)
  • LL.M.-Programm (Master of Laws) in Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaft
  • Master in Mitteleuropäische Studien - Diplomatie (Kulturdiplomatie)
  • Master in Mitteleuropäische Geschichte
  • Master in Management and Leadership

Das Ph.D.-Programm bietet unter dem Thema „Die Zukunft Mitteleuropas in der Europäischen Union“ ein interdisziplinäres Studium in vier Fächern an:

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität wird von den Partnerländern Ungarn, Deutschland, Österreich und den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg gefördert.[10] Diese Mittel werden von weiteren Sponsoren ergänzt.[11] Der Sonderstatus der Andrássy Universität wurde 2010 aufgehoben, wodurch die Universität in das Hochschulsystem Ungarns aufgenommen wurde. Studierende haben die Möglichkeit zur Deckung der Studiengebühren über mehrere Stipendien.[12] Ebenfalls wird die Universität von der autonomen Region Trentino-Südtirol und der Schweiz unterstützt.

Partneruniversitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungarn:

Deutschland:

Belgien:

Frankreich:

Polen:

Rumänien:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Ulmer Erklärung", abgerufen am 22. September 2016
  2. Geschichte der Andrássy Universität Budapest, abgerufen am 22. September 2016
  3. Ansprache von Bundespräsident Johannes Rau anlässlich der Einweihung der deutschsprachigen Andrássy-Universität am 29. November 2002, abgerufen am 22. September 2016
  4. Geschichte der Andrássy Universität Budapest, abgerufen am 22. September 2016
  5. Staatspräsident János Áder ernennt Dietmar Meyer zum Rektor / AUB. In: Andrássy Universität Budapest. (andrassyuni.eu [abgerufen am 20. April 2017]).
  6. Offizielle Pressemitteilung des Ministeriums für Humanressourcen vom 5. September 2013 (Ungarisch), abgerufen am 22. September 2016
  7. evalag-Systemakkreditierung, abgerufen am 22. September 2016
  8. Andrássy Universität Budapest: Akkreditiertes Qualitätssicherungssystem in Studium und Lehre, abgerufen am 22. September 2016
  9. Universitätsleitung / AUB. In: Andrássy Universität Budapest. (andrassyuni.eu [abgerufen am 20. April 2017]).
  10. Partnerländer der Universität abgerufen am 8. Januar 2013
  11. Förderer der Universität abgerufen am 8. Januar 2013
  12. Stipendien für Studierende abgerufen am 8. Januar 2013
  13. Partneruniversitäten der AUB abgerufen am 8. Januar 2013

Koordinaten: 47° 29′ 30″ N, 19° 3′ 51″ O