André Volten

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Ohne Titel (1955), Uithuizen
Ohne Titel (1961), Rotterdam
Nr: 45 5 Elemente (1982) - 3. Element, Utrecht

André Theo Aart Volten (* 19. März 1925 in Andijk; † 5. September 2002 in Amsterdam) war ein niederländischer Bildhauer der Nachkriegsgeneration. Er trug bedeutend zur Einbindung von Kunst in den öffentlichen Raum in den Niederlanden bei.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

André Volten wurde im westfriesischen Andijk geboren. Er besuchte 1945 kurz die Kunsthandwerkschule in Amsterdam, zog 1946 aber für vier Jahre nach Brüssel. Angeregt durch seinen Freundeskreis regte sich dort schnell sein Interesse für die abstrakte Kunst. Nach seiner Rückkehr in die Niederlande 1950 entwickelte Volten sich - auch durch eine Tätigkeit als Schweißer auf der NDSM-Werft im Norden Amsterdams beeinflusst, vom abstrakt-expressionistischen Maler zum abstrakten Bildhauer.

Ab 1953 und insbesondere nach 1954, als er die Künstlergruppe Liga Nieuw Beelden (Liga Neue Skulpturen) mitbegründete, beschäftigte sich Volten intensiv mit der Rolle der Kunst im öffentlichen Raum. Er schuf zahlreiche konstruktivistische Skulpturen für viele Städte in den Niederlanden und im Ausland. Seit Ende der 1960er Jahre verwendete er in zunehmendem Maß Edelstahl, griff aber auch oft auf die Materialien COR-TEN-Stahl und Granit zurück. 1996 erhielt Volten für sein Lebenswerk den Preis der niederländischen Stiftung für Bildende Künste, Design und Baukunst (Fonds BKVB). Einen Auftrag von Königin Beatrix aus Anlass der Hochzeit des Kronprinzen Willem-Alexander konnte Volten nicht mehr ausführen.

Seine Werke sind u. a. in den Sammlungen des Kröller-Müller Museums in Otterlo, des Lehmbruck-Museums in Duisburg, der Kunsthalle Mannheim und des Skulpturenmuseums Glaskasten in Marl zu finden.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbrunnen (1973/1974), Mannheim
  • Duisburg: Brunnen, 1983 (Teil der Brunnenmeile Duisburg)
  • Mannheim: Luftbrunnen am Kongresszentrum Rosengarten, 1973/1974 (Teil der Skulpturenmeile Mannheim)
  • Marl: Säule, 1969; Kugel und Schale, 1970, in der Sammlung des Skulpturenmuseums Glaskasten
  • München: Objekt am Europäischen Patentamt, 1978, 15 Kugeln und Kugelsegmente, teilweise im Boden versenkt

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Brockhaus: André Volten. Konstruktion und Struktur. Messingskulpturen 1965-1995. Katalog. Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg 1996, ISBN 3-89279-527-4
  • Rudi Oxenaar u. a.: André Volten. Beelden voor de eigen ruimte. Beelden voor de openbare ruimte. NAi Uitgevers, Rotterdam 2002, ISBN 90-5662-151-3
  • Rudi Fuchs: Ten slotte. Addendum André Volten. NAi Uitgevers, Rotterdam 2008, ISBN 978-90-5662-151-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: André Volten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien