Andrea Dandolo

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Andrea Dandolo kniet vor dem hl. Markus, Dukat, auch Zecchino genannt, aus seiner Regierungszeit, Museo Correr, Venedig
Wappen Andrea Dandolos

Andrea Dandolo (* 30. April 1306; † 7. September 1354 in Venedig) war vom 4. Januar 1343 bis zu seinem Tod der – nach eigener Zählweise – 54. Doge von Venedig. Dandolo, der keineswegs mit Francesco Petrarca befreundet war, wie vielfach behauptet, förderte die Literatur, aber auch Verwaltung und Rechtsprechung. Er verfasste mit der Extensa eine der wichtigsten Chroniken der Republik Venedig. Sie reicht bis zum Jahr 1280 und wurde die Grundlage der meisten folgenden Geschichtswerke. Das Opus wurde von seinem Großkanzler Rafaino de’ Caresini bis 1388 fortgesetzt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Dandolo spielte in der Geschichte Venedigs vom 12. bis zum 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Urkundlich nachgewiesen ist sie seit dem 11. Jahrhundert. Damit war Andrea ein Angehöriger der zwölf angesehensten, einflussreichsten und ältesten Familien Venedigs, der sogenannten „apostolischen“ Familien. Zu diesen vielköpfigen, durch bloße Verwandtschaft definierten Großgruppen zählten neben den Dandolo die Badoer, Barozzi, Contarini, Falier, Gradenigo, Memmo, Michiel, Morosini, Polani, Sanudo und Tiepolo. Vor allem mit den Tiepolo standen die Dandolo in Konkurrenz um die Führung.[1] Die Dandolo erschienen der Legende nach bereits um 727 bei der Wahl des (vielleicht ersten) Dogen Orso, auf dessen Familie sich mehrere der ältesten Familien Venedigs zurückführten. Sie stellten insgesamt vier Dogen: Außer Andrea die Dogen Giovanni Dandolo, dann Francesco und Enrico Dandolo. Zwei Frauen der Familie waren mit Dogen verheiratet, Giovanna Dandolo mit Pasquale Malipiero und Zilia Dandolo mit Lorenzo Priuli.

Der Vater Andrea Dandolos war Fantino aus dem Familienzweig S. Luca. Dieser erscheint 1312 unter den Elektoren des Dogen Giovanni Soranzo. Neben Andrea hatte er weitere Kinder, nämlich einen Marco, von dem nichts weiter bekannt ist, und einen Simone, Provveditore der 1345 um Zara kämpfenden Armee, dann Podestà von Treviso, schließlich einer der iudices des Dogen Marino Falier. In einem Testament erscheint darüber hinaus eine Schwester namens Agnese, die als Nonne in S. Giovanni di Torcello lebte.

Bildung, Prokurator von San Marco, politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fantino, Andreas Vater, starb bereits am 13. August 1324. Andrea Dandolo studierte, möglicherweise an der Universität Padua, die Rechte. Sein Zeitgenosse Guglielmo Cortusi, bezeichnet Dandolo als „legali scientia decoratus“, und in einem Dokument vom 13. Dezember 1333 nennt man ihn einen „iurisperitus“. Da er sich auf dem Rechtssektor auch später betätigte, schien dies späteren Autoren ein hinreichender Beleg für eine dortige Promotion zu sein. Auf eine Verwechslung mit seinem Neffen Fantino geht möglicherweise die Behauptung zurück, er habe in Padua die Rechte gelehrt. Unglaubwürdig erscheint die Behauptung des Marino Sanuto in seinen Vite de’ duchi, Andrea Dandolo sei ein Schüler von Riccardo Malombra gewesen, denn dieser gefeierte Jurist lehrte in Padua nur zwischen 1295 und 1315. Bei aller Unklarheit über seine juristische Ausbildung ist dennoch offenkundig, dass er zugleich eine breite Bildung erhielt, die auch Philosophie und Geschichte umfasste. Dies geht nicht nur aus seiner eigenen Tätigkeit als Geschichtsschreiber hervor, sondern auch aus zwei Briefen Petrarcas aus den Jahren 1351 und 1352.

Die Ca’ Farsetti, seit 1826 in kommunalem Besitz und das Rathaus Venedigs, auch Palazzo Dandolo Farsetti genannt, bewohnte Andrea Dandolo zeit seines Lebens. Sie wurde nach einem Brand im Jahr 1524 wieder aufgebaut. 1664 erwarb sie die toskanische, soeben in den Großen Rat aufgenommene Familie Farsetti.

