André Ayew

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André Ayew
20150331 Mali vs Ghana 157.jpg
André Ayew, 2015
Personalia
Name André Morgan Rami Ayew
Geburtstag 17. Dezember 1989
Geburtsort SeclinFrankreich
Größe 176 cm
Position Rechtsaußen
Junioren
Jahre Station
1996–1998 TSV 1860 München
1999–2005 FC Nania Accra
2005–2006 Olympique Marseille
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2007 Olympique Marseille B 18 (11)
2007–2015 Olympique Marseille 160 (44)
2008–2009 → FC Lorient (Leihe) 22 0(3)
2009–2010 → AC Arles (Leihe) 25 0(4)
2015–2016 Swansea City 34 (12)
2016–2018 West Ham United 43 0(9)
2018– Swansea City 12 0(0)
2018– → Fenerbahçe Istanbul (Leihe) 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2006 Frankreich U-17 1 0(0)
2009 Ghana U-20 12 0(4)
2007– Ghana 78 (14)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. August 2018

2 Stand: 10. August 2018

André „Dede“ Ayew (* 17. Dezember 1989 in Seclin im Département Nord, Frankreich) ist ein französisch-ghanaischer Fußballspieler. Der Stürmer steht seit Januar 2018 wieder bei Swansea City unter Vertrag und spielt in der Spielzeit 2018/19 auf Leihbasis für Fenerbahçe Istanbul.[1] Außerdem ist er auch in der ghanaischen Nationalmannschaft aktiv.

Er ist der Sohn von Abédi Pelé, einem der erfolgreichsten afrikanischen Fußballer aller Zeiten, sowie der Neffe von Kwame Ayew und Sola Ayew, die ebenfalls bekannte ghanaische Spieler waren. Auch sein älterer Bruder Ibrahim und sein jüngerer Bruder Jordan sind Fußballprofis.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ayew wurde in Nordfrankreich geboren, als sein Vater für den OSC Lille spielte. Er begann seine Karriere im Alter von zehn Jahren beim FC Nania Accra in Ghana. Allerdings hatte er bereits zwischen 1996 und 1998 in der U-9-Jugendmannschaft des TSV 1860 München gespielt, bei dem sein Vater zu diesem Zeitpunkt im Profiaufgebot stand. Nachdem er vier Jahre der Jugendakademie des ghanaischen Klubs angehört hatte, wurde er in die von seinem Vater trainierte erste Mannschaft des Vereins befördert. Nach zwei weiteren Profijahren für Nania, in denen er auch bei den Junioren zum Einsatz kam, kehrte er nach Frankreich zurück, um für Olympique Marseille, dem Verein in dem sein Vater seine größten Erfolge feierte, zu spielen. Dort spielte er zunächst im U17-Team des Vereins, schoss in seiner ersten Saison elf Tore und trainierte an der Seite von Salomon Olembé, Habib Beye und Bixente Lizarazu bereits mit der ersten Mannschaft. Im Mai 2007 unterschrieb er einen Drei-Jahres-Profivertrag und wurde fester Bestandteil der Ligue 1-Mannschaft Marseilles. Sein erstes Profispiel bestritt er am 3. Spieltag der Saison 2007/08 am 15. August bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Valenciennes, als er in der 89. Minute für Modeste M’Bami eingewechselt wurde. Wenig später debütierte er am 24. Oktober 2007 im Heimspiel gegen den portugiesischen Meister FC Porto in der Champions League. In seiner ersten Spielzeit kam Ayew in Liga, Pokal und Champions League insgesamt 13 Mal zum Einsatz.

Zur Saison 2008/09 wurde Ayew an den Ligakonkurrenten FC Lorient ausgeliehen, wo er von Trainer Christian Gourcuff in der Offensive neben Fabrice Abriel, Kevin Gameiro und Rafik Saïfi eingesetzt wurde, und er am 16. August 2008 in der Partie gegen den FC Lyon zu seinem ersten Spiel kam. Einen Monat später erzielte er mit dem 1:0-Führungstreffer gegen den FC Sochaux sein erstes Profitor. Trotzdem wurde er in der Folgezeit nur als Ersatzspieler berücksichtigt. Er beschloss die Saison mit 22 Ligaspielen, bei denen ihm drei Tore gelangen, und kehrte zum 30. Juni 2009 nach Marseille zurück.

Da er vom neuen Trainer Didier Deschamps in Marseille nicht berücksichtigt wurde, verpflichtete ihm der Ligue 2 Neuling AC Arles-Avignon am 31. August 2009 für eine Saison auf Leihbasis. Mit Arles-Avignon erreichte Ayew, der dort auf der rechten Außenposition eingesetzt wurde, den Aufstieg in die Ligue 1. Er kam in der gesamten Saison auf 25 Ligaspiele und vier Tore.

