Andrea Kaufmann

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Landesrätin Andrea Kaufmann (2009)

Andrea Kaufmann (* 19. März 1969 in Dornbirn; geborene Andrea Blenk) ist eine Vorarlberger Politikerin der ÖVP. Sie war von 2009 bis 2013 als Landesrätin Mitglied der Vorarlberger Landesregierung und ist aktuell Bürgermeisterin der Stadt Dornbirn.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrea Kaufmann besuchte die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Rankweil, wo sie auch ihre Matura machte. Anschließend begann sie 1988 ein Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie 1989 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Konstanz. Von 2000 bis 2002 besuchte Kaufmann außerdem den Universitätslehrgang für Politische Bildung in Schloss Hofen. Derzeit arbeitet die Diplomvolkswirtin an ihrem Doktoratsstudium der Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck.

Beruflich war Kaufmann von 1994 bis 1998 in der Controlling-Stabsstelle der Raiffeisenbank Bludenz angestellt.

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre ersten politischen Erfahrungen sammelte Andrea Kaufmann Anfang der 90er-Jahre in der JVP Dornbirn. Anschließend wurde sie in der JVP in den Landes- und Bundesvorstand gewählt. Seit dem Jahr 2003 ist Kaufmann im Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbund Landesobmannstellvertreterin. Bevor sie in die Landespolitik wechselte, war die Dornbirnerin in ihrer Heimatstadt als Stadträtin für Kultur, Familie und Bildung tätig. Nach der Landtagswahl in Vorarlberg 2009, die in einer ÖVP-Alleinregierung resultierte, wurde Andrea Kaufmann am 14. Oktober 2009 vom Vorarlberger Landtag als Landesrätin in das Regierungskabinett Sausgruber IV gewählt. Sie hatte in der Folge die Ressorts Kultur, Wissenschaft und Studienförderung, Weiterbildung, Archiv- und Bibliothekswesen sowie Musikschulen inne.[1]

Am 20. Mai 2011 wurde sie auf dem Bundesparteitag in Innsbruck zur Stellvertreterin des damaligen ÖVP-Bundesparteiobmanns Michael Spindelegger gewählt.[2] Nach dem Rücktritt von Rainer Gögele als Landesrat übernahm Andrea Kaufmann am 6. Juni 2012 die bisher von Gögele geführten Ressorts Hochbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Seilbahnen und Aufzugstechnik, während die beiden bislang ebenfalls von Gögele übernommenen Ressorts Gesundheit und Behindertenhilfe dem neuen Landesrat Christian Bernhard übertragen wurden.

Im Mai 2013 legte sie das Amt als Landesrätin zurück, um in der Folge als erste Frau Bürgermeisterin ihrer Heimatstadt Dornbirn zu werden. In dieses Amt wurde sie am 29. Mai 2013 von der Dornbirner Stadtvertretung gewählt.[3] Bei der ersten Bürgermeister-Direktwahl ihrer Amtszeit wurde Andrea Kaufmann am 15. März 2015 von der Dornbirner Bevölkerung mit 51,29 % der Stimmen im Amt bestätigt.[4]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaufmann ist die Tochter des langjährigen Nationalratsabgeordneten Wolfgang Blenk. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei Töchtern und zwei Söhnen und wohnt mit ihrer Familie in Dornbirn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andrea Kaufmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Kaufmann wird neue Landesrätin. In: vorarlberg.ORF.at. 28. September 2009, abgerufen am 26. März 2018.
  2. Bestes Abstimmungsergebnis für Kaufmann. In: vorarlberg.ORF.at. 20. Mai 2011, abgerufen am 26. März 2018.
  3. Dornbirn hat eine Bürgermeisterin. In: vorarlberg.ORF.at. 29. Mai 2013, abgerufen am 26. März 2018.
  4. ÖVP verliert Absolute in Dornbirn. In: vorarlberg.ORF.at. 15. März 2015, abgerufen am 26. März 2018.
VorgängerAmtNachfolger
Wolfgang RümmeleBürgermeisterin von Dornbirn
seit 2013