Schon mit 22 Jahren wurde er Prokurator von San Marco. Dabei erhielt er zwar viele Gegenstimmen wegen seiner Jugend, doch müssen seine Qualitäten überragend gewesen sein, so dass er dennoch eine Mehrheit erhielt. Wahrscheinlich wurde er, wie aus einem Dokument vom 4. Oktober 1328 hervorgeht, zum procuratore de supra gewählt. Damit folgte er wohl dem im März desselben Jahres gestorbenen Marino Badoer im Amt. Während seiner Zeit als Prokurator, also von 1328 bis 1343, wurde er mehrfach zum Savio, zum Sachverständigen für bestimmte Aufgaben, wie es in Venedig üblich war. Auch diente er als Unterhändler, wie etwa bei einer Gesandtschaftsreise nach Ancona mit Giovanni Contarini. Am 10. November 1336 initiierte er, gemeinsam mit Marco Loredan, die Erfassung des Grundbesitzes der Markusbasilika. Im Mai 1340 war er einer der fünf Provveditori al Frumento. Diese waren für die Getreideversorgung zuständig, insbesondere, wie der Name sagt, für die Versorgung mit dem Hauptgetreide Weizen. Im Zuge des Stadtausbaus entstanden weitere Aufgaben. So war er am 13. April 1341 unter den Savi, die für die Verbreiterung der Gasse zwischen San Bartolomeo und San Giovanni Crisostomo verantwortlich waren.

Als Erfindungen späterer Zeit erwies sich die Betätigung Dandolos auf dem militärischen oder im engeren Sinne politischen Feld. Diese mögen seiner Rechtfertigung gedient haben. So hat er als Provveditore wohl kaum im Kampf von 1336 gegen die Scaligeri von Verona teilgenommen, jedenfalls erscheint sein Name in keinem einzigen diesbezüglichen Dokument. In jedem Falle hielt er sich im Frühjahr und Winter dieses Jahres in Venedig auf. Als unwahrscheinlich gilt inzwischen auch die Behauptung, er sei 1333 Podestà von Treviso gewesen. Dies steht zum einen mit einem Beschluss des Großen Rates vom 30. Dezember 1305, der den Prokuratoren von San Marco explizit die Wahl in ein weiteres Amt „vel regimen“ untersagte. Außerdem ist für dieses Jahr ein Giovanni Vigonza als Podestà belegt. Außerdem hielt sich Andrea Dandolo am 13. Dezember 1333 in Triest auf, wo er vom Bischof in Güter in der Nähe von Pirano auf Istrien investiert wurde.

Auf bloße Namensgleichheit und damit Verwechslung ist wohl zurückzuführen, dass sich ein „comes“ unter den drei Savi befand, die der Consiglio dei Rogati, der spätere Senat, am 31. März 1332 mit der Untersuchung der Auseinandersetzungen zwischen Marino Barbarigo und der Kommune Zara befasste. Allein schon, dass dieser Andrea Dandolo ohne den Titel eines Prokuratoren genannt wird, spricht gegen eine Identität mit dem späteren Dogen. Dieser gleichnamige Mann erscheint nochmals in einer Entscheidung der besagten Rogati vom 4. Februar 1333. Dort erscheint er als Comes von Grado und Savio im bereits genannten Konflikt. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Sohn des Marco der Dandolo von San Severo, der 1337 Bailò von Negroponte wurde.

Dogenamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit nur 37 Jahren wurde er zum Dogen gewählt. Bereits nach dem Tod des Dogen Francesco Dandolo am 1. Oktober 1339 stand der Bewerber Andrea Dandolo in Konkurrenz mit den Bewerbern Marino Falier und Bartolomeo Gradenigo. Mit Unterstützung der Dandolo-Anhänger wurde Gradenigo gewählt, denn die Dandolo lehnten den Falier ab. Doch der neue Doge starb bereits nach gut drei Jahren am 28. Dezember 1342. Zu dieser Zeit war Andrea Dandolo einer der fünf Correttori della promissione ducale, die den Eid, den jeder Doge bei Amtsantritt zu schwören hatte, überarbeiten sollten. Andrea Dandolo wurde am 4. Januar 1343 gewählt, allerdings nur, so Cortusi, weil man sich nicht auf einen älteren Kandidaten einigen konnte. Einerseits trug dazu sicherlich das Prestige der Familie bei, die bereits drei Dogen gestellt hatte. Doch auch seine bisherige Tätigkeit, seine Rolle als Prokurator, seine Bildung, und nicht zuletzt seine Tätigkeit als Historiker sprachen für ihn. Er hatte just im Vorjahr seine Chronica brevis abgeschlossen, eine knappe Geschichte der Republik Venedig bis zum Jahr 1342.

