André Barth

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André Barth (* 26. Oktober 1969 in Dresden) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er ist seit 2014 Mitglied des Sächsischen Landtags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barth absolvierte von 1986 bis 1989 eine Ausbildung zum Facharbeiter für Eisenbahnbetrieb mit Abitur und arbeitete anschließend als Stellwerksmeister auf dem Dresdner Hauptbahnhof. Von 1991 bis 1996 studierte er an der Technischen Universität Dresden Rechtswissenschaften. Anschließend leistete er seinen zehnmonatigen Wehrdienst ab. Seit dem Jahr 2000 war er als Rechtsanwalt tätig.

Bis zum Jahr 2010 war er Mitglied der SPD.[1] 2014 zog er über die Landesliste (Platz 4) der AfD Sachsen in den sächsischen Landtag ein. Dort wurde er parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion und Mitglied im Haushalts- und Finanzausschuss und im Bewertungsausschuss. Er wurde als Vertreter seiner Fraktion Mitglied im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung.[2] Außerdem ist er Teil des Kreisvorstands im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge,[3] für den er auch im Kreistag sitzt. Bei der Landtagswahl in Sachsen 2019 tritt er als Direktkandidat für Dippoldiswalde an.[4]

Da er den Verlust seiner Anwaltszulassung im Mai 2015 nicht wie gesetzlich vorgeschrieben dem Landtag mitgeteilt hatte, verhängte das Landtagspräsidium Ende Januar 2016 eine Strafzahlung von 1000 Euro an den Freistaat Sachsen.[5] Zudem prüft die Rechtsanwaltskammer Vorwürfe, dass Barth auch nach Verlust seiner Zulassung öffentlich als Rechtsanwalt aufgetreten sei.[6]

Barth ist geschieden, hat ein Kind und wohnt in Dippoldiswalde.

Politische Standpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barth tritt für die „Entwicklung eines neuen Nationalbewusstseins“ und „geordnete Zuwanderungs- und Asylregelungen, Zuwanderung nur nach Bedarf“ ein.[1]

Nach dem Parteiaustritt der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry kurz nach der Bundestagswahl 2017, bei der sie in Barths Landkreis das Direktmandat errungen hatte, äußerte er für den Kreisverband die Enttäuschung der Mitglieder und kritisierte Petrys plötzliche Entscheidung. Er und der Kreisverband stünden weiter hinter der Bundes- und Landespartei.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Landtagswahl in Sachsen: Frauke und die 13 Zwerge, in: Die Zeit online, abgerufen am 17. September 2014
  2. AfD-Politiker ziehen in Kuratorien der Landeszentralen für politische Bildung ein. Correctiv, 15. Juni 2017
  3. a b "Petry hat betrogen und muss gehen". (Nicht mehr online verfügbar.) Mitteldeutscher Rundfunk, 26. September 2017, archiviert vom Original am 6. Februar 2018; abgerufen am 5. Februar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de
  4. Landtagswahl Sachsen 2019. Abgerufen am 27. Juli 2019.
  5. 1000 Euro Strafe für AfD-Abgeordneten Sächsische Zeitung, 1. Februar 2016, abgerufen am 27. November 2018
  6. AfD-Abgeordnetem droht Bußgeld. Sächsische Zeitung, 19. Dezember 2015, abgerufen am 27. November 2018