André Plath

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André Plath (* 1960 in Leipzig) ist ein deutscher investigativer Journalist, Autor, Fotograf, Kulturmanager und Blogger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plath studierte an der Berliner Humboldt-Universität Kulturwissenschaft (Ästhetik, Kulturtheorie) und Theaterwissenschaft. Er war von 1988 bis 1990 Presse- und Öffentlichkeits-Chef des Berliner „tip“ (Theater im Palast). Im Anschluss gründete er gemeinsam mit der Schauspielerin Vera Oelschlegel und dem Germanisten Gregor Edelmann die „tkm“ (Theater-, Konzert- und Medienagentur) und weiterführend die „Plath + Co“, unter dessen Dach das Theater des Ostens Berlin (TdO) vorrangig Sprechtheater-Inszenierungen produzierte. Er managte 13 Jahre den Theaterbetrieb des ersten und einzigen privaten Tournee-Unternehmens aus den neuen Bundesländern, zeitweise mit der Konzertdirektion Schlote, Salzburg. Das TdO gastierte in allen deutschsprachigen Ländern Europas.

Plath arbeitete seit Mitte der 1980er Jahre regelmäßig auch als Theater- und Literaturkritiker für die Berliner Zeitung und das Theater der Zeit.[1] Daneben war er für weitere Zeitungen und Zeitschriften tätig wie den „Sonntag“, die Neue deutsche Literatur (ndl), die Junge Welt, die „notate“, der Zeitschrift des Brecht-Zentrums Berlins sowie für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Tango (Zeitschrift) und Bild der Frau. Er war Gast-Kolumnist beim Schweizer Wochenmagazin „Diagonal“ (Trigon Verlag AG).

1986, noch als Student, war Plath Assistent von Tatjana Rese in ihrer ersten Regiearbeit „Jochen Schanotta“ von Georg Seidel am Theater der Stadt Schwedt.

Plath organisierte in den Jahren 1994 und 1995 die ersten beiden und bislang einzigen (mit einem Geleitwort von Ignatz Bubis versehenen) Deutschland-Tourneen für das Staatliche Jüdische Theater Bukarest, des ersten Jiddischen Theaters der Welt, mit dem Stück „Hershale oder Wer zuletzt lacht“.

Bei der MDR/TVmedia-Ostalgie-Show Ein Kessel DDR (2003)[2] war Plath „Redakteur für Sonderaufgaben“. Er entwickelt Hörfunk- und Fernseh-Formate und ist auch in der Werbung tätig. Seine „MAP“ (Medien Agentur Plath) ist ein breit aufgestellter und international tätiger Recherche-Dienstleister für Auftraggeber aus den Bereichen Wirtschaft und Recht. Plaths Medien-Betrieb entwickelt auch Web-Auftritte.

Plath arbeitete national und international als Journalist für Bild, BZ, Welt, Spiegel, MAX, Berliner Zeitung, Bunte, Stern und Süddeutschen Zeitung. Eine langjährige Zusammenarbeit verband ihn mit Hans-Hermann Tiedje und seiner TVmedia Ebersberg, später mit der WMP Eurocom.[3][4]

Als zentraler Materialbeschaffer war er am ZDF/novafilm-Serien Erfolg von Gregor Edelmanns Der letzte Zeuge mit Ulrich Mühe in der Hauptrolle beteiligt.

Seine erste Foto-Schau „Erotische Schlachtfelder“, gemeinsam mit Sabrina Piaras, wurde während der 17. „24-Stunden-Ausstellung“[5] 2015 in Leipzig gezeigt. Ebenfalls 2015 kam Plaths erste Arbeit als Dokumentarfilm-Regisseur (in Zusammenarbeit mit dem Berliner Filmemacher Chris Caliman) „Holger – Glück ist jeder Augenblick“[6] auf dem Münchener „Nachtschatten Film-Festival“ zur Premiere.

Seit 2016 agiert Plath auch als Performancer.

André Plaths Bruder ist Karl Werner Plath (gest. 2006). „KWP“ war ein deutscher Lyriker, Ost-Rock-Texter, Hörspiel-Autor und Nach-Dichter der Shakespeare-Sonette.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beiträge von André Plath – Verlag Theater der Zeit In: theaterderzeit.de, abgerufen am 11. Oktober 2017.
  2. Ein Kessel DDR. Der Stern, 28. August 2003
  3. Hans Leyendecker: Schmutzige Zeilen. Süddeutsche Zeitung, 5. Dezember 2003.
  4. PUBLIC RELATIONS: Beraten und verkauft In: DER SPIEGEL 49/2003, abgerufen am 11. Oktober 2017.
  5. Super!MACHT – Katalog – Die Macht ist Geschichte In: 24-stunden-ausstellung.de, abgerufen am 11. Oktober 2017.
  6. Holger – Glück ist jeder Augenblick In: nachtschatten-filmfest.com, abgerufen am 11. Oktober 2017.