Venezianische Kolonien und Stützpunkte

In seine Amtszeit fielen schwere politische Konflikte, etwa mit Ungarn um Zara, aber auch der Kreuzzug von Smyrna. Hinzu kommen Katastrophen, wie das Erdbeben von Friaul 1348, vor allem aber der Schwarze Tod. Auch der Ausbruch des dritten venezianisch-genuesischen Krieges (1350–1355) überschattete seine Amtszeit, in der es immerhin zum Abschluss eines Handelsabkommens mit dem Mameluken-Sultan as-Salih Ismail kam. Nur die ersten beiden Jahre seiner Amtszeit verliefen vergleichsweise friedlich. Die Herrschaft über Treviso war noch wenig konsolidiert, es entstand ein Bündnis mit den Hospitalitern auf Rhodos und mit Zypern. 1344 konnte der Konflikt mit dem Patriarchen von Aquileia ebenso beigelegt werden, wie mit Alberto von Görz um Istrien, doch schon im August 1345 begann der Aufstand Zaras, der die Herrschaft Venedigs über Dalmatien ins Wanken brachte. Im Dezember 1345 wurde die antitürkische Ligar erneuert und um zwei Jahre verlängert. Doch als die Genuesen im Frühjahr 1346 Chios eroberten, verlor Venedig das Interesse an diesem Bündnis. Der Aufstand Zaras erhielt enorme Sprengkraft, als König Ludwig von Ungarn die Stadt gegen Venedig aufbrachte, um Zara seinem Reich einzuverleiben. Doch am 1. Juli 1346 unterlagen die Ungarn unter den Mauern von Zara und die Stadt musste sich ergeben. Die entsprechende Urkunde wurde am 15. Dezember 1346 ausgefertigt. In diesem Zusammenhang entstand die Cronica Iadretina, ein Propagandawerk, das die guten Beziehungen zwischen Zara und Venedig aufzeigen sollte. Das Werk wurde entweder Benintendi Ravignani oder Raffaino de’ Caresini zugeschrieben, die in der Dogenkanzlei arbeiteten.

Doch zunächst widmete sich Dandolo der Reformierung des Staatswesens, um die gesellschaftlichen Konflikte zu verringern. Er brauchte drei Jahre, um die Kompilation von Gesetzen zusammenzustellen. Sein Glaube an die Macht der Gesetze blieb ungebrochen. Auch sollten Dokumente und Verträge in Zukunft das Verhältnis zu den Nachbarmächten regeln, nicht mehr die bloße Gewalt. Auf seine Anweisung wurden so der Liber Albus und der Liber Blancus im Jahr 1346 geschaffen. Diesem Grundsatz, alle Verhältnisse auf einen Rechtsboden zu stellen und die Verhältnisse zu legitimieren, diente auch sein größeres Werk, die Extensa.

Die Ägäis im 14. Jahrhundert

Der heftigste Konflikt während seiner Amtszeit war jedoch der Kampf mit Genua, wobei sich das Verhältnis zwischen den beiden Mächten besonders nach der Eroberung von Chios verbittert hatte. Dabei hatte sich der Streit um den Zugang zum Schwarzen Meer, nachdem der Khan der Goldenen Horde die dortigen Händler zum Abzug gezwungen hatte, zunächst gelegt. Der Vertrag vom 27. April 1344, den sogar der Papst genehmigt hatte, sollte die daraus resultierenden Verluste wenigstens teilweise kompensieren. Die Spannungen zwischen Genua und Venedig steigerten sich so weit, dass Venedig einseitig den Handel mit der Krim wieder aufnahm. Doch der offene Konflikt ließ noch auf sich warten, denn 1347 kam es in Venedig zu einer schweren Teuerung, am 25. Januar 1348 zu einem Erdbeben und unmittelbar darauf dem ersten Ausbruch der Pest, der sich über sechs Monate erstreckte. Dieser Katastrophe mögen 60 % der Bevölkerung zum Opfer gefallen sein, was nach Schätzungen Brunettis auf 45.000 bis 50.000 Tote hinausläuft. Über 50 Adelsfamilien verschwanden. Der Große Rat forderte danach die Pregadi auf, Maßnahmen zur Wiederbevölkerung zu treffen, was zahlreiche Ausländer in die Stadt brachte. Am 17. September 1348 erhob sich Capodistria gegen Venedig, doch wurde der Aufstand schnell unterdrückt.