Nach der erfolgreichen Spielzeit beim AC Arles-Avignon kehrte Ayew erneut nach Marseille zurück. Nachdem zuerst gemutmaßt wurde, dass er den Verein verlassen würde, verlängerte er seinen Vertrag im August bis 2014. In der Spielzeit 2010/11 konnte sich Ayew bei Marseille etablieren und wurde in der Hinrunde 18 mal eingesetzt, davon stand er 16 mal in der Anfangself.

Im Sommer 2015 gab Ayew seinen ablösefreien Wechsel zum englischen Erstligisten Swansea City bekannt.

Nach überzeugenden Leistungen bei Swansea City wechselte er zur Saison 2016/2017 zu West Ham United.

Im Januar 2018 wechselte Ayew zurück zu Swansea City.

Nationalmannschaftskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft hätte André Dede Ayew international sowohl für Frankreich als auch für Ghana spielen können. Zunächst entschied er sich für Frankreich und spielte einmal in der französischen U18-Nationalmannschaft, bevor er vier weitere Berufungen aufgrund von Verletzungen absagen musste. Im Herrenbereich entschied er sich aufgrund der Herkunft seines Vaters für Ghana, obwohl er auch vom französischen Verband umworben wurde. Im August 2007 berief in der ghanaische Nationaltrainer Claude Le Roy für das Freundschaftsspiel gegen Senegal in den Kader der A-Nationalmannschaft. Er wurde gegen Ende der Partie, die im Londoner New Den Stadium stattfand, eingewechselt und kam somit zu seinem ersten Länderspieleinsatz. In den folgenden Monaten wurde er schrittweise in das ghanaische Nationalteam eingebaut, welches sich auf die im eigenen Land stattfindende Afrikameisterschaft Anfang des Jahres 2008 vorbereitet. Ayew schaffte schließlich den Sprung in den 23-köpfigen Nationalkader und nahm an vier der sechs Partien teil. Im Halbfinale des Turniers stand er bei der 0:1-Niederlage gegen Kamerun in der Startformation. Am Ende belegte er mit Ghana den dritten Platz.

Unter dem neuen Nationaltrainer Milovan Rajevac wurde Ayew zunächst nur wenig berücksichtigt. Dies änderte sich nach seinen hervorragenden Leistungen bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Herbst 2009 in Ägypten, bei der Ghana erstmals den Titel gewann. In der Folge kam André Dede Ayew auch wieder für die A-Nationalelf zum Einsatz. Er nahm an der Afrikameisterschaft 2010 teil, bei der Ghana erst im Endspiel der Mannschaft Ägyptens mit 0:1 unterlag, und Ayew in allen fünf Spielen teilnahm. Im Mai 2010 wurde er für Ghanas Kader bei der Weltmeisterschaft in Südafrika nominiert. Ghana überstand die Vorrunde und gewann im Achtelfinale gegen die USA, wobei Ayew das entscheidende 2:1-Siegtor Ghanas vorbereitete und zum Man of the Match gekürt wurde. Im Viertelfinale, bei dem Dede Ayew aufgrund einer Gelbsperre nicht auflaufen konnte, verlor Ghana im Elfmeterschießen gegen Uruguay und schied aus. Er wurde hinter dem deutschen Thomas Müller zum zweitbesten Nachwuchsspieler der WM 2010 gewählt.

Bei der Afrikameisterschaft 2012 gelang ihm im Viertelfinale gegen Tunesien in der Verlängerung der Treffer zum 2:1-Endstand.[2]

Am 13. Mai 2014 wurde er in den Kader der ghanaischen Fußballnationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2014 berufen.[3]

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juniorennationalmannschaft
Nationalmannschaft
Französischer Supercup-Sieg 2011 mit Olympique Marseille
Olympique Marseille
Auszeichnungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Simon: André Ayew – au nom du père. France Football vom 22. Juni 2010, S. 32

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: André Ayew – Sammlung von Bildern
  • André Ayew in der Datenbank von weltfussball.de
  • André Ayew in der Datenbank von soccerway.com
  • André Ayew in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)
  • André Ayew in der Datenbank von Ligue1.com (englisch)
  • André Ayew – Spielerprofil auf Olympique Marseille (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fenerbahçe SK vermeldet die einjährige Ausleihung von André Ayew (türkisch) vom 27. Juli 2018 (abgerufen am 27. Juli 2018)
  2. cafonline: Spielbericht Ghana - Tunesien
  3. Ghanas Boateng stichelt - und ist dabei, kicker.de (12. Mai 2014)
  4. AHRAMonline: CAF award winners 2010
  5. CAFonline.com: CAF GLO-CAF Awards 2011
  6. CAFonline.com: CAF Awards 2015