Die Vertreibung einiger venezianischer Händler aus Kaffa, dem Hauptemporium auf der Krim, löste schließlich den lange erwarten Krieg mit Genua aus. Im August 1350 erfolge der Kriegsbeschluss und 35 Galeeren liefen aus. Die Flotte errang einen ersten Erfolg vor Castro nahe Negroponte, wo im September zehn Galeeren vertrieben wurden. Im Gegenzug griff Genua nun Negroponte an, wo sie den Hafen plünderten und niederbrannten. Anfang 1351 verbündete sich Venedig mit Peter IV. von Aragon und mit Johannes Kantakuzenos, der den Thron von Byzanz usurpiert hatte. Die Verbündeten brachten 89 Galeeren zusammen, doch kam es im ganzen Jahr 1351 zu keinem Kampf. Zu Winteranfang zogen sich 64 Galeeren Genuas unter dem Kommando von Paganino Doria nach Pera zurück, während die Verbündeten in Candia, der Hauptstadt Kretas überwinterten. Weder Papst Clemens VI. noch Petrarca, der einen langen Brief an Dandolo schrieb, gelang es, den Krieg zu beenden. Im Februar 1352 begann der offene Krieg erneut, doch die mörderische Schlacht im Bosporus ging unentschieden aus, wenn auch beide Seiten behaupteten, gesiegt zu haben. So vermeldete Dandolo in einem Brief vom 21. April seinem Verbündeten in Aragon den glücklichen Ausgang. Da sich die Verbündeten zurückzogen, muss man wohl davon ausgehen, dass die Genuesen einen Vorteil errungen hatten.

Mailand unter den Visconti (1339–1402)

Als Kantakuzenos die Seite wechselte, verbündeten sich die Venezianer mit dem gestürzten Johannes V. Palaiologos. Gegen einen Kredit von 20.000 Dukaten überließ er ihnen die Insel Tenedos am 10. Oktober 1352 bis Kriegsende. In den Gewässern vor Alghero gelang den Verbündeten am 29. August 1353 ein wichtiger Sieg, denn die Flotte der Genuesen wurde zum größeren Teil zerstört (Schlacht von La Lojera). Im Gegenzug unterstellte sich Genua nun Giovanni Visconti, dem Signore von Mailand. Venedig seinerseits suchte wiederum Verbündete, die es in Mantua, Verona und Faenza fand, dazu dem Markgrafen von Ferrara und Karl IV. von Luxemburg. Mit diesen Verbündeten im Rücken lehnte Venedig das Friedensangebot des Visconti ab. Als Gesandter hielt sich Petrarca Anfang 1354 für einen Monat auf. Andrea Dandolo mied jedoch jeden persönlichen Kontakt. Wie sich Petrarca beklagte, beantwortete der Doge noch nicht einmal den Brief, den er ihm unter dem 28. Mai 1354 geschrieben hatte. In einem Brief des Großkanzlers Benintendi Ravignani findet sich jedoch ein angebliches Schreiben des Dogen vom 13. Juni 1354, möglicherweise eine Schutzbehauptung zugunsten Dandolos.

Nun drang eine Flotte Genuas in die Adria ein und zerstörte Curzola und Lesina; Paganino Doria durchbrach die Sperre um Genua und zerstörte Parenzo. Die Verteidigung der Lagune von Venedig übertrug der Senat nun Paolo Loredan am 14. August 1354. Diesem unterstanden zwölf Adlige, zwei pro Sestiere, denen je 300 Mann zur Verfügung standen. Es folgte eine Zwangsanleihe am 17. August, die Waffenfähigen wurden gezählt und eine Kette verschloss den Hafen von Lido.

Tod und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesundheitszustand des Dogen, schon zu Beginn des Konfliktes ungut, verschlechterte sich im Sommer 1354 rapide. Das letzte Dokument, das von ihm signiert wurde, stammt vom 16. Juli. Ab dem 31. August vertrat ihn hierbei der Consigliere Marino Badoer. Am 3. September diktierte Andrea Dandolo sein Testament, in dem er seine Frau Francesca Morosini († 1374, vielleicht Anfang 1375), seinen Bruder Simone, seine Schwester Agnese, die Söhne Fantino,[2] Leonardo und die Tochter Zanetta sowie die Nichte Bertuccia versorgte. Vier Tage später starb er. Sein Leichnam wurde in der Kapelle des Baptisteriums von San Marco beigesetzt.

Sein erstgeborener Sohn Fantino heiratete Beriola Falier, Nichte des besagten Dogen. Er starb um 1356. Leonardo bekleidete eine Reihe wichtiger Ämter und starb 1406. Zanetta heiratete einen Loredan.

Grabmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrea Dandolo ist der letzte Doge, der in San Marco begraben wurde. Sein Grabmal befindet sich im Baptisterium der Kirche, welche er selbst mit einem umfassenden Mosaikprogramm ausgestattet hatte. Sein Wunsch in der Hauptkirche selbst und nicht im Annex bestattet zu werden, wurde nicht berücksichtigt. Eine Version der Grabrede wurde von Petrarca verfasst, aber nicht angebracht. Das tatsächliche Epitaph stammt von einem unbekannten Autor. Der Sarkophag mit der Liegefigur des Dogen ist an der Wand auf Konsolen angebracht. Zwei Engelsfiguren halten die Vorhänge eines Baldachins zur Seite und gewähren so einen Blick auf den Dogen. Ein Motiv, das in der Folge auf Grabmälern häufig nachgeahmt wurde.

Ungedruckte Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelleneditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottlieb Lukas Friedrich Tafel, Georg Martin Thomas (Hrsg.): Der Doge Andreas Dandolo und die von demselben angelegten Urkundensammlungen zur Staats- und Handelsgeschichte Venedigs : Mit den Original-Registern des Liber Albus, des Liber Blancus und der Libri Pactorum aus dem Wiener Archiv, G. Franz, München 1855. (Digitalisat)
  • Guillelmi de Cortusiis Chronica de novitatibus Paduae et Lombardiae (= Rerum Italicarum Scriptores, XII), Mailand 1728, col. 909.
  • Marino Sanuto: Vitae ducum Venetorum, (= Rerum Italicarum Scriptores, XXII), Mailand 1733, coll. 609–628.
  • Giovanni Battista Verci: Storia della Marca Trivigiana e Veronese, Bd. XII, Venedig 1789, n. 1412–1414, S. 33–41.
  • Riccardo Predelli (Hrsg.): I libri commemoriali della Repubblica di Venezia. Regesti, Bd. II, Venedig 1878, ll. III, n. 382; IV, n. 33; V, n. 57.
  • Georg Martin Thomas, Riccardo Predelli: Diplomatarium Veneto Levantinum sive acta et diplomata res Venetas Graecas atque Levantis illustrantia, Bd. I (1300–1350), Bd. II (1351–1454), Venedig 1880–1899, Bd. I, doc. 136–176; Bd. II, doc. 1–10.
  • Ester Pastorello (Hrsg.): Raphayni de Caresinis Chronica (=Rerum Italicarum Scriptores, 2a ed.), Bd. XII, 2, S. 3–9.
  • Vittorio Rossi (Hrsg.): Francesco Petrarca, Le Familiari, Bd. II, Florenz 1934, XI, 8, S. 340–348; Bd. III, Florenz 1937, XV, 4, S. 139–143, XVIII, 16, S. 302–308 (Briefe an Dandolo).
  • Promissione del doge Andrea Dandolo, in: Ester Pastorello: Introduzione, S. LXXIX–CII.
  • Roberto Cessi, Mario Brunetti (Hrsg.): Le deliberazioni del Consiglio dei Rogati (Senato), "Serie Mixtorum", II, Libri XV-XVI, Venedig 1961, l. XV, 53, 363, 404, 513.
  • Roberto Cessi, Fanny Bennato (Hrsg.): Venetiarum historia vulgo Petro Iustiniano Iustiniani filio adiudacata, Venedig 1964, S. 225–240.

Geschichtsschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Debra Pincus: Hard Times and Ducal Radiance. Andrea Dandolo and the Construction of the Ruler in Fourteenth-Century Venice, in: John Jeffries Martin, Dennis Romano (Hrsg.): Venice Reconsidered. The History and Civilization of an Italian City-State, 1297–1797, Johns Hopkins University Press, 2000, S. 89–136.
  • Silvana Collodo: Temi e caratteri della cronachistica veneziana in volgare del Tre-Quattrocento (EnricoDandolo), in: Studi veneziani IX (1967) 145 f.
  • Antonio Carile: La cronachistica veneziana (secoli XII-XVI) difronte alla spartizione della Romania nel 1204, Florenz 1968, S. 3–7, 180 f., 191 f. und passim.
  • Girolamo Arnaldi: Andrea Dandolo doge-cronista, in: Agostino Pertusi: La storiografia veneziana finoal secolo XVI. Aspetti e problemi, Florenz 1970, S. 127–268.
  • Antonio Carile: Aspetti della cronachistica veneziana nei secc. XIII e XIV, in: A. Pertusi: La storiografia veneziana finoal secolo XVI. Aspetti e problemi, Florenz 1970, S. 80, 97 f., 102ff, 108, 115ff.
  • Maria Mercè Costa: Sulla battaglia del Bosforo (1352), in: Studi veneziani XIV (1972) 197–210.
  • Henry Simonsfeld: Andrea Dandolo und seine Geschichtswerke, München 1876 (ital.: Benedetto Morossi: Andrea Dandolo e le sue opere storiche, in: Archivio veneto XIV [1877] 49–149).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giorgio Ravegnani: Dandolo, Andrea, in: Massimiliano Pavan (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 32, Rom 1986, S. 432–440.
  • Şerban Marin: A Double Pathfinder’s Condition: Andrea Dandolo and His Chronicles, in: Annuario. Istituto Romeno di Cultura e Ricerca Umanistica 12–13 (2010–2011) 41–122. (academia.edu)
  • Debra Pincus: The Tombs of the Doges of Venice, Cambridge 2000.
  • Alvise Loredan: I Dandolo, Varese 1981, S. 282–301, 312 f.
  • Lino Lazzarini: «Dux ille Danduleus». Andrea Dandolo e la cultura veneziana a metà del Trecento, in: Giorgio Padoan (Hrsg.): Petrarca, Venezia e il Veneto, Florenz 1976, S. 123–156
  • Michel Balard: A propos de la bataille du Bosphore. L’expédition génoise de Paganino Doria à Constantinople (1351–1352), in Travaux et Mémoires, IV (1970) 431–469.
  • Giorgio Cracco: Società e Stato nel Medioevo veneziano (secc. XII-XIV), Florenz 1967, S. 399–440
  • Andrea Da Mosto: I dogi di Venezia nella vita pubblica e privata, Mailand 1960, S. 112–118.
  • Ester Pastorello: Andrea Danduli Chronica per extensum descripta, Introduzione auf den S. III-CVI.
  • Heinrich Kretschmayr: Geschichte von Venedig, Bd. II, Gotha 1920, S. 205–210.
  • Luigi Genuardi: La «Summula Statutorum Floridorum Veneciarum» di Andrea Dandolo, in Nuovo Archivio veneto, n. s., XI (1911) 436–467.
  • Mario Brunetti: Venezia durante la peste del 1348, Venedig 1909.
  • Vittorio Lazzarini: Il testamento del doge Andrea Dandolo, in Nuovo Archivio veneto, n. s., VII (1904) 139–141.
  • Walter Lenel: Die Entstehung der Vorherrschaft Venedigs an der Adria, Straßburg 1897, S. 85–103.
  • Samuele Romanin: Storia documentata di Venezia, Bd. III, Venedig 1855, S. 147–175.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Andrea Dandolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Louise Buenger Robbert: Art. Dandolo Family, in: Christopher Kleinhenz (Hrsg.): Medieval Italy. An Encyclopedia, Routledge, 2004, S. 277 f., hier: S. 277.
  2. Giuseppe Gullino: Dandolo, Fantino, in: Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 32 (1986).
VorgängerAmtNachfolger
Bartolomeo GradenigoDoge von Venedig
1343–1354
Marino Faliero